Der Fernsehturm Liebt Den Mond

Doch der Mond verhält sich komisch.
Denn er ist so verliebt in die Sonne.
Er läuft ihr immer hinterher.
Und der Fernsehturm ist traurig.
Und der Mond ist melancholisch.

Sie werden nicht zusammenkommen.
Niemals zusammenkommen.
Wie zwei Schienen,
dieser stillgelegten Strecke,
ganz weit draußen.
Niemals zusammenkommen.
Beieinander.
Aber nicht zusammenkommen.

Der Fernsehturm liebt den Mond.
Und der Mond liebt die Sonne.
Und die Sonne ist gelangweilt.
Fühlt sich falsch in dem System.
Und der Fernsehturm ist so, so müde,
Will den Mond auch nicht mehr sehen.
Und die Sterne wollen trösten
und sie fragen:
Kann nicht alles sein wie früher?

Sie werden nicht zusammenkommen.
Niemals zusammenkommen.
Wie zwei Schienen,
dieser stillgelegten Strecke,
ganz weit draußen.
Niemals zusammenkommen.
Beieinander.
Wie zwei Schienen dieses längst vergessenen Gleises.

Der Fernsehturm liebt den Mond.
Und der Mond liebt die Sonne.
Und die Sonne will nur weg hier.
Und die Sternen wollen nur,
dass alles wird wie früher,
dass alles wird wie früher.
Auch früher war es gut.
War es so wie früher?
Kann es denn nicht bitte so sein wie früher?

Sie werde nicht zusammenkommen.
Niemals zusammenkommen.

Und in einer sternenklaren Nacht,
in der keiner schlafen kann,
nimmt der Mond seinen Hut,
seinen ganzen Mut zusammen.
Nur eine leise Frage,
am Ende die bleibt:
Können wir nicht bitte Freunde bleiben?
Können wir nicht Freunde bleiben?

Marcus Wiebusch, Albumtipp “Konfetti”, wenn dann direkt koofen – natürlich als Vinyl.
Gönnt euch euer Leben.

An den Landungsbrücken raus – dieses Bild verdient Applaus!

… oder … .. in Städten mit Häfen haben die Menschen noch Hoffnung… (Bernd Begemann)

Was soll ich machen? Ich bin gut druff. Es geht mir gut, die Arbeit ist scheisse, und auch wenn die Band Kettcar gerade ne “Krativpause” macht, das Leben ist schön!

Klar gibt es kleine & große Dinge, die einem manches Mal einen Dämpfer verpassen oder gar einen dicken Knüppel zwischen die Beine werfen – aber was ist das schon gegen die lange Zeit in der es einem gut geht, in denen man satt auf dem Sofa liegt, dem Rasen beim wachsen zuschaut, sich einfach die Sonne auf den Pelz brennen lässt oder der Hund einem voller inbrunst durchs Gesicht leckt ;-).

Die Welt ist global gesehen schlecht & ein Drecksloch, die Menschen befolgen die einfachsten Regeln nicht mehr – und das werden sie auch weiterhin nicht tun. Wie sangen und singen Kettcar immer wieder: “Mach immer was dein Herz dir sagt.” Und wer weiss, vielleicht nehmt ihr dazu noch ein paar Worte von mir in euer Herz auf und macht damit die Welt ein büschn besser: “Wenn Du Anderen eine Freude oder gar einen Traum erfüllen kannst und Dir es ein Leichtes ist dies zu tun – dann wärst Du ziemlich bescheuert es nicht zu tun!”.

Die Hilfe für einen Radfahrer, der irgendwo im Nirgendwo einen Platten hat und in eurem Kofferraum ist bannig Platz. Die Mutti, die sich freu, wenn ihr das benutze Glas gleich in die Spühlmaschine stellt. Die Oma, die die Einkaufstüte kaum tragen kann und ihr eh mehr für eure Fittness tun wolltet. Der Nachbar, der eure Mülltonne lieber 12 cm weiter links sehen würde – und der Platz ist da. Dem Segelkollegen, der in einem überfüllten Hafen noch einen Liegeplatz sucht schon im Vorfeld die Fender raushängen. Geht aufmerksam durch die schlechte Welt und macht sie besser! Da gibt es viel mehr Momente in denen euch es ein Leichtes ist was zu tun!

