Ab zum Oktoberfest!

Und das in Misselwarden! Ich war eingeladen zum Oktoberfest in Misselwarden und da wollte ich auch gerne hin, also begab ich mich mit dem neuen Fahrrad nach hause/nach Padingbüttel zu den Harms, ich freute mich schon sehr auf die Tour und packte die Sache wie Zelt und Co auf mein Fahrrad und fuhr den nächsten Tag los. Im Kopf wie immer den Plan auf Zeltplätzen zu übernachten doch das Wetter versprach nix gutes – zumindest wenn man Gut mit Sonne gleichsetzt. Das Wetter war sehr durchwachsen, da ich den obigen Vergleich eher nicht in meinem Kopf hatte hiess es nur die richtige Jacke anziehen und los ging es!

„Ab zum Oktoberfest!“ weiterlesen

Zurück! … mit ohne Wasser :(

Nach der Abholtour des Fahrrades ging es am nächste Tag zurück auf die Elbe, ich sass genug in Dresden und wollte Lysann und auch Dresden verlassen – die Gedanken müssen auch mal wieder anderswo schweifen ; -)

Es gab nicht viel Wasser, und gefühlt war es ggf auch nen ticken weniger als auf der Hinfahrt, jedoch schätze ich das würde schon gehen und so kam ich auch an der ersten Untiefe in Meissen gut durch, wunderte mich wieder über die manchmal „Zuschüttversuche“ der Elbe und kam Abends irgendwo an – jedenfalls, wo anders als auf der Hinfahrt ; -)

„Zurück! … mit ohne Wasser :(“ weiterlesen

In Dresden!

Insgesamt musste ich ja ein paar Tage in Dresden verbringen – muss, weil es kein Wasser gab ; -) Nicht aus der Leitung, sondern wie mitlerweile allgemein bekannt in der Elbe! Der Hafenmeister gab mir ein paar Hinweise, wie man erkennen konnte das es in der Elbe kein Wasser gibt, er macht es an einem Stein klar: „Wenn man den sehen kann, dann ist Ebbe!“ , ich sah den kompletten Stein!

„In Dresden!“ weiterlesen

Mit dem Rad nach Meissen und auch nach Gladbeck … äh ne, nach Bertsdorf.

Tja, da war ich nun in Dresden und so nervös wie schön lange nicht mehr! Es war warm, schon eher heiss, aber darum verbog sich mein Gefühl nicht so. Ich bin ja aus nem Grund hier gelandet, und die Fahrt hierher war nicht nur von niedrigem Wasser geprägt, sondern auch von einem niedrigen Informationsstand. Lysann antwortet nicht auf SMS und Mail und am Ende besorgte ich mir sogar die Privatadresse von Lysann von meiner Mama. irgendwie stieg in mir ein Gefühl auf als ob wir uns damals im Ärger getrennt haben oder ich eben irgendwelchen Blödsinn in den Jahren verzapft habe, so das sie auf jeden Fall verärgert auf mich reagieren wird … naja es nütze nix und ich stiefelte mal los zu ihrem Laden in Dresden. Ich legte mir diverse Anfangsgespräche zurecht, die natürlich alle nicht eintraten und schwitze auf dem Weg ganz schön. Ich versuchte immer im Schatten zu gehen, so war die Sonne weg und ich versuchte den Spaziergang zu geniessen, aber das war echt bei der Nervosität nicht drin.

Irgendwann kam ich da an, wo der Laden stand und ich versuchte mich abzulenken, ich schaute genau was für Läden sonst noch da sind, wieviele Fahrräder auf der Strasse stehen und weiteren Blödsinn.

Ich betrat den Laden, eine kleine helle Glocke ertönte und da stand Sie: Schön wie eh und jeh, dazu zurückhaltend und lächelnd. Eine Frau mit so schöner Haut, wie ich sie selten sah! Aber das ist ne andere Geschichte, und sicherlich nicht mehr in meinem Geschichtsbuch. Wir wechselten ein „Hallo“ und irgendwie war alles anders als ich mir das ausgemalt hatte. Es war entspannt und schön. An das Gespräch dann kann ich mich nicht erinnern, nur noch das dann bald Feierabend war und wir gemeinsam einen Stück des Wegen gingen und belanglos verblieben. „Ich komm dann mal beim Boot vorbei“ hiess es und so war ich wieder alleine und vollkommen geflashed was da gerade passiert war! Ich fühlte völlige Entspanntheit und vielleicht sogar Glück in mir und ging dann mit diesen Gefühlen! zurück zum Boot wo sich alles sofort wieder umkrempelte und ich darüber nachdachte: Wann kommt sie? Wie geht das weiter? Was mache ich solange? Warum bin ich hier? Und noch vieles mehr.

