Sven gegen die Topfscharniere

Nimm Topfscharniere, da kannst nix falsch machen, haben sie gesagt. Ob die Bohrung gerade ist, ist egal, haben sie gesagt – und sowieso: Auch wenns nachher nicht ganz passt, man kann die noch im angebrachten Zustand feineinstellen, … haben sie gesagt.

Die fertige Ofenecke inkl Topfscharniertüren ;)

Nun gut, ich bin nen Depp, weiss jeder – und mit Genauigkeit hapert es etwas häufig, auch wenn man mich ja als Klugscheisser bezeichnet ;)

Aber irgendwann man muss man der Wahrheit mal ins Auge schauen. Da sind ein paar Parameter, die man echt üben muss und die nun beim ersten Schrank nicht ganz so hingehauen haben, wie ich das wollte.

„Topfloch“ bohren.

Das Bohren selbst, so nah am Türrand war zumindest bei mir und den Multiplexplatten ernüchternd. Ich habe nicht alle Löcher ausriss-/abplatzfrei hinbekommen. Teilweise platzte von der Holzplatte ganz schön was ab. Ich rede mir jetzt erstmal ein, das es an meinem alten Forstnerbohrer lag. Kann mich nicht erinnern den schon mit „vernünftigem“ Anspruch gekauft zu haben – also nach meiner Aktion mal nachgeholt. Ich werde demnächst mal Probebohrungen mit dem neuen Forstner machen – ich hoffe dann geht es wiederholgenauer ;)

Gebohrt hab ich mit dem Akkuschrauber und es scheint tasächlich nicht allzu relevant ob die Löcher handgerade sind, oder nicht. Das Topfscharnier geht scho rein ;)

Tür in exakter Höhe anbringen

Angezeichnet mit Bohrschablone und dann mit Winkel Scharnier eingesetzt und mit Zentrierbohrer Vorgebohrt.

Das Anzeichnen mit einer Bohrschablone macht es tatsächlich bezüglich des Abstandes vom Türrand sehr einfach. Doch der richtige Abstand vom oberen oder unteren Türende um die Tür genau passgenau in der Höhe auf den Schrank zu bekommen ist schon eine andere Sache. Zuerst versuchte ich es mit Mathe – aber naja am Ende gehört da auch Messen zu, und wir wissen ja: Wer misst, misst Misst. // Die erste Tür sass also erstmal zu hoch (macht nix, nachher einfach abgesägt, war eh nen Ticken zu lang ;-)

2m Tür um 5mm mit Tischkreissäge kürzen. Damit das auf meinem kleinen Schiebeschlitten geht sägte ich mir ein genau passenes Restestück – so konnte die lange Tür nicht aus dem Winkel rutschen. War perfekt eingeklemmt und der Schnitt wurde rechtwinklig.

Bei der zweiten Tür änderete ich die Reihenfolge: Erst Löcher im Schrank mit der Schablone an zwei beliebige Stellen anzeichenen, diese dann vorbohren (4mm) und dann die Schablone mit ihren zwei „Lochnüpsels“ in eben diese vorgebohrten Löcher stecken. Dann Tür anhalten und die Mitte des „Topfloches“ mit der Schablone anzeichnen. Diese Methode wollte ich bei meinen Vorgedanken vermeiden, denn ich wusste schon worauf das hinausläuft – irgendwie verrutscht die Tür beim Anzeichnen und ist dann auch schief ;) – Bei kleinen Türen geht sowas natürlich besser, bei grossen Teilen ist das mit zwei Händen etwas schwierig. // die zweite Tür sass somit auch 5mm zu weit unten, aber da kann ich mit leben, denn die linke Tür davon mussste ich ja eh oben kürzen ;)

Ich nahm bei der Tür schon eine Schraubzwinge und versuchte ein Brett unter der Tür anzuschlagen, um das Gewicht aus der Tür zu nehmen. An sich auch keine schlechte Idee, nur war mein Teil zu kurz und die Hebelwirkung sorgte dafür, das dieses Brett eben etwas absackte (die besagten 5mm) und die Tür somit nicht passte.