Und glaubt mir, all die Dinge gibt es mit Zins & Zinseszins zurück!

Und nun noch einen fuers Gemuet und dann halligalli hoch die Tassen. Nehmt euch eine Stunde Zeit und tankt gute Laune beim Kettcarkonzert – wenn ihr denn wollt. Mir tut das gut und wisst ihr wass: Potten egal, was euch gut tut. Zwischendurch einfach mal machen, in schönen Gedanken schwelgen und ein paar Freudentränen vergiessen.

… und denkt dran: Solange die dicke Frau noch singt ist die Oper noch nicht zu Ende!


… und am Ende singen wir alle zu “Landungsbrücken raus”. Danke Bengi.

konzert

PS: Diese Zeilen haben über 60 Minuten gebraucht, bis sie zu Monitor gebracht wurden. Das Kettcarkonzert macht es möglich ;-)

PSPS: Die Doofen sollen sterben.

PSPSPS: Herzlich Willkommen zu Haus.

Man kann es sicherlich uebertreiben – doch ich kann nicht genug davon bekommen *doppelZackUndFettGrins* …


http://www.youtube.com/watch?v=29cm16RBsfg

http://www.youtube.com/watch?v=N_C91slWaSU

http://www.youtube.com/watch?v=Kz1o3Sxap6A


http://www.youtube.com/watch?v=RInOB2ujFQg

http://www.youtube.com/watch?v=38AsczuyR-w


http://www.youtube.com/watch?v=8eZ3AaiBnU0

Zurück in/an die Vergangenheit …

Vinyl am Deich.
Leider fand ich diesen Winter nur wenige Momente mich dem Vinylgenuss hinzugeben. Zu viel Kopf & Zeit verschlang unsere Neu- / Wiederorientierung. Hiess es vor fast genau fünf Jahren schon “Nordish by Nature”, so werden wir diesen Leitspruch nun vollenden. Vom Badesee im Nordosten Deutschlands zieht es uns an den schroffen Deich auf die Westseite südlich der Elbe. Für mich teilweise eine Reise in die Vergangenheit, für meine Allerliebste – wieder mal – eine Reise in Neuland. Wir sind nun alt genug und setzen uns hinter’m Deich zur Ruhe und freuen uns auf alte Bekannte, Freunde & neue Abenteuer!

Wer mag ist natuerlich herzlich zum Schleppen, Beistehen, Klugscheissen oder einfach nur Dabeisein eingeladen. Zeithorizont Februar/März 2014.

Wunschzettel überarbeitet.

Ja, ja – ich wünsche mir noch was, auch wenn das beim letzten Änderungsdatum beim Wunschzettel anders aussah. Da hatte ich aber tatsächlich nur vergessen das Datum zu überarbeiten ;)

Und geschenkt habt ihr fleissig, dass will ich hier mal sagen: Ich “musste” einiges von der Liste löschen, da sie einfach schon geschenkt wurden! Also macht weiter so und stoebert was das Zeug hält – am liebsten ja Vinylscheiben ;) Dazu bald auch etwas ausfürlicher hier im Programm … die Saison ist ja eröffnet!

PS: Ich sehe / korreliere gerade; da war beim Wunschzettel nur die Jahreszahl etwas falsch *lach*

Kleine Wunschzettelerweiterung.

Meinen Wunschzettel hier auf lieblos.de kennt jawohl jeder! Und nun, nach dem Anbruch des Vinylzeitalters gibt es natürlich auch eine Liste von schwarzen, runden Scheiben die sich bei uns in den Regalen sicherlich sehr wohl fühlen würden – und mir dazu noch wirklichen Ohrenschmaus bereiten.

