Brücke E09: Außenarbeiten

Neben den Arbeiten im Garten und den „Innerein“ mußte natürlich auch Draußen etwas an der Brücke gemacht werden. Die Seemannsbraut übernahm hier die Hauptarbeit und schliff was das Zeug hielt. Alle Farbschichten mussten bis auf die Bleche runter. Egal ob Außenwände oder Dach und egal ob leicht abplatzende oder verdammt festsitzende Schicht.

Neben den Schleifarbeiten überlegte ich lange, was mit den durchgegammelten Stellen außen passieren soll. Die Überlegungen gingen vom kompletten Neuaufbau der Außenbeche bis hin zu „einfach so lassen“. Ersters sollte mehrere Tausend Euro kosten und Letzteres war uns dann auch irgendwie nich zuträglich. Die beste Idee hatte dann der Nachbar: Bleche kanten lassen, zurechtschneiden und anbringen.

Gesagt getan: In Dorum liess ich mir sehr günstig Bleche kanten und auf die richtige Größe zuschneiden. Dazu nahm ich ein paar Blechreste für kleine Stellen mit. Mit ziemlich viel Bauschaum befestigte ich die jeweiligen Bleche nachdem ich die Stellen etwas sauberer ausgeflext und mit Rostumwandler versehen hatte. Insgesamt erachte ich diese Methode als ziemlich pragmatisch und zielführend. Wasser kann nicht mehr eindringen und sehen tut man die Bleche nach dem Aufbau der geplanten Holzverkleidung eh nicht mehr. Und gekostet hat es ca 180,- Euro für das Blech, den Bauschaum und den Rostumwandler.

Brücke E08: Chaos im Garten

Was bisher nur kurz erwähnt wurde, war das Chaos im letzten Januar bei uns im Garten. Bevor die Brücke kam mussten Zuleitungen für Strom & Wasser und Abwasserleitungen gelegt werden. Ca sechzig laufende Meter mit einem Meter Tiefe, damit die Wasserleitungen vor zukünftigen Frost geschützt sind.

Es war zu entscheiden ob wir dies im Frühjahr machen, wenn die Brücke ggf. schon da ist, oder im Januar. Ich entschied mich für Letzteres denn dies hatte noch den Vorteil, dass im Frühjahr das Chaos wieder verwachsen kann und wir somit nur zur kalten Jahreszeit einen etwas unansehnlichen Garten haben.

Der Nachteil lag in der Jahreszeit – es war nicht königlich warm ;-) Zwischendurch gab es etwas Schneegestöber und pünktlich zur Fertigstellung gab es ordentlich Frost. Alles ging nur dank der tatkräftigen Hilfe von den besten Eltern der Welt und dem Herrn M aus D. Auch die Seemannsbraut bleibt nicht unerwähnt. Alle packten mit an, selbst Kuddel war zwischendurch in seinem Element: Buddellöcher sind ja was feines!

Und selbst Sven griff teilweise zum Spaten, schaufelte einen Durchbruch unter der Hecke, fluchte beim Rohre zusammenfügen und freute sich mal gar nicht, wenn wieder mal ein Rohr falsch herum auf die Kabel aufgezogen war: Muffe auf Muffe geht halt nicht.

Klar trafen wir Männergerecht (Wo gehobelt wird fallen Spähne – und wo gebackert wird, da brechen Rohre) ein paar Rohre und zerdepperten Sie. Die Frau musste dann los um Ersatz und Flutschi heranzuschaffen. Es gab kein Problem, was nicht im Normalen lag und am Ende durfte sogar der Sven auf den Bagger – wahrscheinlich ergab das die größte Zerstörung im Garten, aber das wird keiner zugeben, insbesondere nicht der Sven.

Als der Baggerverleihmann dann am Montag den Minibagger abholen wollte war dieser Eingefrohren, die Ketten bewegten sich keinen Millimeter, da der Sveni den Bagger am Tag vorher selbstverständlich mit dem Hochdruckreiniger Stundenlang gesäubert hatte. Irgendwie schien da einiges schön eingefrohren zu sein. Der Baggermann meinte es wäre das Öl, das müsse warm werden. Als Büromann der Baggererfahrungen nur aus „Goldrausch in Alaska“ vom Männerfernsehen hat, hielt ich mich natürlich zurück. Da hauen die ja immer mit dem Hammer auf etwas Eingefrohrenes – warum also nicht hier? Ok, dieser Bagger ist etwas filigraner ;-)

Irgendwann hielt ich das Gebrökel des Herrn dann auch nicht mehr aus. Ich holte den geerbten Hammer von Opa und schlug drauf ein – natürlich mit Gefühl ;-) … und oh Wunder …. die Kette bewegte sich.

