Mäusekäfig bauen (1/2)

Der eckige Teil, noch ohne Tür.

Für ein 100cm x 40cm x 40cm Aquarium soll ein aufsteckbarer Mäusekäfig für unsere zwei „zufällig“ zu uns gestossenen Mäuse entstehen. Besonderheit dabei: Der Aufsatz soll nur 80cm breit in die Höhe gehen, da dies der Breite unser Mittelpfeilers im Haus entspricht und auch die „Deckoeinbuchtung“ in eben selbigem Pfeiler soll ausgenutzt werden. Das ganze soll sich natürlich der abgerundeten Sprossenfesteroptik des Hauses anpassen. – Wieder mal eine grandiose Idee der Froo – Eckig reicht ja nicht, muss rund mit Sprossenoptik sein; vielen Dank ;)

Nachdem die Leisten genutet, gefräst und watt weiss ich waren (siehe auch Beitrag „Ne MäuseApp ist ja schön und gut…„) ging es an den Zusammenbau meiner erdachten Konstruktion. Große Zeichnungen hatte ich bis auf die Grundform nicht angefertigt und so war ich gespannt ob alles wenigstens annähernd passt ;)

Die Holzleisten passten soweit gut zusammen. Interessant wurde es beim Zusammenführen von Nagergitter und den Fugen in den Leisten: Versucht es erst gar nicht ein Nagergitter, welches mit der Blechschere geschnitten wurde in eine 2,8mm (Breite meines Sägeblattes an der Tischkreissäge) breite Nut zu fummeln – das geht nicht ;)

Zwei Abende hab ich es versucht, geflucht und immer wieder aufgegeben. Die kleines abgeschnittenen Drähte verklemmen sich immer wieder im Holz. Man bekommt sie einfach nicht in den Griff, immer hakt es irgendwo und das Gitter will auch auf kleinen Strecken (zB 30cm) nicht in der Nut verschwinden.

Gaffa-/Panzertape ist der Geheimtrick!

Irgendwann fragte ich mich ob Panzertape ggf. helfen würde? Und es hilft! Nur noch mit Panzertape, nie mehr ohne! Einfach ein schmales Tape um die geschnittene Kante kleben – hiermit bekommt man nicht nur die kleinen Drähte in den Griff und kann sie „glätten“, man bekommt auch Stabilität in das sich ewig aufrollende und verbiegende Drahtgeflecht. Das geht so gut, das man ganz entspannt auch auf über einem Meter den Draht in die Nut einfädeln kann!

Also, wer Nagerdraht in eine Holznut bekommen möchte, der umklebt die Kanten mit Tape, welches in den Nuten verschwindet und nicht sichtbar ist. An manchen Ecken überstehendes Tape hab ich mit einem Kuttermesser einfach später entfernt.

Man muss bei der ganzen Konstruktion darauf achten, wann man Holzteile zusammenleimt. Ich habe erst den unteren und oberen Rahmen verleimt, dann auf dem Unteren die vertikalen Leisten gesteckt, dann die Gitter eingefädelt und erst dann verleimt. Am Ende hab ich dann die Gitter noch in den Nuten verschraubt, da ich Angst habe, das man es an mancher Stelle ggf wieder herausbiegen kann, wenn man als grosse Maus nur lange genug rödelt – Wahrscheinlich unbegründet, die Angst, aber was solls – so hilt das Gitter auch bei der Gesamtstabilität der Konstruktion.

Leider kann ich die Schrauben nicht tief genug versenken um Diese unter Holzrundstäben zu verstecken – das ging nur an einer Leiste, wo ich meine Nut nicht mittig gesetzt habe. Bei mittiger Nut in 34mm breiten Leisten bleibt einfach nicht genügend Tiefe um das vernünftig zu machen (zumindest für mich nicht ;) – So sieht man nun zur Gittersicherung doch Schrauben. Nicht geplant, aber nicht schlim – am Ende wird es ja noch weiss gestrichen. Nächstes Mal kommen die Nuten nicht mittig.

Detail Achtern mit Klappe.