Die dritte Tür unten Rechts konnte ich gut vom Fussboden abstützen als ich sie anzeichnete. Die klappte auch fast gut ;) Da war aber immer noch ein wenig Versatz drin. Ggf muss eine noch bessere Unterkonstruktion zum halten der Tür her, oder es ist ggf der Zustand, das ich nur eine von den Schablonen hatte. Diese geben nämlich auch den Abstand der Tür zum Korpus vor. Es ist etwas fummelig unten die Schablone zu haben und oben die Tür im exakten Mass vom Korpus wegzuhalten. Hab da auch etwas mit 3mm duennem MDF probiert, doch ich denke: Hat man bei beiden anzuzeichnenden Mittenlöchern eine Schablone eingesetzt kann man genauer anzeichnen (insbesondere, weil man ja zwischendurch nicht die Tür absetzen muss um die Schablone umzusetzen). Ich hab mir also gleich noch eine zweite Schablone bestellt und übe weiter bei der nächsten Tür irgendwann.

Feineinstellungen

Die gehen echt gut – auch wenn sie mir nicht gross geholfen haben. Ich brauchte nicht „fein“ ;-).

Fauxpas

Was ich auf jeden Fall auch gelernt habe: Auf 2m Türhöhe reichen zwei Topfscharniere zumindest bei meinem 15mm Multiplex Birke nicht. Die Platte war so gebogen, das man wahrscheinlich eher 5 Scharniere hätte nehmen sollen um den Spalt zwischen Tür und Korpus auf die ganze Länge parallel hinzubekommen ;-) Ich geb mich mit drei zufrieden und achte nächstes Mal drauf bei so hohen Türen ggf. anders zu verfahren. Z.B. dickeres Holz für die Tür oder gar alles ganz anders zu machen ;-)

Die Farce an meiner ganzen Konstruktion kommt nähmlich erst: Hatte ich doch sieben Einzelauszüge im Schrank, die ich erst als Apotherkerauszug basteln wollte. Nun wollte ich ja vor die Auszüge einfach diese Tür setzen, um dem Apotherauszug mit weniger Traglast zu umgehen und doch keine Einzelblenden zu haben. (Warum ich das eigentlich nicht gemacht habe (Einzelschubladenblenden) frag ich mich nu echt?!)

Tja und oben druff, ähhh Topfscharniere geben nicht die ganze Schrankinnenbreite in geöffnetem Zustand frei. Die Türen verringern das Innenschrankmass auf der Scharnierseite etwa um 2mm – Ja, genau – und die 2mm fehlten mir dann für die Auszüge. Sie gingen nicht mehr raus. Durch das leichte durchbiegen des Türbrettes erweitert sich dieses Fehlmass teilweise auf 4mm oder gleicht es auch mal aus ;-) Fakt war: Nur noch ein Auszug liess sich bei geöffneter Tür herausziehen, alle anderen nicht.

Grottige Nuten und viel Blut. Das war scheisse, aber …. funktioniert ;)

Ich wäre fast abgedreht und habe beim Workaround auch etwas Blut lassen müssen. Ich hab kurzerhand Nuten in die Tür gesägt. Das sieht ziemlich scheisse aus und wird mich jedes Mal beim Öffnen an diesen Kack erinnern: Also wenn Auszüge hinter einer Tür mit Topfscharnieren, dann darauf achten! Ggf. gibt es ja auch andere Topfscharniere die kompett „aus der Flucht“ öffnen. So nicht noch einmal. Auf lange Sicht, werde ich ggf doch noch mal nen richtigen Apotherauszugbeschlag versuchen. Da kommt ja die Türblende einfach Platt „vorn Laken“ (wie man beim Segeln so schön sagt). Da hat man das Thema nicht. Oder ich mach einzelschubladen draus … hmmm ….

Na, watt solls. Sieht so aus wie ausgedacht. Von Aussen passt es.