Für die, die nicht ganz so fit sind: Neue Schallplatten kann man gut auf jpc koofen, gebrauchte gibt es direkt bei discogs, wo ich auch meine Wunschliste pflege (dort kann jeder seine gebrauchten Platten anbieten) oder bei zB recordsale. Faszinierenderweise gibt es aber auch sicherlich lokale Plattenläden bei denen man kaufen kann – klingt komisch, gibt es aber tatsächlich immer noch, oder wieder ;-). Beim Kauf von gebrauchten Platten drauf achten, dass sie einen Zustand von Near Mint (NM) oder mindestens Very Good+ (VG+) haben. Alles darunter kann schon deutliche Kratzer oder andere höreinschränkende Fehler haben (Also Very Good (ohne +), Good +, Good, Fair, Poor).

Natürlich findet man neue Schallplatten auch beim lokalen, roten “ich bin doch nicht blöd” Markt – das meisst zu erstaunlich guten Preisen und tatsächlich auch manches mal günstiger als bei oben genanntem Versandhandel. Auch Amaz*n führt Schallplatten, da muss man aber genau auf die Medienangabe achten, ansonsten hat man schnell eine CD anstatt Schallplatte gekooft, finde aber die Preise dort meisst zu hoch. Alles was ca. ab dem Jahr 2000 erschienen ist bekommt man sicherlich als Neuware, alles davor muss man sicherlich gebraucht besorgen. Kann aber natürlich auch komplett anders sein, man weiss ja nie so genau.

[update 19. November 2013]
Wer Geschenke kaufen für sich selbst zum Erlebnis machen will geht in den nächsten Gebraucht-Plattenladen. Selbst in Bremerhaven gibt es einen Solchen – immer noch schräg gegenüber vom Hauptbahnhof. Selbst meine Eltern haben ihn gefunden, und ich sage euch: Eine Platte, vom Schenker selbst erstöbert: Das ist das grösste Geschenk, welches ihr mir machen könnt (ausser vielleicht beim Beberich-Frühjahrsputz zu helfen ;-)
[/update]

Meine Liste findet ihr auf Discogs: http://www.discogs.com/wantlist?user=bebvinyl

Vielleicht habt ihr ja auch ganz andere Platten auf dem Speicher stehen? Über die Ein oder Andere aus einem solchen Privatbestand freue ich mich sicherlich auch sehr. Bisher stellt sich ja immer wieder raus, dass auf Schallplatte auch Musik in meinen Ohren als Gold erklingt, die ich vorher niemals auf meiner innerlichen Liste hatte! – Vielleicht ist das sogar noch schöner: Altes neu entdecken, den Horizont erweitern und dem Klang lauschen.

Also: Seid lieb zu mir! Ein freundlicher Dackelblick ist garantiert! ;)

Von Null auf Plattensammlung in 2 Stunden!

Schon länger geistert mir durch den Kopf wieder einen Plattenspieler anzuschaffen und seit dem letzten Geburstag von Herrn K aus Selbigem, kreisen die Gedanken wieder mit vollen Touren und ich erwische mich immer wieder beim rumwuseln auf einschlägigen Webseiten auf denen man Plattendreher und Zubehör erstehen kann. Es ist einfach zu schön, so ne Platte aus dem Stapel raussuchen, sie liebevoll herauszunehmen um dann ganz häufig “Jugenderinnerungen” hörbar zu machen. Zwischen dem ewigen Suchen nach einem passenden Plattenspieler zieht es mich auch immer wieder zu den eigentlich runden Scheiben. Auch die müssen ja beschafft werden, wenn es denn soweit ist. So kam es, dass ich an einem Nachmittag wieder mal auf einer nicht näher genannten Kleinanzeigenbörse unterwegs war und folgendes Angebot fand: “Ca. 2300 Schalplatten fuer 125,- Euro, etwas südlich von Schleswig. Davon ca. 500 Maxisingles, 300 Kinderplatten. Kein Schlager und kein Hard-Rock.” Erst dachte ich: “Jau, los!”, doch dann überschlug ich kurz im Kopfe wie viele Meter das bedeutet. “5mm pro Platte, 5cm – 10 Stück, 100 Stüch – ein halber Meter, also 200 auf einen Meter – Gesamtsumme und ein Bisschen abziehen: arggg, um die acht (8!(-9!)) laufende Meter Platten”, *lach*, “Neee, was soll ich damit”, dachte ich mir. Mal abgesehen was das Ganze wiegt und was für eine Schlepperei das werden würde.