Einfacher als gedacht stellte sich die Konstruktion für die abgerundete Dekolücke heraus – Erst die kleine Gitterkonstruktion als selbsttragendes Teil gebaut – diesmal mit Rückplatte und vorderem Rundbogen und dann auf die vorgesehene Querleiste geschraubt und das Gitter der grossen Box drumherumgebaut. Insgesamt gilt hier wie bei allem: Etwas vordenken und dann einfach machen, zwischendurch wieder innehalten, etwas denken – auch ein paar Schritte voraus – und weitermachen. So habe ich mich auch beim zurechtschneiden der Gitter und beim vernuten immer herangetastet. Wichtig ist das „ETWAS voraus Denken“ – Nicht „gar nicht“ Denken und auch nicht versuchen alles voraus zu denken – halt wie im richtgen Leben. Hab ich ja meine Probleme mit, weil ich immer ALLES bedenken will ;)

Gitterverlobung

Das Werkzeug, welches ich bei dieser Konstruktion übrigens lieben gelernt habe sind die Stechbeitel (auch bei der Nothilfe für den Schrank) – Hab ich manches doch schneller mit dem Beitel ausgestemmt als den Multimaster aus der Box geholt.

Bevor es nun an den Sprossenfensterbogen oben geht versogte ich die links offen stehenden 20cm noch mit einem Deckel. Vorher schön gefalzt (etwas vorgedacht ;-) und nun einfach ein kleines Brett fein gesägt – Schubladengriff dran schwups passt es sich perfekt der Falz an ;-).

Der eckige Teil steht nun geschliffen da. Über Tür, Separierungswände, Sprossenfenster und Verschlüsse von Deckel & Tür berichte ich im nächsten Teil … erstmal muss ich weiter fuschen … ;)

PS: Der Nachbar war heute zufällig da. Der war früher Tischler und ist bald 80. Mit einem zustimmenden Nicken in Meine Richtung sagte er: „Das hätte ich nicht von Dir gedacht, Sven, Respekt .- wer hat Dir Schwalbenverbindungen gezeigt?“ – Da bin ich scho a bisserl Stolz drauf, wenn der mit seinen Fingern über die Holzverbindung streicht und sowas sagt – Ja, auch wenn mir bewusst ist, das der sicher keinen Tischlerstandard bei der Beurteilung anlegt, sondern den „Zwei linke Hände-IT-ler Standard“ ;-)


Nothilfe für den Schrank

Vor der Schiffsbrücke kam an anderer Stelle der Hecke ein alter Küchenschrank in unseren Vorgarten. Das Dieser nicht lange halten wird war klar & nun sah er nach zwei jahren auch aus als ob der in den nächsten Minuten zusammenfallen würde: Die Mittlere Platte aus Pressholz war aufgequollen und löste sich auch ohne Mäusehilfe langsam aber sicher auf.

Nicht nur die Nachbarn haben angst um die schöne Keramik im Schrank.

Bei Sonnenschein unterbrach ich für heute den Mäusekäfigbau (demnächst mehr hier) und machte mich an die Nothilfe für den Schrank. Wenigstens noch einen Winter soll er halten, so der Wunsch der Froo.

Operation am offenen Schrank.

Oberteil abgeschraubt und dabei auch gleich die Rueckwand von Selbigem in der Hand gehabt. Dann die Pressholzplatte runtergebröckelt und weitere Schäden entdeckt: Die Seitenecken des Unterschranks waren auch schon so auseinander gequollen, das diese diverse Stützen und Winkel aus der Resteholzkiste bekamen. Zusätzlich musste vorne am Unterschrank noch eine neue Leiste zugesägt werden, da durch das Verziehen das Schrankes diverse Lücken offen standen.

Nachdem der Unterschrank wieder stabil schien kam die neue Platte aus Leimholz auf den Unterschrank. Danach die Rückwand mit diversen Restholzstücken wieder stabil an den Oberschrank und Selbigen wieder auf den Unterschrank. An meinem Bodenpfeiler (hinter dem Schrank, mit Bodenhülse fest verankert) wieder festgeschraubt und die neue Platte und diverse „Stellen“ etwas mit Farbe versorgt.

Nicht neu, aber der Unterschrank hält wieder.

Gute vier Stunden später sieht er wieder so aus, als ob er diesen Winter noch überstehen würde … wir werden sehen.

Ne MäuseApp ist ja schön und gut …

Vor drei Tagen kamen die Mäuse und nun muss alles Wissen für das Mausparadies herhalten, denn das „mal eben schnell“-gekaufte Aquarium kann ja nicht alles sein. Egal ob nun für zwei Wochen oder zwei Jahre.

Das kurzfristig eingerichtete „Maushausen“.