Naja am Ende wieder mal SEHR VIEL gelernt und von Aussen sieht das Ding mit Griffen auch so aus, wie ich das wollte. Die OSB Maserung verschwindet und ist nur noch an den Seiten wirklich sichtbar und von vorne schaue ich auf ziemlich ruhige Birke-Maserung. Die Türen sind an den Kannten abgerundet und sie sind nicht mit Lack oder ähnlichem behandelt. Bisher kann ich mich mit sowas noch nicht anfreunden, ich mag das pure Holz. Aber wie alle wissen ;) Irgendwann werde ich auch sowas ausprobieren und danach nix mehr anderes wollen *lach* … ob ich nun nix anderes ausser Topfscharnieren will? Hmm, ne ich bleib weiter auf der Suche nach was pfiffigerem bez Türbeschlägen … aber das eilt nicht, normal stehe ich ja eh mehr auf Schubladen ;) und so mies ist das mit den Topfscharnieren auch nicht: Zwei Schablonen und beim Korpus beginnen!

Und die Froo und der Ofen? Da gab es just die Rückmeldung, dass das Beladen so schon viel mehr Spass bringt als vorher. Rechts und links aufgeräumt und eine kleine Krafthilfe durch die jetzt in passender Höhe gelagerten Zwischenplatten machen es möglich. Ziel erreicht.

Aufräumfuschen.

Der Raum in dem ich rumfusche ist ja ein Mutifunktionalraum. Es gibt dort nicht nur die Heizung und Gefriertruhe(n) sondern auch vor allen Dingen die Keramik der Froo und den grossen Keramikofen. Kompromisse und Platznot sind an der Tagesordnung. Überall stapeln sich Dinge aus verschiedenen Bereichen: Hier Rohkeramik, dort die Kaffemaschine der Beberich im Winterschlaf, hier 4m Latten und dort schwere Zwischenlegeböden für den Ofen. Von Kinderauto, über Einrad bis hin zu Isoliermaterial findet sich alles in diesem Raum.

Platz, da ist plötzlich Platz!

Es ist an der Zeit mal wieder etwas durchzugreifen und zu optimieren. Kleiner kann man das Volumen nur durch wegschmeissen machen. Das fällt hier natürlich zum grossen Teil weg – ich bewahr ja nix unnützes auf ;-)

Also heisst es umsortieren, neue Ablagen schaffen – und in diesem speziellen Falle: Eine Kühltruhe aus dem Raum entfernen! Dadurch wird Stelplatz im Masse 60x60cm frei – yiippiiaayäää!

Mit ein bisschen Zusammenrücken entsteht Platz für einen 90x60cm Schrank – etwas über 2m hoch würde passen. Also ran an die OSB Platten und zurechtgesägt und verschraubt. Ein paar Dinge wurden dabei klar:

  • OSB ist fuschen. OSB macht keinen Spass. OSB ist eine Strafe (kostet dafür aber am geringsten)
  • Alles was ich nicht mit der Tischkreissäge bearbeite wird schief (hab ich ja schon immer gesagt!)
  • Je Größer die Teile & das Objekt, desto doof.
  • Keinen Schrank mehr ohne einstellbare Füße
  • Ich liiiiiebe spezielle Lösungen für genau den einen Zweck! (da ist das Aussehen dann nicht unwichtig, aber Prio zwei)
  • Schraubzwinken kann man immer brauchen ;-)
  • Die  Anschaffung der Tischkreissäge war ein Meilenstein!

Ziel ist es möglichst optimal für die Froo und den Ofen eine Lösung zu schaffen, die gleichzeitig viiiiiiiiel Klüngelkram aufnehmen kann. Bin ich sonst doch ein verfechter von Schubladen, sollte hier ein Schrank mit Türen entstehen. Da ich unerwartet doch ganze 90cm Breite zusammengekratzt habe machte ich mich dran einen Teil als Apothekerschrank zu planen um dort alle Dosen und Farben unterzustellen. In Schubladen sieht man sie immer nur von oben, das ist weniger praktisch. Die verwende ich dann lieber für anderen Kram.