Ein paar Minuten später sass ich mit meiner Frau S zusammen und erzählte von dem im warsten Sinne des Wortes “wahnsinnigen Schnäppchen” – und was macht meine Liebe S – anstatt das sie mir zustimmt, dass es sich um Blödsinn handelt, sagt sie “Na dann musste aber schnell sein, da musste ja dann gleich anrufen!” – und irgendwie hab ich mir das nicht zwei Mal sagen lassen. Das Geld hatte ich eh gerade in der Geldbörse und so rief ich dort an, “Ja, die Platten sind noch da, da kommt jemand heute Abend. Doch wer zu erst da ist, bekommt den Zuschlag” … und zack … schon war ich unterwegs.

plattendach“Die Fahrt war schon das Abenteuer wert. Der einzige sonnige Tag in dieser Zeit. Die Strassen waren trocken und nach ein paar Kilometern Autobahn ging der Spass dann los. Die Strassen wurden immer kurviger und schmaler. Ein Dorf nach dem Anderen liess ich hinter mir, bis nur noch vereinzelnde Höfe und Häuser am Strassenrand waren … und irgendwann gab es dann: “Sie haben das Ziel erreicht.” Auch wenn der erste Blick nicht viel versprechend war klappte die Kommunikationsaufnahme auch gepflasterte Auffahrt und Klingel sehr gut. Die Kisten mit den Scheiben waren im Nachbargebäude untergebracht. Sah alles nicht sehr dolle aus und es stellte sich auch ziemlich schnell heraus, dass es sich hier um Flohmarktgänger handelte, die keinen Bock mehr hatten diese vielen Platten immer hin und her zu schleppen. ich glaube es waren um die 14 Kisten, die kaum alleine zu schleppen waren so wie es aussah. Mir wurde etwas Mulmig, denn es war eben keine schöne, liebevoll zusammengestellte Sammlung, sondern eben gesamthaft etwas schmuddelich und sicherlich kein Stück “wohl sortiert” – wie man so schön sagt.

“Aber was solls” dachte ich, “dann ist das eben der Fehler deines Lebens, dann hauste eben 125,- Euro in den Sand” .. und so fing ich an die Kisten mit jeweils ca. 150 Scheiben zu schleppen. Jede von ihnen wog sicherlich 25-30kg. Die meissten Kisten trugen wir zu Zweit, ansonsten wäre ich wahrscheinlich schon dort hinter dem nebengebäude umgefallen. Die Kisten mussten da bleiben und so stapelte ich einen Plattenstapel nach dem anderen im Wagen um am Ende einen voll beladenen Kombi zu haben, in dem nur noch Plaz für mich war.

Auf dem Rückweg dachte ich immer nur: “Der Fehler deines Lebens! So ein Blödsinn. Jetzt entsorgst Du den Müll für die und zahlst da auch noch für.” … Naja, drei bis fünf Platten hatte ich schon gesehen, die schienen mir zu gefallen – mal unabhängig davon ob sie denn noch brauchbar sind. Zwischendurch unerlaubte Kommunikation mit der Frau S und immer wieder kehrendes “Ohh, mein Gott!”.

plattenautoZu hause angekommen kam meine Liebste dann sofort runter zum Auto. Als sie den vollen Wagen sah, konnte sie sich ein Lachen nicht verkneifen. Auch ich war langsam so weit über die ganze Sache lachen zu können und so war es doch ein heiden Spass als wir versuchten den Kofferraum zu öffnen ohne das uns zu viele Platten entgegen kamen – ein aussichtsloses Unterfangen! *lach* “Wenn das eben mein Fehler des Lebens ist, dann sei es drum – da gibt es Schlimmeres”