Die Idee ist einen Käfigaufsatz für das Aquarium zu bauen. Ca drei Stockwerke „oben druff“. Der Standplatz wird noch mal gewechselt und aus diesem Grund geht es dann auch nicht die ganze Aquarienbreite in die Höhe, sondern nur 80cm (anstatt der 100cm Breite).

Das ist Pasta; Pasta frisst nur Pasta. (B/P)asta.

„Mal eben schnell fuschen“, dachte ich. Tja, das war wohl nix. Nun sind zwei Tage vergangen und ich sehe langsam Land. Die Phantasie brodelt ja quasi bei solch Ideen und nur „das Nötigste“ war schnell komplex: Es musste eine Möglichkeit gefunden werden, wie man einen Teil des Aquariums reinigen kann ohne das die Mäuse wieder in der Speiseschublade verschwinden ;). „Wir bauen ne Mausklappe, so das wir eine Hälfte des Aquariums absperren können, und die andere Hälfte können wir dann reinigen“, war meine Idee. Die Froo erwiederte „… aber mit App Steuerung!“.

Ja, kein Problem, hatte ich an dem Abend zügig fertig: Wemos D1 spricht Steppermotor an, welcher über eine Webseite gesteuert wird ;-) … aber Praktikabel war das nicht *lach* … aber es geht und auch nach einer dicken Sommerpause brauchte ich nur ca 2 Stunden bis alle Elektronik und Holzprototyparbeiten abgeschlossen waren – die nächste Nacht träumte ich dann von einer mechanischen Handlösung ;) – Und die setze ich auch gerade um.

Prototyp der Mauseklappe – Natürlich mit WebApp.
Rudimentäre Webseitensteuerung ;)

Alles in Allem nur ein paar Balken mit seeeeeehr vielen Sägeschnitten, Falzen, Nuten, Löchern & Gehrungen. Wieder viele Schritte auf dem Weg zum Obermokler ;). Wieder die Grenzen meines Könnens und meiner Werkvorrichtungen kennenlernen, nebenbei mal eine neue Bauen und lernen das auch Diese verbesserungswürdig ist. Details folgen – nur Eines vorweg: Ich muss an meiner Effizienz & Organisation arbeiten … man glaubt es kaum, aber es ist so!

Ungeschliffen aber mit ein paar Nuten versehen.

Der Herbst ist da.

Nach einem Sommer der Seinesgleichen sucht hat es sich die Beberich wieder an Land gemütlich gemacht und genießt die Winterpause. Kaum ist das Abplanen durchgeführt und der Sonnenbrandt etwas abgeklungen geht es auch schon wieder los mit dem Fuschen an Holz & Elektronik:

Zum Geburtstag gab es eine Tischkreissäge – Endlich! Ich haderte schon sehr lange, und wie bei allem Werkzeug schwankte ich zwischen „brauchste nicht, machst ja eh nich wirklich was“ und „ich beutze das Fehlen zu häufig als Ausrede, Dinge nicht zun tun – die Ausrede muss weg ;-)“. Letzteres gewann und nun steht sie da – jetzt schon weit mehr genutzt als die Tauchsäge in den letzten Jahren, dabei steht sie erst wenige Wochen in der Hütte.

Die Tischkreissäge auf dem damit gefuschten Unterschrank.
Werktischgestell noch ungeschliffen ;)

Ich bin ja ein Fuscher,- das weiss hier jeder! Egal, es macht mir Spass mal zu sehen, was man geschaffen hat – auch wenn man es krum & schief geschaffen hat ;) – Der ehlende Job, bei dem man nichts physisches schafft, schafft einen ganz schön ;) – Und drum: Ich hab Spass beim mokeln und kann schon selber Fortschritte sehen:

Nach dem Unterschrank kam ein Werktisch und die Säge musste sogleich für diverse Verblattungen herhalten, einfach drauf los und irgendwie haute es auch hin. Noch lange nicht gut bis sehr gut aber immer Stueck fuer Stueck. Natürlich lernte ich erst nach dem Tisch, wie man gute & passgenaue Verblattungen und Verbindungen hinbekommt *lach* … aber das ist ja echt das feine, ich habe hier viel Spielraum zum lernen und merke wie etwas besser wird und wieviel Arbeit und Erfahrung dazugehört. – Ehrlich; bei dem was ich da jeden Tag für Geld mache habe ich das nicht, ja da bin ich am Zenith – war ich schon immer ;-) (Gut das das hier eh keiner liesst ;-)

Aber ganz ehrlich: Endlich habe ich mal die alte Oma-Weisheit durchbrochen: „Sven macht erst etwas, wenn er es schon kann.“, sagte meine Oma mal. Nein, so ist es nicht Oma: „Ich lerne, und ich kann es noch nicht.“ – Aber pssssst, wie ich schon schrieb: Schiet drup, macht bannig Laune.