Alles zusammen war es der perfekte Zeitpunkt im Januar, denn alles klappte in der geplanten Zeit und der Garten war im späten Frühjahr kaum von anderen Jahren zu unterscheiden. Kuddel gräbt ja eh im Winter etwas um, wenn alles so feucht ist ;-)

Brücke E04: Das Geschäfft des Lebens.

Man hoert es ja jeden Tag: Du musst Investieren! Aus Wenig musst du Viel machen,- jawoll! Und klar, ich hoer ja immer zu und bin auch so nen intigentes Wesen, welches meisst schlauer ist als man selbst. Und eben drum: Millionen investiert und ne Schiffsbrueck gekauft. Da kriegste was fuer dein Geld.

„Ja“, sagt ihr jetzz: „Klar, ne Schiffsbrueck bekommt man“. Aber dem nicht genug. Abzueglich einiges an Schrott gab die Bruecke folgende Dinge preis, die wir nun alle unser Eigenen nennen:

– Kinder-Sand-Eimer mit zwei Schaufeln und Hake (fast neu)
– Gartenharte (etwas rostig)
– Fuchsschwanz (klein, etwas rostig)
– Hundertzwo verzinkte Naegel 10cm (fast neu)
– Dreiundfuenfzig verzinkte Krampen (gut in Schuss)
– Wasserwaage aus Holz
– Ultimatives Schild: „Kasse“ (Bar-, wenn ich bitten darf)
– Nen Schluessel der is chic
– 5x Schild „Trinkwasser“ (wie neu)
– Set mit metrischen Schrauben, ca 1/2 Zoll ; ) (wie Neu)
– Campingstuhl (Bezug etwas feucht, Klappmechanismuss (ein-wand-frei)
– Ersatz Stiel fuer Besen/Schaufel (wie neu)
– Skateboard (klein, dafuer ok)

Ne gute Investition, wie ich finde. Und dazu gab es viel Spass und Freude, viel zu Erzaehlen und viel zu fluchen. Was will man mehr von seinen Lebensinvestitionen?

Brücke E03: Die Rooomandikk.

Klar, es muss schnell gehen aber nich Husch-Husch. Wenn man sich so nen Schrotthaufen in den Vorgarten stellt, dann muessen Vortschritte gezeigt werden. Egal ob den Nachbarn um weiteres Tiramisu zu sparen oder auch sich selbt um die Motivation hoch zu halten. Nicht zu verachten ist aber bei solch Bauprojekten auch die Zweisamkeit – sieht man ja immer im Fernsehen, wenn sich ein Paar beim normalen Hausbau schon so in die Klotten kriegt, dass ungefaehr auf Höhe des Fussbodenheizungs-Einbaus nicht mehr an einen gemeinsamen Einzug zu denken ist.

Nicht mit mir dachte ich. Erstens wohne ich schon in trauter Zwei- (naja mit Hund auch Zweieinhalb) samkeit und zweitens moechte ich das es auch so bleibt. Also ran an die Brücke und kleine visuelle Akzente setzen, wie man so schoen sagt.

Mal eben die Tuer richtig mokeln und nen 2-Waschbetonplatten-Tritt installieren, damit man die Bruecke vernuenftig betreten kann. Schnell die Dachrinne wenigstens etwas hingedengeln damit es nicht mehr ganz so zerquetscht aussieht, drei bis vier Elektrogenerationen und mindestens drei Kommunikationsgenerationen aus dem Inneren entfernen um zu testen ob die Bruecke auch ohne diese vielen Ueberputzkabel noch feste stehen kann oder ob sie ohne Diese gleich auseinander bricht. Dazu noch gefuehlte 408 Naegel & Schrauben mit viel Kraft, Geschick und Flex aus allen Ecken und Enden der Waende geholt und eine halbe Dose WD-40 an alle irgendwann mal beweglich gewesenen Teile verteilt so das man sich auch mal irgendwo anlehnen kann ohne gleich an einer Blutvergiftung zu sterben. Wenn man jetzt auch in mancher Ecke nen schmierigen Finger bekommt, egal – dafuer richt es ja bekanntlich gut.