Lass uns hier gleich aussortieren, dann müssen wir nicht so viel hoch schleppen”, war meine Idee. Es dauerte 2-4 Minuten bevor wir wirklich anfingen, denn die Menge erschlug uns jedes mal wenn wir eine Platte in die Hand nahmen .. das schaffen wir nie bevor der Tag sich dem Ende neigt, selbst das einmalige Durchgucken würde Stunden in Anspruch nehmen. Tja, so war es dann auch. Trotz unserer wirklich Schnell-Entscheidungen dauerte es bis in die Dunkelheit. Dann waren wir tatsächlich 1x durch und hatten “Kompletten Müll” Aussortiert – natürlich nur das, was wir für kompletten Müll hielten, aber egal – irgendwie mussten wir uns “rantasten”. Ich dachte ja, da fliegen mindestens 50% raus, doch weit gefehlt: Vielleicht 25% wurden von uns aussortiert und landeten vorerst auf dem Dach des Wagens. Zwischenzeitlich hatte ich wirklich Angst, dass dieser unter der last zusammenknickt, aber auch das funktionierte wunderbar.

plattensortierenUnd man mag es kaum glauben. Schon bei diesem ersten Durchsehen fanden wir so viele alte Erinnerungen, Lacher und verwunderliches das sich diese Tour schon zum zweiten Mal gelohnt hatte. Das Geld hatte sich schon für diese 3 Stunden rund ums Auto stehen gelohnt ;-). Andere geben so viel ja für zwei Mitgliedschaften im Fitnessclub aus. Wir beide hatten wirklich bannig viel Spass und gleichzeitig natürlich auch Krafttraining. Mal ganz davon abgesehen, dass wir endlich mal vernünftig mit dem “Dackel-Nachbarn” ins Gespräch kamen und zwischen uns nun endlich “das Eis” gebrochen ist. Und zusätzlich war dann tatsächlich schon auf dem ersten Blick doch nicht so viel Schrott dabei wie gedacht. Nur viele doppelte, das wurde schnell klar – aber was solls, da wird dann ja wohl wenigstens Eine dabei sein, die sich noch abspielen lässt.

Noch am gleichen Abend versuchten wir dann die Platten in Stapeln zu 10-15kg nach oben zu tragen, doch irgendwann gaben wir auf. Wir konnten einfach nicht mehr und mussten noch ca 400-500 Platten im Auto zurücklassen. “Die Armen, … die ganze Nacht im kalten Wagen.” – Man merkte schnell, die Plattenliebe begann sofort! Die zuvor als Stiefkinder aussortierten und auf dem Dach gelagerten Entsorgungsscheiben landeten hingegegen lieblos im Kofferraum und füllte diesen auch komplett; man kann ja nun wirklich nicht alle Liebhaben ;)

Am nächsten Tag machte sich Frau S daran die Platten in der Wohnung zu sortieren, “wenigstens Buchstabenstapel” sagte sie, und so sortierte sie fleissig immer wieder – zwei Tage lang! Überall bildeten sich Stapel im Wohnzimmer. Ein Durchkommen war fast nicht mehr möglich. Während Frau S immer weiter wie ein Fleissbienchen sortierte überlegten ich mir, wie wir die ganzen Platten denn unterbringen wollen. Irgendwann kamen wir dann auf unsere “geliebten” Expedia Regale vom nicht näher benannten Einrichtungshaus. Es folgte ein Lego-ähnliches Gespräch: “Ein Achter? neee, das langt niemals. Das müssen mindestens Zwei sein.” Na, man hört ja auf seine Frau und so wurde nur ein Achter gekooft – langte natürlich nicht und so kam einen Tag später das zweiter 8ter-Regal ;)