Werkstatt mit Werktisch und Säge und diversem anderen Kram.

Der Tisch ist quasi noch nicht ganz fertig (die Arbeitsplatte ist noch nicht fest), da kommt die Froo um die Ecke und meint: „Wir haben Mäuse in der Küche!“ – Nunja, an so einer Maus ist nix dran, und lecker scheinen die auch nicht zu sein. Aus diesem Grund kam die gefangene Maus nicht in die Pfanne, sondern ist das überstürzt gekaufte Aquarium. Kaum war sie eingezogen kam die Zweite hinterher: „Struvelpeter“ und „Pasta“ – sie ernähren sich fast ausschliesslich von Dreifarbnudeln aus unserem Vorratsschrank.

Hundertsechzig Liter sind ja etwas wenig Raum für die Beiden, drum gleich wieder los und Holz für einen Aufsteckkäfig besorgt. Nebenbei: Es ist so cool Erwachsen zu sein; muss ja nicht jedes Mal ne Schiffsbrücke im Vorgarten sein ;-)

Datt Lager

Erst war es ein Scherz in meinem Kopf: „Ich sollte mal langsam Inventur machen“ und dann wurde es eine Notwendigkeit. Ich hab da mal Inventur gemacht und aufgeschrieben, was da in meinem Lager alles Lungert. Weniger um das Freunden zur Verfügung zu stellen, sondern damit ich selbst noch weiss, was genau denn alles so da sein müsste, damit ich den Anderen auch noch was in China lasse ;-)

Faszinierend ist ja auch: Lagerhaltung kann ich besser als das Basteln selbst ;-) Aber egal, macht Spass und ggf. sollte ich auch mal von meinem Kinderspielzeug, meinem Lego, mal ne Lagerliste erstellen …. wer hat Lust zum Steinezählen vorbei zu schauen? ;-)

Die Liste: teile_inventar

Ladet euch die Liste runter und macht nen ‚grep -i‘ drauf. So findet ihr schnell, was da ist und wer etwas schneller als Chinalieferzeiten benötigt gibt ne Mail oder ein Laut von sich. Dies ist keine offizielle Verkaufsliste, dieses ist eine „Wenn jemand was im Freundes- oder Ortschaftskreis schnell mal benötigt“ Liste.

Ich werde sie hier aktuell halten (Wochen/Veränderungsbasis) und noch meinen anderen irgendwie IT relevanten Kram hinzufügen, der im Nachbarlager schlummert ;) – Dann hört ggf. endlich das „Ach hättste man was gesagt, hab ich noch liegen“ Gejammer auf ;-)

Wer ist eig. mein Erbe? Der/Die sollte sich langsam schon mal freuen – so ein inventarisiertes und aufgeräumtes Erbe hat sicherlich noch keiner angetreten *lach* .. ähh Moooment .. ich brauch noch etwas .. bin noch nicht fertig mit sortieren! Dauert noch! ;)

 

Netzteil für ESP, Arduino & Co

Damit ich nicht immer ein passendes Netzteil suchen muss, wenn ich mal wieder einer meiner Bastelein auch ohne USB Anschluss auf meinem Schreibtisch ausprobieren will, habe ich mir ein kleines Netzteil gebastelt.

Basierend auf einem DP20V2A* und zwei LM2596* hab ich nun ein Netzteil, welches mir 3,3V, 5V, 12V direkt ausgibt. Dazu noch einen variablen Ausgang vom DP20V2A. So bekomme ich fast alles, was ich zwischen nix und 12V, 2A benötigen könnte.

Noch nicht eingebaut, da noch nicht geliefert: USB Anschlüsse für 3,3V und 5V.

Man nehme die besagten Teile und packe noch 5 Stück 5.5×2.1 Buchsen* für die Anschlüsse drauf, dazu noch 4 x M3 Schrauben um den Deckel fest mit dem Gehäuse zu verschrauben, ein paar Kabel und den Lötkolben und schon kann man das ausgedruckte Gehäuse mit den Komponenten versorgen.  Natürlich benötigt man noch eine Stromversorgung – Ein Netzteil für das Netzteil ;-) Ich verwende ein ausgedientes 12V, 2A Steckernetzteil mit entsprechendem 5.5×2.1 Anschluss.