So entschied ich mich den nächsten Tag für eine Radtour nach Meissen, der Tag muss ja irgendwie rumgehen, und wer weiss was ich anstelle, wenn ich hier nun mehrere Stunden nur rumsitze. Es war weiterhin sehr warm und so fuhr ich schon am frühen Vormittag die Elbe Richtung Meissen los, nicht ohne an der Wohnung von Lysann vorbei zu schauen – falls ich doch irgendwann wissen muss wo sie wohnt, wollte ich den Weg dorthin schon mal gefahren/gelaufen sein. Es lag eh quasi auf dem Weg ; -) Und bei rund 20km Weg fiel das jetzt nicht so auf : -) So fuhr ich immer der Elbe entlang und es war nicht nur warm, sondern auch schön und entspannend, dabei dachte ich viel daran, das es wohl die letzte Tour mit dem alten Rad sein würde, wo ich in ein paar Tagen meine Neues aus Bremerhaven holen würde … und so stieg in mir ein Trotzgedanke hoch: Nein, das soll nicht die letzte Tour sein, das ja Kinderkacke hier – immer an der Elbe lang, immer gerade aus, kein Hügel und dann nur 20km, das darf nicht die letzte sein. In Meißen landete ich dann am Fusse des Schlosses und ging die Treppen hinauf um auf dem inneren Schlossplatz dann ein Kaffe zu mir zu nehmen. Dabei lauschte ich wie immer den Passanten und Päärchen die sich dort fanden und war manchen Moment glücklich das ich alleine war …

„Mit dem Rad nach Meissen und auch nach Gladbeck … äh ne, nach Bertsdorf.“ weiterlesen

Und wieder ruff aufs Boot!

Kaum in Neu Darchau angekommen ging es wieder n Bord und weiter die Elbe hoch. Als erstes ging es nach Hitzacker: Ein Hafen! Ein richtiger Hafen, wow! Die Einfahrt dorthin war eher ohne Wasser und so ziemlich eng – und es gab noch ne Brücke unter die ich drunter musste. Tatsächlich wohl nur zu schaffen, weil so wenig Wasser da war. Das war auf jeden Fall etwas gutes und einer der Vorteile von so einem Boot – klein und schmächtig ; -) … und so landete ich dort im Hafen, der scheinbar erst ein paar Jahre alt war … alles ziemlich neu, und Überkandidelt …. sicher sicher gegen Jahrtausend Hochwasser und auch darauf vorbereitet das irgendwann 3 Hafenmeister dort arbeiten ; -)

Aaaber nur eine Dusche ; -) Dafür so gross wie meine Küche!

„Und wieder ruff aufs Boot!“ weiterlesen

Es ging weiter die Elbe hinauf …nicht weit! [2/2]

Nach dem schönen Hafen auf der Schleuseninsel ging es am nächsten Tag weiter – mit großem Elan in großen Schritten … es lief gut und ich sah andere Boote – auch wenn es übergreifend eher leer war … am Nachmittag berührte ich mehrfach den Grund und wurde unsicher mit den Tonnen – sp fuhr ich die größte Zeit hinter einem andern Boot hinterher ; -)

Gefühlt wurde es immer flacher und es gab ein Gebiet – kurz hinter einem kleinen hafen wo ich dann aufgab, eigentlich wollte ich weiter, doch das war mir zu wenig Wasser und so drehte ich um um und lief den kleinen Hafen an und machte am Kopfsteg fest da mir das alles wirklich etwas klein auf mich wirkte.

Ich rief den Hafenmeister an und der kam auch ziemlich schnell und fragte:

„Es ging weiter die Elbe hinauf …nicht weit! [2/2]“ weiterlesen

Rallarvegen in Bewegung.

Seitdem ich wieder da bin hänge ich noch mehr in der Kurve als sowieso in meinem Leben. Die Fliehkraft drückt und ich muss sehen, dass ich irgendwie in der Kurve bleibe.

Endlich habe ich es geschafft ein paar Videoschnippsel zusammenzustöpseln damit man auch mal sieht wie es sich auf dem Rallarvegen bewegt. Alles nicht mit der Intension aufgenommen um etwas professionelles abzuliefern und am Ende einfach nur ein kurzes Video um in ein paar Jahren meine eigene Hirnstimulation.

Sven auf dem Rallarvegen im August 2020.

Auf der Tour hatte ich bis zum Ende des Rallarvegens fast nie Musik im Ohr. Auf der Schnellfähre nach Bergen gab es dann aber fast die ganze Zeit „Supercut“ in Dauerschleife… und ggf. liefen da genau selbige Bilder in meinem Kopf ab. Ihr könnt Euch das Video also als Momentaufnahme meiner Hirnwindungen zur Zeit dieses Tweets vorstellen:

Hinter den eigentlichen Videoschnippseln findet sich die Abfahrt ins Tal, die man auf dem Rallarvegen erfahren darf. Wer sattelfest ist geniesst das Bremsgequitsche dort auch – und ja, nächstes Mal nehme ich vielleicht wirklich mal ne Helmkamera mit, oder so – Einhändig am Lenker eine solche Abfahrt hinunter macht auch nur halb so viel Spass : )

Thanks to Lorde for not only „Supercut“.
Das Zeug hält mich irgendwie in der Kurve.