90x60x205cm Korpus. Der Clou folgt.

Der Korpus war schnell krum erstellt ;) Die Tauchsäge und ich werden einfach keine Parallelschnittfreunde :( Ich hab irgendwo nen Knick im Auge, das merke ich andauerd und drum versuche ich mir abzugewöhnen etwas zu messen. Hab ich ja schon in der Ausbildung gelernt: Wer misst misst Misst. Kurzerhand entstand dann noch eine Parallelanschlagverbreitung für die Tischkreissäge – das schon mal nicht schlecht, nur man braucht ja echt Platz um ca 2mx0,6m grosse Platten über den Tischsäge zu schieben – auch, wenn die Säge selbst nicht so riesig ist ;)

Mit Verbreiterung fast 90cm Schnittbreite!

Der Clou am Schrank ist die Ablage für die schweren Zwischenböden des Ofens. Dieser muss ja von oben beladen werden und andauernd muss meine Froo die Dinger aus der Hüfte hochheben und hat dann auch noch Angst, das die runden Dinger irgendwann am Boden auch noch wegrollen (standen immer hochkannt neben dem Ofen).

Noch nicht schön, aber verdammt funktional!

Also wurde diese Ablage der zentrale Punkt und damit das auch richtig bequem geht musste ein Stück Seitenwand weichen ;) – So können die Platten in Öffnungshöhe einfach rübergehoben werden.

Damit der Schrank nicht alles an Stabilität verliert sind alle Regalböden fest mit dem Korpus verbunden. Der Boden für die 4 großen Platten hat noch Leisten als Unterbau bekommen – die Dinger sind verdammt schwer!

Bezüglich des Schrankes blieb es erstmal dabei. Die Türen folgen, wenn die bestellten Beschläge da sind. Ich habe mich übrigens gegen Apothekerauszug links entschieden. Ich werde tatsächlich Einzelauszüge + Tür basteln. Grund dafür sind erstmal die nicht überzeugenden Darstellungen im Netz von anderen „dahingeschusterten“ Apothekerauszügen und die Kosten/Nutzen Rechnung: Ein echter Apothekerschrank Auszug liegt bei 115 Euro und kann 100kg tragen. Das a bisserl wenig an kg, wenn da Farbe rein kommt. Schubladenauszüge kann man nehmen, die vertragen aber bei horizontaler Einbauweise auch nix an kg. Eine Lösung auf Rollen habe ich ebenso verworfen. So kommen also normale Schubladenauszüge zum Zuge. Die können je 45kg!, haben Softclose und kosten keine 10 Euro/Paar. Ich verliere zwar etwas an Höhe aber bekomme mit meinen Anforderungen wohl noch Acht Auszüge rein. Da wird ne Menge drin verschwinden und es werden viele Schubladen und Ecken frei! Demnächst mehr dazu.

Das Thema mit den Zwingen, wie gut das ich die Linken gerade neu habe.
Kistenunterbau während des Aufhängens.

Ich hab mit dem Hängeschrank auf der rechten Seite weitergemacht. Auch das alte Eckregal musste weg und durch ein für die Froo optimiertes Ding ersetzt werden: 30x40x90cm. Der Schrank ist nur geklebt, alle Regalböden sind eingenutet. Perfekt für sämtliches Ofen-Ladungszubehör. Schrank und Hängeschrank optimal angeordnet, so das sich der Ofen perfekt öffnen lässt. Im Prinzip fehlt nur noch ein Bild über dem Ofen ;-) … oder ein Kobold, wie ich mir von der liebsten Froo sagen lassen hab. Über einen Ofen gehört ein Kobold! Also ich warte, wird nicht lange auf sich warten lassen, nehme ich an ;-)

Schon was drin. Gut sortierter Klüngelkram ;)

Ein schöner Nebeneffekt übrigens ist Schranktiefe von 60cm im Zusammenspiel mit dem 80cm tiefen Gefrierschrank links daneben. Ich hab den neuen Schrank vorne in Flucht gestellt, so entsteht hinter dem Schrank genau so viel Platz, das dort unsere Ersatz-Eingangstür verschwinden kann. Man, die war mir schon immer ein Dorn im Auge des Holzlagers ;) Wie schon zu Beginn gesagt: Man kann die Tür nicht kleinert machen, aber durch den neuen Standort gab es einen gefühlt riesen Platzgewinn für grosse Holzplatten.