Wie fast überall bei meinen Gehäusen können die LM2596 einfach „eingeklickt“ werden, Schrauben benötigt man wirklich nur für den Deckel, denn auch wenn der gut sitzt – durch das An- und Abstecken der Anschlusskabel hab ich es dann doch lieber wirklich fest.

Man könnte sich noch überlegen einen Stein reinzukleben, damit es etwas schwerer wird. Die Bedienung würde damit sicherlich noch etwas einfacher werden, da es dann nicht so schnell verrutscht. Ich werde mal gucken ob/wie sich das realisieren lässt.

Die Druckdatein findet ihr auf thingiverse.com: https://www.thingiverse.com/thing:2809082

Für die Anschlusskabel benutze ich die erwähnten 5.5×2.1 Anschlüssen auf der Seite des Netzteils und auf der anderen Seite, was ich eben benötige. Bei mir sind dies meisst Pins für ein Breadboard. Durch die verwendeten Anschlüsse am Netzteil kann hier alles angeschossen werden, was man benötigt, man muss sich halt nur ein paar Anschlusskabel basteln.

*) Die Links entsprechen KEINER Kaufempfehlung, sie dienen nur der Erklärung was ich verwendet habe.

UPDATE 02/03:
Ein paar Tage später nun auch mit USB Anschlüssen. Meine Löcher waren einen Ticken zu groß, Heisskleber half hier – Ich denke man sollte die eh ankleben um sie nicht irgendwann in der Hand zu haben:

Gehäuse für den Forumslader

Zum Ende der letzte Saison gönnte ich mir endlich den Forumslader inkl IQ-X Scheinwerfer fürs Fahrrad. Eine Ladeelektronik inkl Akku, die an den Dynamo angeschlossen wird und über zwei USB Schnittstellen entsprechend Strom zur Vefügung stellt. Das Ding hat sich bei den Touren als hervorragend herausgestellt und ich wollte endlich mein Gehäuse-Workaround loswerden: Da nichts anderes da war, war es die Zeit über in einem alten Plastikgehäuse eines Auto-Cockpit-Pflegetuches – gesichert mit Socken ;-)

Das neue Gehäuse inkl zwei Deckelversuchen ;)

Nun ist ja aber der 3D Drucker da und sowas wird nu konstruiert. 3D Modelierer würden mich wahrscheinlich für meine Modelle erschlagen, aber was solls – das geringe Wissen über Blender führte zum Ziel. Der Forumslader wurde ausgemessen, ein kleines Teststück ausgedruckt, angepasst und über Nacht komplett gedruckt. Beim Deckel (an der Unterseite) brauchte ich drei Ausdrucke bis es passte – weniger war es die Passgenauigkeit, die stimmte auf Anhieb – es waren die „Nüpsel“, die den Deckel über Kopf sicher am Gehäuse halten sollen. Ich musste etwas rumprobieren, bis ich die richtige Form und Ausdrucksweise (Füllung 100%) gefunden hatte damit sie hart & flexibel genug sind um zu halten und auch wieder lösbar zu sein.

Passt. Ohne weiteres Zutun sitzt der Forumslader perfekt im Gehäuse.

Die entsprechenden STL Datein zum Druck findet ihr auf thingiverse.com:

https://www.thingiverse.com/thing:2803283

Am Rad. Die Möglichkeit für Kabelbinder erweist sich als sehr flexibel.

 

 

 

Ich bin sehr zufrieden mit dem Gehäuse und werde vom Alltagstest berichten, der die nächsten Tage wieder starten wird. Zwar hab ich mit meinen Winterbastelein noch genug auf dem Zettel, doch muss ich langsam auch wieder raus aufs Rad und ab zum Boot!

Es artet aus – wie immer ;-)

Tja, kaum ist das Wochenende da rumpelt es wieder in der Kiste. An zwöf Ecken wird gleichzeitig geschraubt und ich hoffe jedes mal nicht den Überblick zu verlieren. Nachdem die ersten Sensoren in mein Dashboar intergriert waren (ich erwähnte: Grafana) ging es daran auch die anderen Infrastrukturkomponenten dort sichtbar zu machen – zumindest das „sinnvolle“ ;-)

Der Überblick: Temperaturen. „Sinnvoll“ tatsächlich für das Fleisch in den Gefriertruhen und für die Überwachung des Keramik-Brennofens der Froo.