Und denn, um dem oben einen druff zu setzen: Gelegtes Erdkabel provisorisch an die Bruecke fuehren und Steckdose und Licht anschliessen. Und ob ihr es glaubt oder nicht – Kabel durchgemessen, neuer Lichtschalter rein, Strom ran und die noch installierte Gluehbirne funktioniert! Scheiss auf LED – Gluebirne rocks!

Ach, und nicht genug – es soll ja romantisch sein, unter dem machen wir es ja nicht: Blumen aufn Tisch, Licht an und die Flex aus – Romandikk pur. Der Fuehling kann kommen, und wir begiessen das ganze mit einem kraeftigen Fruehlingsgewitter

Brücke E02: Die Milch machts.

Nun steht sie da, die Schiffsbrücke und modert nun bei uns weiter vor sich hin. Zwar ist sie aus dem Erdschutt ausgegraben, die Brennholzscheitel um sie sind elimniert doch der Zahn der Zeit nagt weiter und weiter und weiter.

Mit einem Hammer bewaffnet ging es an die rotten Stellen und ich haute einfach mal drauf. Sowas kann ich ja gut: Nicht nachdenken, bloss keine Empathie zeigen, sondern einfach druff. Feste & Ordentlich. Meisstens bröselt es dann immer und selbiges passierte dann auch hier. An den Durchgerotteten Stellen bröselte diverses Zeuch hinter der Blechverkleidung hervor und ich hoerte erst mit dem Hammer auf, als der Broeselfluss versiegte.

Ich dachte ja die Brücke sei aus Stahl, doch scheint auch Anders verbaut zu sein. Die Broesel fuehlen sich eher nach zerriebenem Kalksandstein an als nach verrottetem Stahl. Auch Salzkristalle (oder zunindest etwas aehnliches) sind dabei, diese kommen jedoch als 5-Mark Stueck grosse Brocken aus der Zwischenwand. Das faszinierendste ist jedoch fluessig: Heute morgen schien an einer Stelle Milch ausgelaufen zu sein! Nein, nein, wir waren es nicht – bisher gab es im Umkreis von 5 Meter nur Bier,- niemand trinkt hier Milch und koennte etwas verschuettet haben! Nur was ist das?

Und damit nicht genug mit der Fragerei – auch innen tut sich ein Ding auf, welches ich nicht einzuordnen weiss: Es sieht so aus, wie ein Dampfablasshebel einer Dampfeisenbahn, ein Hebel den man ziehen kann und oben auf dem Dach bewegt sich dann ein Bolzen nach Unten. Hergestellt scheinbar in Kiel und unten rum leider vollkommen verrottet. Da bewegt sich auch mit dem Hammer nix mehr. Egal, das Ding wird schon sehen, was es davon hat hier gelandet zu sein. Mir entkommt da nix. Auch damit wird sich beschaeftigt.

Und selbstverstaendlich nagte an mir die Neugierde, so das ich mich ziemlich schnell auf dem Dach unserer Schiffsbruecke wiederfand. Mit einem meiner groessten Schraubenschluessel ging es dran dieses Ding von Oben zu entdecken – ich musste sehen was da in diesem blassen „Verkehrshut“ drin steckt. Und tatsaechlich – nix anneres als das Fuehrungsrohr fuer diesen Bolzen, der da oben rausragt und zur Zeit nicht bewegt werden kann.

Hmmm …

PS: Wer nicht weiss wie gross nen 5-Mark Stueck ist, der ist so jung, den interessiert das hier wohl eh nicht ; )
PSPS: Firma IBAK in Kiel ist Angefragt, mal gucken ob die sich erinnern koennen.

Brücke E01: Erwachsen sein is scho geil!