PS: Eines muss weg, und das ist das Einrad. Wer noch ein 26!er Einrad haben möchte, zwar mit plattem Reifen und leichten Roststellen – aber ansonsten top funktional – der meldet sich einfach.

Grossfuscher Unterwegs

Es darf nicht wahr sein – nun darf ich wirklich an Dorfeigentum ran!

Schaukasten mit neuem Dach.

Ich erwähnte, das mich unser Nachbar beim Bau des Mäusekäfigs „erwischte“. Dieser Jemand stand kurzzeitig auch daneben als ich Erste Hilfe beim Aussenschrank meiner Froo leistete. Und so, zack – nu heisst es: „Sven, kannst Du ja auch mal den Gemeindeschaukasten etwas auf die Beine helfen, der macht am Dach schlapp“.

Tja früher eine unlösbare Aufgabe, heute eine Spass bringene Kurzaufgabe. Zwei Stunden und klein Materialaufwand: Nur Dachteerpappe, Schrauben und etwas Leim. All das war vorhanden.

Ein paar verrottete Ecken.

Ich liebe es tatsächlich bestehenden Dingen mit möglichs wenig Aufwand und Invest zu einem weiteren Leben zu verhelfen. Es ist ja irgendwie, wie Doktor sein. Die Dinge rotten vor sich hin und dann kommt Sveni, fuscht etwas rum und das Ding ist danach lange nicht perfekt aber eben bereit weitere Jahre zu überstehen .

Schnell zwei neue Wellenblenden gefertig.

Der besagte Schaukasten war schon mal aktualisiert worden, doch sah er an einigen Ecken ganz schön verrottet aus. Das Wasser von oben hatte ihn Aufquellen lassen und einige wellenartig gesägten Blenden waren kaputtgerottet und teilweise nicht mehr vorhanden. Beim ersten Check also die Reste dieser Blenden eingepackt, ab nach Hause und Ersatzteile gefertig und danach mit mobiler Werkstatt wieder vor Ort und Dach eingedeckt und zusätzlich ein paar kleine Ecken versorgt.

Die Dachpappe habe ich verschraubt und am wellenartigen Ende des Dachüberstandes verklebt – Damit die Dachpappe hält wurde sie über Nacht mit einer aufgezwinkten Latte auf das Holzdach gedrückt. So konnte ich am nächsten Tag die Welle in die Dachpappe schneiden und die Wellenoptik bleibt erhalten. Das hat mit einem Allzweckkleber aus einem Eimer trotz der Temperaturen von weit unter 10 Grad sehr gut funktioniert.

Auch hier wieder: Teststück angefertig um den Leim in Verbindung mit Dachpappe & Holz zu testen und oben druff wieder etwas gelernt: Mehr Überstand beim „eindecken“ mit der Dachpappe lassen, dann hat man auch nicht so kurze Umklappecken, wie ich hier nun ;-)

Der Grossfuscher beim Ausseneinsatz.

Insgesamt war ich sehr zufrieden mit meinem Ausseineinsatz und der Material & Werkzeugmitnahme. Die Mobile Werkbank mit Schubladensystainer hält auch den Ausseneinsatz aufgeräumt  – sehr fein!

Fürs nächste mal und überhaupt: Mehr Zwingen. Es verhält sich mit Zwingen ungefähr so wie mit Zwiebeln und Hubraum: Was ist besser als Zwingen, Zwiebeln & Hubraum? Richtig,- MEHR Zwingen, Zwiebeln & Hubraum!