Rallarvegen.

Ich bin zurück. Knapp 2700km und über 20.000hm liegen hinter mir.
Das Beste davon: Der Rallarvegen.

Die Tour kann man in Kurzform auf Polarsteps nachlesen, dort habe ich quasi live berichtet: https://www.polarsteps.com/gruenewelle/3615442-norwegen-2020

Das Plakat in gross, gibt es hier als PDF.

Hier folgt noch ein zusammenfassender Bericht, dauert aber noch ; )

Mein persönliches DIN A1 Tour-Plakat ; )

T-1: 7 Uhr Vierundreissig und wach.

Für die einen ist es fast mittags. Für Sven ist das mitten in der Nacht. Die Konsistenz-prüf-Träume auf Paragraphenbasis des täglichen Jobs sind den Steckenkosistenszprüfungstäumen gewichen. Hab nun lange genug Strecken „ausgemalt“ und am Ende noch mal alles neu Strukturiert, da ich mal ein neues Planungsfeature meiner genutzen Software ausprobieren wollte: Nu is aber wirklich Schluss mit Planung, ehrlich.

Die Staffeln der Reise stehen fest! Freut euch auf 6 spannende Stück davon. Sendezeit Juli bis August 2020. Doch denkt dran, das wird wie überall: Die Staffeln werden grossmundig verkündet und nach hinten raus wird die Serie eher langweilig, weil sie nur altes Zeug aufkocht. Wird in Norwegen auch so sein, denn irgendwann locken Berg und Wasser auch keinen mehr hinterm Ofen hervor. Ich versuch mal die Spannung mit kleinen Sonderebisoden aufrecht zu erhalten- wird scho gut werden ; -), dafür stehe ich mit meinem Namen.

Selbst der Pruder hat seine Tasche fast gepackt. Einer der startenden Hauptcharaktere,- mehr Spoileralarm gibt es aber nicht ;-).

Uns fehlt noch etwas Spiritus und ganz besonders das hochleben lassen unserer Mutter. Denn die hat heute ihren Ehrentag. HAPPY BIRTHDAY Mama. Und jetzt versteht ihr auch, warum T-1 voll Sinn macht.

Die Staffel werden ab Morgen auf folgenden Medien ausgestrahlt:

https://www.polarsteps.com/gruenewelle/3615442-norwegen-2020

und

https://twitter.com/2berich/

Die geplanten Tagesrouten der Staffeln gibt es unter:

https://www.komoot.de/user/200455140014/collections?type=created

Wer irgendwo zeitlich passend auf der Wegstrecke sitzt melde sich gerne. Einen Besuch in Oslo haben wir schon eingeplant.

STAFFEL 1
STAFFEL 2
STAFFEL 3
STAFFEL 4
STAFFEL 5
STAFFEL 6

Norwegen 2020

Ich bin da was am Planen dran.„, frei nach dem Film „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding (1999)“.

Mit der GrünenWelle über Dänemark nach Norwegen zum Rallervegen , Bergen und zurück.

Immer wieder muss ich ja entscheiden ob ich meinen Sommerurlaub fürs Segeln oder Radfahren nutze. Die letzten Jahre gewann da meist die Beberich, doch dieses Jahr gab es eine Entscheidung der dänischen Regierung für mich – ja, ich bringe jeden zum Arbeiten! ; -)

Da die Beberich dieses Jahr ihren Liegeplatz in Dänemark hätte-haben-sollen, da aber gewisse, aktuelle Ereignisse dazwischen kamen, war es sehr einfach: Die Beberich erholt sich an Land und die GrüneWelle muss ran: Und zwar richtig!

Ich fahr mit dem Fahrrad schon sehr lange mit Zelt und Co bepackt durch die Gegend. Die letzte wochenlange Tour liegt leider schon sehr lange zurück, denn meist kam es in den letzten Jahren ja maximal zu 1-2 Wochen auf dem Rad. Dieses Jahr gibt es fünf Wochen. Nicht ein oder zwei, auch nicht drei, nich 4, sondern 5! Am 29. Juli geht es an der Elbe los, ja nicht ganz direkt von Zuhause, aber ich muss „Kilometer-sparen“ *lach* ; -) und im September bin ich dann wieder da.