Man darf dabei halt nur nicht erwachsen werden. Man kann dann machen was man will & was einem die Eltern nie durchgehen lassen haetten. Jedenfalls denke ich, dass meine Mutter mir bei meiner Verschoenerungsidee fuer ihren Vorgarten nen Vogel gezeigt haette. Und auch sonst haette ich damals, als ich noch nicht Erwachsen war, wohl ausser meinem Opa niemanden gefunden der meine viele Ideen mitmacht. Opa ist tod, dafuer hab ich nu ne Frau – die nich nur viel juenger ist, sondern auch besser aussieht und immer fuer Verschoenerungen der bestimmten Art zu haben ist.

Der Dialog ging in etwa so: „Du da steht ne alte Schiffsbruecke aufm Bauhof. Wollen wir die in den Vorgarten packen?“ – „Oh ja, super. Her damit“ – „Ok, dann sag dem Bauern bescheid, der soll die Hecke mit dem Trecker wegreissen.“

Viel mehr Worte & Ueberzeugungsarbeit brauchte es nur bei den Nachbarn. Mit Tiramisu bewaffnet zog die Frau Reih-um und holte sich von wohlwollendem Nicken bis hin zu kopfschuettelnder Unsicherheit alles ab, was die wortkarge Gefuehlswelt hier in Norddeutschland hergibt. Musste also nur noch die Gemeinde und das Land Niedersachsen zustimmen um das kleine Transportgeraet hier in unsere Strasse zu lassen. Ich bin froh das es damit geklappt hat, denn der Bauer mit dem Trecker war mit dem vernichten der Hecke schneller fertig als das kleine Erlaubnispapier fuer Tieflader & Kran.

Gute zwei Stunden hat es gedauert bis es die alte Schiffsbruecke von ihrem Friedhofsplatz zu uns in die Hecke geschafft hatte. Unter den Augen von einigen Zuschauern flog sie ins Nest und machte es sich bequem. Das Loch in der Hecke schien wie fuer sie gemacht, als ob sie nie irgendwo anders hin wollte, als ob sie schon immer davon getraeumt hat bei uns im Vorgarten zu stehen. Win – Win nennt man sowas, wenn alle Beteiligten ihren Willen kriegen. Die Nachbarn das Tiramisu, die Schiffsbrueck ihre Hecke & wir ne Schiffsbruecke im Vorgarten. Wollt ich immer scho ma haben.

Nun geht es dran die Nachbarn nicht auf Dauer mit dem noch vorhandenen morbiden Scharm zu vergraueln. Viel Arbeitet wartet. Und wenn das alles so flott von der Hand geht, wie das verdammt-verdreckte-scheiss-vier-Stunden-Aufbohren des Tuerschlosses, na dann sollte der Fuenfjahresplan eingehalten werden koennen und wir koennen noch vor Eroeffnung des Berliner Flughafens Schiffstaufe feiern. Und da freuen sich selbst Brummi- & Kranfahrer drauf, denn so nen Bloedsinn scheinen die auch nicht jeden Tag zu machen ;-).

Iiiisch haaabe gar kein Internet.

Es ist schon seit einigen Jahren soweit, wie ich es schon zu Beginn der Zeit vorhergesagt habe: Das Fass ist voll und ich muss meinen Rechner vom Internet trennen.

Schon damals – als wir noch ne Hand voll Leute waren, Brennstäbe Hoch- und Runterfahren noch lustig war und wir noch den eigenen Akustikkoppler oder unser eigenes Modem mitbrachten, wenn wir eine Telefonleitung fuer das Netz benutzten – war klar, dass es irgendwann Überhand nimmt: Es wurden zu viele Begehrlichkeiten geweckt und die Profitgier siegt ueber jede Vernunft die Datensicherheit angeht und „Big Data“ wird zum Spielplatz aller Geier dieser Welt.

Aus diesen und noch viel Mehr Gründen bin ich nun getrennt vom Netz. Mein internes Netz in dem sich meine Daten befinden und der Rechner auf dem ich meine Gedanken niederschreibe hat keinen Zugriff auf das Internet mehr. Lange Zeit habe ich darueber nachgedacht, wie dies zu realisieren ist ohne doch den Kontakt zum Netz zu verlieren und nun nach viel rumprobieren, konfigurieren und sammeln der ersten Erfahrungen hier mein Konzept fuer das Netzfreie Netz:

Mein Rechner hat nach Aussen nur noch Zugriff auf einen Sprungserver, der in einem getrennten Netz steht. Jedweiliger Verkehr raus und rein in die verschiedene Netze laeuft durch eine Firewall, die sicherstellt, dass mein Rechner nur noch auf den virtuellen PC auf dem Sprungserver darf. Von dort aus kann ich mit verschiedenen Sicherheitseinstellungen dann fast normal durchs Netz wandern.