Also falls jemand mal ein Geschenk für mich sucht und nicht weiter weiss: Eine Schraubzwinge geht immer – in jeder Größe und Farbe ;)

Mach es fest. Zwingendruck für die gleimte Dachpappe.

Mal gucken, was nun die älteren Herren & Fachleute sagen – ggf. muss ich ja nicht mehr ran, an das Gemeindeeigentum ; – )


Mäusekäfig bauen (2/2)

Der Mäusekäfig, Kuddel findet ihn klasse ;-)

Nu steht er da – der neue Mäusekäfig für unsere beiden Zugelaufenden. Bis auf ein kleines Detail ist er fertig und auch schon im Einsatz. Die ersten Tage zeigen, dass sich die Mäuse sichtlich wohl fühlen.

Doch hier, der Bericht über den Bau des Sprossenfensters, der Tür und der Verschlüsse von Deckel & Tür. Wieder mal kräftig gefuscht – aber selbst die Froo bestätigt: Das Ding darf in der Wohnstube stehen bleiben, und ggf. sogar so natur. Geplant war eigentlich ShabbyWeiss, damit man noch ein paar Ecken verstecken kann ;-)… muss man aber gar nicht, auch wenn das Sprossenfester eine wirkliche Herausforderung war!

Laut Froo-Wunsch sollte das Ding nicht nur rund sein, es sollte sich natürlich der Optik unserer Sprossenfenster am Haus anpassen – also ein ganz spezielles Rundungsverältnis – und natürlich KEIN Kreis. Also war nix mit Fräszirkel und ich musste aus dem ausgerechneten Massen irgendwie eine Vorlage bauen, damit ich später an dieser entlang fräsen kann. Ein Desaster! Eine Vorlage aus OSB ist murks – oder ich zu unfähig ;-) Und auch mit irgendwann geschaffener und ausgebesserter Vorlage brauchte ich drei Versuche bis ich annaehernd zufrieden war.

Das sind noch nicht genügend Zwingen!

Wichtig beim Fräsen: Festklemmen, festklemmen, festklemmen und verdammt noch mal festklemmen! Nein, noch mehr festklemmen! Da ich mit einem Bündigfräser an meiner Vorlage entlang fräsen wollte gab es drei Lagen Holz auf dem Werktisch: Als erstes Restestücke als Unterlage mit einem möglichst freien Fräsweg, dann das spätere Original und oben druff die Vorlage. Drei Lagen die nicht verrutschen dürfen – ist mir zweimal passiert und zack: Brett wegschmeissen.

Die geraden Strecken habe ich an einem Lineal als Anschlag gefräst, damit diese auch wirklich gerade sind (ich erwähnte meine Murksvorlage ;) und die Rundungen dann an der Vorlage – das schwierigste war dabei durch das mehrfach angesetzte Lineal und der Vorlage das passend zueinander zu bekommen. Nächstes mal werde ich eine bessere Vorlage bauen um an dieser komplett entlang zu fahren – und ist die Vorlage nicht perfekt, wird diese eher ein zweites mal hergestellt, als nachher diesen Ärger beim original zu haben – zweitweise hab ich echt gedacht, selbst ich würde das mit der Stichsäge besser hinbekommen,… aber ich wollte fräsen & lernen – und das hab ich.

Sprossenfenster mit Falz & Nuten für Gitter

Als das Sprossenfester fertig war habe ich das runde, geschlossene Hinterteil tatsächlich nur mit der Stichsäge gesägt ;) – Vernünftig geschliffen und passte auch – bei den Innensprossen hätte das aber sicher nicht solch feine abgerundete Innenecken gegeben, drum war der Fräsereinsatz schon gerechtfertigt und wird nächstes mal auch besser: ich hab mir nen Kurvenfix gegönnt. Ich werde berichten.