Als erstes wollte ich meinen DSL Leitungszustand sehen – letzte Woche waren wir tatsächlich ein paar Tage mit geringerer Bandbreite angebunden als bezahlt und ich merkte das erst subjektiv. Drum gesucht und nicht wirklich gefunden: Aus diesem Grund aus Codeschnippseln im Netz mal ein kleines Komandozeilentool gebastelt um verschiedene Dinge der Fritzbox abzufragen (ja, kommt online – doch Schritt für Schritt ;-). und ein Zweites um diese Infos dann zum MQTT Server zu geben.

Nebenbei kam ich beim python-phao-mqtt weiter und ich hab meinen ersten rudimentären Überwachungsclient für Linux & macOS der auf den Servern laufen kann. Dieser sendet nicht nur den Onlinestatus – und eben Offline per MQTT Last-Will, sondern auch die laufenden Services ganz einfach per aktueller Prozessliste minus meiner Ausschlussliste, was ich nicht sehen will = dynamische Prozessliste die ich übermittelt bekomme.

Der mehr technische Blick: Was läuft, was lief wann nicht und Personenerkennung über WLAN Signalstärke der Sensoren ;-)

Läuft alles noch nicht so rund, wie ich möchte. Insbesondere die Sensoren melden sich für meinen geschmack noch zu häufig beim MQTT Broker ab und an – ggf liegt das am WLAN, welches ich nebenbei ja auch umgebaut habe. Nicht nur für die Froo, sondern auch für die Sensoren ;) gibt es jetzt ein ziemlich flächendeckendes Mesh aus drei Asus Routern – willkommen in der neuen Welt ;)

Ich mag WLAN ja nicht so, kennt ihr ja – aber was solls – wenns Daten bringt ‚;-) Schon echt faszinierend, was ich aus meinen Popeldaten für Rückschlüsse bez Anwesenheit von Personen und ähnlich schliessen kann. Bringt mich nicht auf die glücklichere Seite des Lebens – rein Welt-Gesamtbetrachtungstechnisch, aber wenigstens weiss ich nun ob es dem Fleisch in der Truhe auch gut geht, das ist wichtig!

PS: Wer in Bremerhaven / Cuxhaven und Umzu irgendein Kleinteil bez. Arduino, ESP8266 und Zubehör, wie Sensoren, Kabel, Ersatzteile für den Creality CR10-S benötigt, der gebe Bescheid: Ich mach den Arduino Späti.

Ich kann zwar für keine Verfügbarkeit garantieren – aber der Postboote meint: Chinas Lager müssten nun leer sein und er wundert sich jeden Tag, das er noch was bringen kann … es ist ja echt fein: Wenn man vor monaten mal angefangen hat was in China zu bestellen, dann trudelt das ja zeitlich sehr variant ein und jeder Tag ist eine Überraschung. Was kommt heute,? „Brauche“ ich das vor anderem Zeug oder leg ich das nur noch auf Halde, weil ich auf Grund der langen Lieferzeit schon vergessen habe, was das überhaupt ist?! ;) Haben ist ja bekanntlich besser als brauchen – und irgendwie nervt es halt, wenn man ne Idee hat und mn dann auf ein Teil wochenlang warten muss – die Wahrscheinlichkeit der Teileverfügbarkeit muss steigen ;) … manchmal klappt es schon sehr gut: Idee & einfach dafür in die Kisten greifen. Sehr fein. Ist halt Lego für „Erwachsende“ … und schon da half nur Quanti- & Diversität ;-)

 

MukTi/one: In freier Wildbahn.

Watt cool: Ich entdeckte den MukTi/one auf der Schiffsbrücke in freier Wildbahn. Er wird täglich benutzt und macht der Froo spass!

Zwar sind schon zwei Themen aufgefallen, die demnächst mal einen Servicetermin rechtfertigen, aber die trüben den MukTi/one Spass keinesfalls.

Soweit ich das beurteilen kann mehr Mukke für die Froo als Tide für den Kuddel, denn eines der Themen ist: Ich hab vergessen das die Tidenanzeige direkt nach dem anschalten aktiviert wird. Bisher landet man im Menü … und das kennen wir alle: Ein Tastendruck ist zu viel, da hätte ich auch nicht jeden Tag bock auf (meine ich ernst).