Wer Lust hat verfolgt das kleine Abenteuer auf Polarsteps: https://www.polarsteps.com/gruenewelle/3615442-norwegen-2020

Es wird an den schon von der Wasserseite aus besegelten Orten in Dänemark bis Hirtshalts gehen, dann auf die Fähre nach Norwegen. Von Hirtshals dann zum Telemarkkanal und weiter bis Oslo einen alten Freund besuchen. Von dort starte ich dann zu den weissen Flecken und dem Rallervegen. Wenn ich das überlebt habe, geht es weiter in Richtung Westen, irgendwo bei Bergen biege ich wieder ab gen Süden und folge der Küste (soweit das bei der Zerklüftung denn möglich ist) wieder bis nach Kristiansand. Da wieder auf die Fähre und noch eben kurz an der Westseite von Dänemark bis zur Grenze nach Deutschland. Dann ist Feierabend, äh ne, Arbeitsbeginn.

Der Rallarvegen, ich komme von Osten (Geilo) und fahre den roten Punkten bis False hinterher. oder ich schiebe, wer weiss ; -)

Wer mich kennt, weiss, dass ich immer gut Plane(n muss). Natürlich auch bei dieser Strecke. Schnell wurde mir aber klar, dass das ggf. nicht überall funktioniert: Auf dem Rallervegen liegt heute teilweise noch Schnee, nur rund 60 von 80km sind schneefrei. Die heutige Vorhersage ist, dass es am 9. August frei sein wird. Dazu kommt die Zerklüftung des Landes rund Bergen: Da die Fährfahrten von hier zu planen geht – kann man aber auch lassen.

https://www.rallarvegen.com/rallarvegen-report vom 22.7.2020: 
HDet smelter bra med snø om dagen, men det er desverre mye å ta av. Vi trenger 2-3 uker med varmt vær eller mye nedbør for å kunne åpne veien for syklings. Per idag antar vi at det tidligst vil være farbart rundt 9. August. Men alt avhenger av været fremover. Det er noen som bærer sykkelen over hver dag nå, men det er ca 11-13 km som er mer eller mindre dekket med snø. Noe av det i skrått terreng. Så selv for de virkelig spreke anbefaler vi det ikke per idag.

So bleiben weisse Flecken auf der geplanten Route, nicht nur weil da ggf. noch Schnee liegt ; -) Ich weiss, ich werd mich zwischendurch vom Kilometerfressen wegoptimieren müssen ; -) aber ich werde das hinkriegen. In den Bergen plane ich mit weit unter 100km pro Tag, sind ja auch auf dem Streckenabschnitt ab Oslo nur noch ca 15.000 hm die ich bis Hirtshals überwinden muss.

Zwischendurch gibt es auch Links zu gefahrenen Detailrouten auf Twitter: https://www.twitter.com/2berich

Für nen PBP (Paris-Brest-Paris) Fahrer sicherlich nen Klacks, für mich bei dem sonst so 12m Deichhöhenmetern auf 100km anfallen dann doch eher ne gar nicht einzuschätzende Herausforderung (vom Hochgebirge zwischendurch mal abgesehen). Da fallen die guten 6.000 hm auf der Strecke Hirtshals vorher nach Oslo und die 4.000hm in Dänemark auf der Hinroute gar nicht ins Gewicht ; -) Naja, ich denke ihr werdet mich leiden sehen! Suffering (Leiden) is ja hip, wie mir der Singlespeedradler von der königlichen Insel letztes Jahr erzählte. Zumindest hatte er sehr viel „Spass“ dran, der war mir sympatisch – also muss das ja auch was für mich sein.

Streckenabschnitt Oslo-Rallervegen (der „Hügel“ da) – Bergen – Hirtshals, 1200km, 15.000hm. In dieser Darstellung kann man einen Höhenunterschiedes in Form eines Deiches nicht erkennen. Jeder kleiner Hügel hier ist relevant mehr als ein Deich ; -)

Ok, leiden is da natürlich so ne Definitionssache: Ich fahr nicht ohne meine 35kg Gepäck, würde ich nie tun. Ich brauch mein Zelt mit Garage, meine Küche, nen warmen Schlafsack, Essen, Trinken und nen Batzen voll Elektronik – kann ja aus Gewichstgründen nicht so viele Lustigen Taschenbücher mitnehmen , -) Dazu habe ich natürlich auch mein e dabei, dennoch oder gerade deswegen bin ich aber nervös. Ich fahr dahin, wo die Empfehlungen lauten: Papierkarte und Kompass, und ich fahr mit meinem Luxustreckervollelektroschrott dahin. Na das wird ein Spass. Ich bin so nervös, wie schon ewig nicht mehr – und auch das wissen, die die mich kennen: Nervosität ist bei mir eine Grundeinstellung. Das hier jedoch, hat damit nix zu tun.

Suffering ich komme.