In den Bogen gab es dann in beiden Teilen einen Falz um das Gitter zu befestigen. Hier nicht komplett mit Nut, da ich keinen passenden Nutfräser an der Hand hatte. So kommt das Gitter an der kurzen geraden Stelle aus der Nut und wird dann einfach auf der Falz verschraubt. Das sah natürlich nicht so fein aus und so hab ich es mit einer kleinen gebogenen Leiste abgedeckt – so sind nur drei Schrauben sichtbar und man hat tasächlich einen feinen Abschluss. Beim nächsten mal würde ich noch drauf Achten, das ich eine solche Blende am Anfang und Ende auch in einer Nut verschwinden lasse. Dieses mal war ich mir aber unsicher ob das die Leiste nicht beschädigen würde – ich war sowieso schon begeistert, das man eine solch 5mm dicke Leiste einfach so schön biegen kann!

Gut das ich zwischendurch mal versucht hatte einen Fräsfehler mit Sägespähne und Kleister auszubessern, da hatte ich nämlich einfach mal mit Zwingen eine solche Leisteüber den Bogen gespannt – das Ausbessern war zwar totaler Murks ;) – aber es blieb die Idee mit der Leiste als spätere Blende. Also, denkt dran: Vermeindliche Fehler führen manchmal auch zu ganz neuen Lösungen! Ist mir beim Mäusestall einige Male passiert!

Probestücke – immer wieder Probestücke. Hier das Einlassen der Scharniere.

Die letzte Aufregung gab es dann bei der Tür – passt sie, oder passt sie nicht. ich wollte das sie genau passt. Keine grosse Lücke zwischen Rahmen und Tür, aber doch genug damit sie nicht schleift. Sven und Millimeterarbeit … ;-) Doch die Sorgen waren unbegründet. Die grösste Ungenauigkeit barg das Holz selbst – man man man, wie krumm und schief Holz sein kann … Sven, willkommen im Club der „Ich guck mir die Latten im Baumarkt ganz genau an“ – Kollegen und fabriziere nun auch son scheiss Ausschusshaufen auf den Holzstapeln. Geht ja aber auch nicht anders, da macht eine 34x24mm Latte mal eben 2cm! Bogen auf einen Meter, das kann man natürlich nicht brauchen – da flutscht jede Maus zwischen her. Drum: Augen auf beim Lattenkauf!

Und wieder zeigt sich, was ich seit einigen Projekten beherzige: Nur mässige Vorplanung (ich erwähnte es). Zwar Vorausdenken und auch Arbeiten, aber nicht zu weit. Früher hätte ich den Türrahmen wahrscheinlich zu Beginn aus theoretischen Massen gleich mit abgelängt, doch das tue ich heute nicht mehr. Erst den Rahmen bauen und dann noch mal messen – auch, wenn ich ziemlich über annähernd „theoretische“ Zahlen überrascht war *griemgrinsStolzsei* – nen Millimeter war drin, und den konnte ich beim Rahmenbau beachten.

Der Türrahmen wurde wieder auf Gehrung und mit Nut fürs Gitter versehen. Ich verwendete etwas schmalere Latten für den Türrahmen als für den Grundrahmen. Ist Optisch viel gefälliger, da der Türrahmen nicht so wuchtig erscheint. Dieses mal gab ich etwas mehr Tolleranz bei der Nuttiefe, damit das Gitter auch wirklich weit genug versinken kann – die Ecken des Rahmen sollten die Türmasse bestimmen und nicht das Gitter ;) – Das hat fast perfekt geklappt, ein kleine Welle ist nach dem Rahmen leimen übrig geblieben, aber die ist zu verschmerzen.

Eingesetztes Scharnier & man kann den dünneren Türrahmen erkennen.

Für die Scharniere hatte ich mich für Messing entschieden. Diese müssen in Tür- und Grundrahmen versenkt werden. Der erste filligrane Einsatz von Stechbeitel und Hammer stand bevor! Da ich langsam gelernt habe von jedem „Scheiss“, bei dem man sich nicht 100% sicher ist, oder wo man noch nicht gaaanz genau weiss, dass das Mass oder die Art und Weise passt, einen Prototyp zu bauen – baute ich auch hier erstmal einen Prototyp. Man kann es auch Teststück nennen, egal: Früher hab ich den Aufwand gescheut, denn es ist ja doppelte Arbeit, doch heute weiss ich das man auf diese Weise viel bessere Ergebnisse & Optimierungen schaffen kann!