/Das_boese_Netz

Fast Normal bedeutet diverse Einschraenkungen, denn auch dort auf dem virtuellen PC ist nicht alles erlaubt – wie auf jedem Spielplatz gibt es diverse Regeln, Gebote und Verbote – und da muss auch ich mich endlich dran halten, wenn ich es denn damals schon nicht auf dem Platz mit dem Sand tat, dann doch bitte jetzt ; )

Und damit es schoen historisch wird – ich erinnere mich da an meine ersten Tippversuche auf einem „dummen Terminal“ zu hause, welches Papa mal mitbrachte: Da konnte ich den Tag ueber drauf tippen, dann war Bettzeit angesagt und die Kiste musste Aus – und schon war alles weg: Das Ding hatte nur fluechtigen Speicher. Und so ist es auch hier in etwa: Mein virtueller PC wird sehr regelmaessig zum Vergessen gezwungen,- alles an Erinnerungen kommt weg und jeden Tag sitze ich da als ob ein neuer Rechner vor mir steht und nicht wie viele Jahre zuvor als mich jeden Morgen der Schlag bei den vielen geoeffneten Tabs traf ; )

Soweit alles Gut. Komplex wird es, wenn die Frau im Haus diverse Smarphones Nutzt und darueber hinaus von Verbotsschilder auf dem Spielplatz ungefaehr so viel haelt, wie die ein Dachdecker von einem Baecker. Da wird es dann alternativlos und man muss eben ausgrenzen koennen: Die Frau kommt nicht mehr rein, Smartphones und anderes noch so schlimmes Zeuch inkl. andere sich nicht diszipliniert verhaltende Menschen bleiben eben draussen. Kein Zugriff auf das interne Netz und die Daten, fertig aus.

Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis die Restriktionen wie zB keine redundante Datenhaltung ihre Wirkung zeigen und sich manch einer dann doch disziplinieren mag ; ) – Bis dahin gibt es verschiedene Netze, viele Regeln in der Firewall und Einschraenkungen fuer Alle, auch im „Bei weitem Boesen Netz“ für die Frau, Smartphones & Fernseher – denn ihr glaubt doch nicht wirklich, das dieser neumodische – hey ich muss erstmal nen Update aus’m Netz runterladen, bevor ich das erste mal angehe – Fernseher bei mir noch viele Rechte hat oder das hier auch nur einer ohne transparent Proxy raus kommt?! Nee, nee, nicht in diesem Haushalt.

Wer mehr wissen moechte, sich fuer technische Stolpersteine interessiert oder auch ohne Reden nen Bier trinken will, der kommt einfach physisch Vorbei. Unser Haus ist ja bekanntlich noch nicht mal von Zimmern unterteilt und man muss einfach nur klingeln – meisst ist man dann schneller Drin & hat nen Bier am Hals, als derjenige der nur „eben mal“ Zugriff aufs Netz fuer sein Smartphone haben moechte ; )

PS: Ja, ja – fast zwei Jahre. Schiet drup.

Mahlzeit.

Das Jahr zweiundvierzig ist vorbei und es geht weiter. Da wohn ich jetzt ja in diesem kleinen Dorf, direkt hinterm Deich und der alte Punk wird nun endgueltig alt.

Das an sich ist nichts Schlechtes, denn die Grundzuege von Aufmerksamkeit, Genuss und der niemals vorhandenen Lieblosigkeit finden somit immer mehr Ihren Meister und fuehren dazu, dass ich immer ruhiger und gelassener werde indem ich meine Bezugsmenge des Lebens sehr reduziere. Warum ueber Dinge aufregen, die ausserhalb meiner Bezugsmenge passieren. Ich hab lange genug in die Welt gebruellt und nun ist nur noch dediziert Unruhe angesagt.