Die Liebste hat jede Platte ca. 4x (vier mal!) angefasst: Erst das grobe Sortieren nach Buchstaben, dann zwischendurch wischen der Plattenhuellen, sortieren nach Alphabet – und zwar genau! Nicht nur nach dem Anfangsbuchstaben! Dann noch mal Reihenfolge umsortieren (von Hinten nach vorne, damit sie im Regal von links nach rechts richtig stehen) und dann noch aussortieren der doppelten Alben, und extra Sortierung von Filmmusik, Sampler und ueber 250 Kinderhörspielplatten! Ich gebe es zu: Ich hätte niemals diesen Fleiss an den Tag legen können, die wären noch monatelang unsortiert gewesen, wäre da nicht diese grandiose Frau, die mich nicht nur solch verrückte Ideen durchführen lässt, sondern auch noch dicke mitspielt!

plattenanalogeckeVier Tage später war es dann geschafft. Alle Platten waren in den Regalen verstaut, schätzungsweise 1500 Scheiben von der Liebsten nach Alphabet sortiert! Der Hammer! Dazu zusätzlich die Kinderplatten, diese sind im Büro untergekommen. Wir hatten uns geeinigt, dass es zu Schade ist diese wegzuschmeissen – auch wenn die wohl nicht so häufig gehört werden … ausser mal ne TKKG oder so ;)

Natürlich brach beim Platten sortieren “nebenbei” dann auch Panik aus: “Wir haben keinen Plattenspieler!” *lach*

Ich nutzte somit zügig einen Termin in HH um danach zu einem Gebraucht-Hifi-Laden zu fahren. Ich hatte mir kurzfristig Einen im Internet ausgeguckt, bei dem die Leute wohl ganz zufrieden waren. Also hin da und mal gucken dachte ich. Ein büschn hatte ich mir ja schon Angelesen. Der Kerl im Laden krempelte mich dann aber mal kurzer Hand völlig um ;-): “Ne, gebraucht bräuchte ich da nix – ausser ich wäre so’n Schrauber, wenn ich das Ding aber nutzen will usw, dann hätte er da auch was Neues.” Ich schluckte dann gleich, weil ich mir im Kopf einen satten Preis ausmalte – war aber nicht so schlimm und so ging ich nach über einer Stunde mit zwei Neugeräten wieder raus: Einen Plattendreher und einen Phono Vorverstärker, damit ich das Ganze an meine Aktivlautsprecher zu hause anschliessen kann. Insgesamt haben die beiden Teile weniger gekostet, als ich es mir für gute Gebrauchtgeräte im Kopf hatte. Und da mich der Verkäufer auch ermutigte, das Ganze vorerst an meinen Aktivlautsprechern zu versuchen ersparte ich mir vorerst auch die Anschaffung eines neuen Verstärkers und entsprechender Lautsprecher.

Und recht hatte er: Mit den vorhandenen Lautsprechern klingt alles super. Man hört zwar schnell, dass es sich nicht um Standlautsprecher handelt, doch das war ja vorher klar. Vorerst alles perfekto. Während der Platten-Sortier-Tage konnte ich mich dann um Regalaufbau, Verkabelung usw kümmern. Auch den kleinen Nachteil von Dielenfussboden in Zusammenhang mit einem Plattenspieler konnte ich schnell beheben: Nach der Idee von Frau S landete der Plattendreher auf einem Regal an der Wand. Kurz über dem “Hifiregal” angebracht sieht es so aus, als ob der Plattendreher direkt darauf steht – tut er aber nicht, und so kann man auch direkt vor dem Plattenspieler tanzen ohne das sich die Nadel davon beeindrucken lässt!

Nun sass ich heute Abend das erste Mal in unserer neuen Analog-Hifiecke ;). So mit Genuss eine Platte raussuchen, die Platte mit der liebevoll zusammengemixten Reinigungstinktur auf dem Plattenteller reinigen, die Nadel auf die Platte und dann schnell aufs Sofa ;) Macht Spass – und scheinbar nicht nur mir, sondern auch der Liebsten!