KleinDing Produktion läuft.

Da die Sensorprodution läuft gab es schon jetzt am Wochenede mit dem Herrn D aus M zusammen eine etwas längliche Config-Session um Grafana, InfluxDB und Homie produktiv zu nehmen. Ich hab nämlich keine Lust irgendwann hunderte von Sensoren umstellen zu müssen ;-) – Mal endlich wurde Verschlüsselung & Co aktiviert und dazu noch eine etwas allgemeinere Erreichbarkeit sichergestellt. Vom nachfolgenden WLAN Umbau ,damit die Sensoren auch an jeder Ecke Netz haben, reden wir mal nicht. Und wie gesagt: Immer wenn Zeit war wurde weiter an meiner Unkenntnis des Lötens & der Elektronik gefeilt ;-) Irgendwie ist das löten ja für mich zur Winter-Meditation geworden…

Nach dem Waschmaschinensensor war ein Sensor für unsere Gefriertruhen auf dem Plan – wie schon im vorherigen Beitrag geschrieben sollen die Nachricht geben, wenn sie mal zu warm werden. Dafür musste ein neuer Sensor her, ein wasserdichter Temperatursensor DS18B20 der über I2C Protokoll angeschlossen wird – wieder viel falsch gemacht, ausprobiert, berichtigt & gelernt. Dazu noch ein Gehäuse nach meinem neuen „KleinDinger“-Standard gefertig und fein. Insgesamt ging das relativ fix für mein zweiten Versuch nen Prototypboard zu löten gar nicht mal so unzufriedenstellend. Dieses mal schon mit Silberdraht, anstatt 100% fliegende Leitungen.

Gleich hinterher gabs das etwas schwierigere Modell: Gas Sensor für die Schiffsbrücke. Die Froo heizt da im Winter mit Gas, und auch wenn die Heizung selbst schon nen Sensor haben soll: Trau, schau, wem. Außerdem kann das eingebaute Teil ja keine SMS senden ;)

Wenn ich beim zweiten Sensor basteln schon manches Mal gedacht hab: Jetzt hab ichs verstanden, so war es hier wieder wie so häufig: Immer einen Schritt vor, zwei zurück, sich Ruhe einreden, Aha-Erlebnis sofort wieder zunichte machen und trotzdem irgendwie vorwärts kommen und Spass haben. Das sind einfach wahnsinnig viele Komponeten, dazu an jeder Ecke neue Themen und dadurch andauern Unsicherheit bezüglich der Ursache, wenn etwas nicht klappt.

Hier mal eben neu: Gas Sensor MQ5 und Shift-Level Converter von 5 auf 3.3v und oben druff noch ein Buzzer zum Piepen. Ewas komplexer als Sensor zwei und zusätzlich auch mit Bauteilmodifikation – SMD LED auf dem Board des Gassensors raus und eine externe LED ran, damit die Kontrolleuchte vernünftig ins Gehäuse integriert werden kann.

Noch zackig ein Gehäuse (es wird tatsächlich langsam fein beim Deseign ;) nach Sveni Standard – auch, wenn es etwas höher muss, kein Problem: mein Workflow in Blender läuft langsam.

Ganz nebenbei hab ich meine Sourcecodes zusammengeführt und vereinheitlicht. Ich möchte nur eine Firmware auf allen Sensoren haben, jedoch möchte ich jeweils nur den benötigten Code kompiliert haben, der für die eingebauten Sensoren notwendig ist. Also eine Datei, für die Sensoren ein paar Variablen setzen, kompilieren und gut. Das läuft soweit für die bisher verwendeten Bauteile und auch wieder ne Ecke gelernt ;)

In der Praxis hat sich das zusammen mit den steckbaren, größeren Bauteilen wie Wemos & Tempsensor schon als sehr fein herausgestellt. Hatte ich hier erst den BMP280 verbaut (Temperatursensor ohne Luftfeuchtigkeit, dafür mit Luftdruck) stellte ich dann fest, dass mich auf der Brücke ja doch die Luftfeuchtigkeit interessiert. Also schnell nen BME280 aus dem Fach, Pins drangelötet, aufgesteckt und Variable im Sourcecode angepasst. Läuft.

Im weiteren Verlauf meiner Tüddelagen werde ich meine Datein hier dann veröffentlichen. Kann dann jeder selbst etwas drauss machen, wenn er will – oder drüber schmunzeln, mir wurscht ;)