Extrovertisen hin oder her. Wer wirklich schnacken moechte kommt in das kleine Dorf. Der Rest bekommt hier zu sehen, was es zu sehen gibt. Nicht mehr und nicht weniger.

Gartenarbeit & Beberichspass am 21./22.März

Nun sitzen wir hier schon vier Wochen hinter dem Deich und geniessen das Leben – das muss anders werden dachten wir uns und so ging es am Wochenende auf und ab in den Garten! Immer noch hinterm Deich, aber dafuer stehend & bückend und überhaupt nicht faul brachten wir den Garten unter der Leitung von Doktor Professor Papa-Gartenmeister an einem Tag in einen Zustand, der mir schon sehr gefällt.

Ein richtiges Familienevent mit Mama, Papa, Frau & Hund ;-)

Natürlich waren wir so fleissig, dass gar keine Fotos zustande kamen. Rasenkante stechen, Bäume & Büsche beschneiden, Maulwurshügel entfernen, Beete erhöhen, Unkraut rupfen, Strasse fegen und vieles mehr. Nur ein kleines Highlight fand seinen Weg auf den Fotosensor: Der Weidenzaun. Angelegt von den Ureinwohnern des Hauses, fortgeführt von Sarah – mal gucken wie lange er dem Wind stand hält ;)

Weidenzaun

Und klar, wer so fleissig angefangen hat kann sich jetzt nicht mehr auf die faule Haut legen. Drum machen wir am 21. und 22. März weiter – nicht hier in P hinterm Deich, sondern in K, da wo es keinen Deich, aber doch Wasser gibt.

Am naechsten Wochenende, Freitag 21. März und Samstag, den 21. März gibt es den alljährlichen Beberich-Frühjahrs-Spass. Diesmal in abgespeckter Form und ohne die lässtigen Arbeiten (Putzen fällt nämlich weg). Es wird das Unterwasserschff mit neuem Antifouling versorgt. Sollte sich wer einfinden und Spass am Helfen haben, finden wir ggf. auch noch andere kleiner (niedere ;-) Arbeiten. Alles in Allem verschieben wir das putzen & polieren aber auf den Liegeplatz. Nicht nur aus Zeitgründen, sondern ich möchte das einfach am Schwimmsteg mal ausprobieren – ggf. ist das doch etwas bequemer als auf Böcken und Bohlen zu putzen was das Zeug hält – macht euch also drauf gefasst, dass die Putzsession (mit nicht weniger Spass) noch kommen wird ;-)

Irgendwie hab ich ja eh den Eindruck, dass irgendwie alles Spass machen kann. Man muss nur mit dem richtigen Blick und der richtigen EInstellung an die Sache ran … ok, Hundhäufchen von unserm neuen Rudelmitglied weg machen …. hmm … vielleicht gibt es doch Ausnahmen ;)

Wer also Zeit & Lust auf des Beberich-Frühjahrs-Spass hat meldet sich einfach. Helfende Hände und klugscheisserische Münder sind immer gern gesehen!

Danke!

Moin zusammen,

der Umzug ist durch, die Kartons sind bis auf Zwei ausgepackt und zusaetzlich wurde unser Rudel um ein Mitglied erweitert. Natuerlich gegen meinen Willen – aber was soll ManN machen: Ich darf nun wie in meinen kuehnsten Traeumen herbeigesehnt fuer immer hinterm Deich wohnen, Krabben essen, Watt laufen und dem Kuddel Seemannsknoten beibringen!

Kuddel beim Knoten ueben.

Vielen Dank an alle Helfer, auch an Emil & seinen Freund. Tatkraeftig haben sie alle angepackt, auch wenn Einige dachten so ein LKW Beladen dauert laenger als 75 Minuten ;). Ich glaube wir waren ganz gut organisiert und so brachte der Umzug wieder Mal viel Spass und „eigentlich“ ist es schade, dass wir so was nicht mehr machen duerfen. Wir bleiben ab Sofort hier hinterm Deich und geniessen die Wilde Welt hier im Land Wursten.

Und wieder Mal zeigte sich sehr deutlich: Unsere Freunde sind das Beste, was es fuer Gullasch zu kaufen gibt! DANKE!

Ahoi. Sarah & Sven