Faszinierend: Von Gar-nix-mehr-mit-Platten-zu-tun-hab zu 1500-Stueck-Plattensammlung innerhalb von wenigen Stunden – oder bis zur gut sortierten Sammlung in vier Tagen ;-)))

plattendreher_

Das Entsorgen eines ganzen Kofferraumes voll mit Platten kostet uebrigens 10,- Euro ;-) Aber egal, wir waren sie los und 1500 relativ gute Platten für 135,- Euro is ja wohl nix. Nur eines weiss ich echt noch nicht: Wer schleppt die beim nächsten Umzug die diversen Zentner wieder runter ?! *lach* … als MP3 wuerde das alles auf einen USB Stick gehen .. das wäre leichter …. aber bei weitem nicht so liebevoll!

Adventszeitvertreib.

Adventskalender

Styropor ausschneiden, diverses Zubehör besorgen, ausgeschnittene Weihnachtsbaumseiten phantasievoll bemalen, mit rumfliegenden Styroporkügelchen “beschneihen”, trocknen lassen, derweil verschieden grosse Wasserrohre in der Negativschablone anpassen, Wasserrohre zu “logischen” Päckchen vertapen, die einzelnen Pächchen zu einem riesen – Weihnachtsbaumähnlichen-Packet vertapen (hach das macht Spass mit Tape nur so rumzuasen ;), Beide Weihnachtsbaumseiten mit Sekundenkleber zusammenkleben (vorübergehend die Klebekannte mit Tape sichern), den Weihnachtsbaum auf das Rohrpaket kleben (mit Sekundenkleber und Panzertape), “Durchpiekser” aus Lineal, Tape und Nähnadel basteln, Auf Antirutschpads für Stühle die Zahlen 1-24 schreiben, Adventskalender aufstellen (steht auf den unteren Rohren, der Styroporbaum ist vor dem Tisch “freischwebend”, Jeweils durch die Rohre von hinten mit dem Durchpiekser durchpieksen um zu wissen wo der jeweilige Aufkleber mit der Zahl hin muss – Aufkleben und Rohr mit tollen Dingen füllen – das ganze 24 mal wiederholen, der Baum hat alle Zahlen an den richtigen Stellen und ist gefüllt und kann nun mit einer passenden Decke abgedeckt werden – damit man die Rohre nicht so sieht, Schmücken, … und dann dabei zusehen wie sich die Frau jeden Morgen in ein neugieriges Kind verwandelt und mit einem Messer bewaffnet zum Gemetzel schleicht. Ich hab es jetzt schon 22 mal sehen dürfen – ein tägliches Fest!

 

Zweimal darf ich noch …

 

Sven 4.0 Releaseparty

Der König befielt: Das Volk hat Spass gehabt zu haben!

Ok, damals bei Version 3.0 warteten 10x so viele Gäste auf einer Überaschungsfeier auf mich als bei der aktuellen Version, was dem Spass aber keinen Abbruch tat – und der Überraschung schon lange nicht!

Hatte ich mich doch dagegen entschieden zu feiern und wollte meinen Tag auf der Beberich geniessen, wurde ich nun doch zu viel Spass, Alkohol und König-sein gezwungen. Man kann sich leicht vorstellen, das König-sein nicht allzu schwer für mich ist. Eine Krone, Zepter und Königsmantel steht mir einfach sehr gut, und wenn ich denn da so in meiner königlichen Pfütze stehe, dann sehe ich einfach unwiederstehlich aus. Also, “Vit-vit-vit, das Volk hat die Strassenseite zu wechseln!”. Hut ab! Hat gut geklappt!

Den Nachmittag verbrachte der König Im Männerseparé, wohlgemerkt mit ZWEI Freunden (denn solange man noch zwei Freunde findet, darf man auch weiter trinken!) und dem männlichen Vorbild des Königs. Auf Kissen gebettet wurde philosophiert, Wissen erweitert und ein Sportgetränk genossen. Auf dann wanderte der König mit seinem Gefolge von zwei Narren und dem Grosswesir – auf den eigenen Füssen! – zum abendlichen Mahl wo das Weibsvolk schon wartete.

Man darf wirklich sagen: Die Bediensteten im Louf gingen wirklich entspannt damit um, ihren einzigen und wahren König ohne vorbereitende Worte zu bedienen. Mit der Ansprache “Eure Hoheit” dauerte es ein bis zwei Anläufe aber dann ging es. Einzige Frechheit: “Bezahlt der König mit Karte?” – “Der König lässt selbstverständlich mit Bargeld zahlen! Pffff .. hinfort mit dir, du Bediensteter!”

Ein Witz zwischendurch: “Wohin fährt ein polnischer Narr in Italien in den Urlaub?” – “Natürlich nach Narrpoli – du Narr, du!”

Als die Sonne das Weite suchte ging es weiter zum Festzelt vor der Beberich. Natürlich habe ich davon geträumt das dem König ein Fest bereitet wird – aber wovon träumt man nicht alles. Und dann, zack – tatsächlich ein Festzelt mit Tickibar, weit angereiste Frauenzimmern und ein Sound der nicht zu ertragen ist. Sowas kann einem ja den Abend versauen – insbesondere wenn man später drauf kommt, das der König die Lösung wusste ohne es zu wissen. Tja, Version 4.0 ist zwar sehr weit entwickelt, aber eben nie von Grund auf neu programmiert worden – so ist Vergesslichkeit vorprogrammiert :-(. Ein Schwung von Gästen floh dann sicherlich noch bevor der Narr zwei auch alleine auf des Rätzels Lösung kam und die Feier richtig steigen konnte. Ach, was entspannt laute Musik ohne knarren und kratzen zu hören. Ein Ohrenschmaus für den König.

Dazu gab es vom Volk Gaben und Geschenke für die, die wahrlich grossen Hände des Königs, nicht ausreichten: Technisches Spielzeug für die Beberich, ein eigenes Motorboot, Kochinstrumente, Bücher, flüssige Nahrung und das wohl beste Spiel der Menschheitsgeschichte – ein wirkliches Featureupgrade für Version 4.0: Looping-Louie!

Fortan wurde nur noch Looping-Louie gespielt und manch Weibsvolk vernichtet. Hach, ein königlicher Spass.

Wie es sich für Version 4.0 gehört – um 4:00 war dann Schluss, ein Glas kaputt, die Männer voll und die Frauen umgekippt. Heizung an und ab unter Deck – DANKE!

Dynamik.

Dynamik (griechisches weibliches substantiviertes Adjektiv dynamiké, „mächtig“, dies von dýnamis, jeweils altgriechische Aussprache, „Kraft“)

Bisheriger Musikgenuss musste basslastig und laut sein. Im Prinzip keine schlechte Sache – auch heute nicht. Jedoch ist Bass und Laut noch lange nicht von Dynamik geprägt. Häufig kommen die Aufnahmen der Musik flach aus den Lautsprechern. Schöne Musik, wie z.B. Kettcars Livealbum “Fliegende Bauten” – die ich wirklich rauf und runter gehört habe – klingen gegen manch andere Aufnahme flach wie Schneewittchens Brust. Die Musik verteilt sich auf der Linie, auf der sich die Lautsprecher befinden und die Ohren müssen eine Angel auswerfen um an die Noten zu gelangen.

Manches Album, wie z.B. Tori Amos “Little Earthquakes” hingegen drücken aus den Lautsprechern wie ein wilder und doch sehr synchron schwimmender Schwarm Wildlachs. Die Schallwellen umschmeicheln die Ohren und drücken sie zeitgleich fest an den Körper an dem sie hängen. Schallwellen die sich von der ersten bis zur letzten Note im Raum verteilen und nicht langweilig auf einer Linie stehen. Ein Erlebnis für die Ohren und keine klanglose Beschallung.

Ein Segen und gleichzeitig ein Fluch. Kettcar macht nur noch halb so viel Spass und Tori Amos ertrag ich nicht dauerhaft ;-). So ist es mit der Qualität; hat man sie einmal gefunden, will man sie nie mehr loslassen.

Ich freue mich jedenfalls ab sofort über jede Musikaufnahme die einwenig dynamischer ist als das sonstige Ohreneinerlei, denn ich kann es endlich hören.