Also ran an den Stechbeitel, Probestück gefertig, Optimierung entdeckt und dann rann an den Grund- und Türrahmen. Am Ende war eine Ausspahrung am Grundrahmen tatsächlich nicht perfekt (nicht passend auf nen 10tel), aber lange schön genug um mich zufrieden zu stellen.

Und – die Tür passt! So gut hab ich es mir vorher nicht vorstellen können – ich weiss, was für nicht-passende Türen ich in meinem leben schon produziert habe ;-) Der kleine Trick um das Spaltmass beim anschrauben der Tür perfekt hinzubekommen ist normales Kopierpapier. Ein Blatt Papier ist ca 0,1mm dick. Ich wollte 0,2mm Spalt und legte darum 2 Blätter übereinander auf den unteren Rahmen beim Einbau und vorher schon beim testen ohne Scharnier. So konnte ich den Türrahmen auf das perfekte Mass an der Oberkannte schleifen – da sieht keiner ob 0,2mm fehlen oder nicht – aber einen zu grossen Spalt würden alle schnell merken: Die Müse wären weg ;)

Zum Schluss habe ich noch Magnete in beide Rahmen versenkt. So hält die Tür auch oben und unten fein obwohl es nur eine mittige Verrieglung gibt. Auch bei den Verrieglungen aus einem Rundstab habe ich mit Magneten gearbeitet. ist noch nicht so, wie ich möchte – die Dinger können ruhig stärker sein, aber es geht. 1cm Durchmesser und 2mm Dick sind sie – beim nächsten mal probier ich welche die 5-6mm Dick sind.

Türknauf aus dem alten Handtuchhalter von Mama & Papa ;)

Am Ende habe ich noch einen Mama & Papa Erinnerungsknauf an beide Verschlüsse (Deckel und Tür) gebastelt ;-) Vor kurzem erzählte ich meinen Eltern, das alles was sie an Vollholz unter die Hände bekommen zu mir soll – zack hatte ich ihre alte Handtuchhalterstange aus Teak in der Hand – Kleine Stücke davon wurden mit einem Loch versehen und auf die Verschlussrundstäbe gesteckt/geklebt. Fertig ist das Designelement ;)

Damit die kleinen Racker auch mehrere Ebenen bekommen und auch wirklich etwas vom hohen Käfig haben, baute ich aus den Negativstücken des Rundbogens kleine Plattformen: Vernünftig Kanten rund gefräst und geschliffen. Kleine Holzwinkel gesägt und gefräst und eingeleimt (zum Schnellfixieren habe ich an einer Stelle keinen Leim, sondern Sekundenkleber verwendet). Die „Stockwerke“ wurden dann mit einer Schraube auf einem Winkel fixiert – so können sie später mal leicht ausgetauscht werden und fest ist es trotzdem.

Was noch fehlt ist die kleine verschliessbare Trennwand im Aquarium – der Einbau folgt, aber nicht heute. Ich muss los Geld verdienen und bin irgendwie doppelt stolz, dass ich den Rundbogen und den Rest an einem Wochenende mit etwas Zeitdruck geschafft habe. letzteres ist ja gar nicht meins bei Dingen, die ich noch nicht im Schlaf beherrsche … und drum: Morgens noch Holzfuschen und Nachmittags im Zug noch immer mit der Arbeit zufrieden sein. Das ist fein.

Wirklich wieder nen Sack voll Themen gelernt, danke.



Mäusekäfig bauen (1/2)

Der eckige Teil, noch ohne Tür.

Für ein 100cm x 40cm x 40cm Aquarium soll ein aufsteckbarer Mäusekäfig für unsere zwei „zufällig“ zu uns gestossenen Mäuse entstehen. Besonderheit dabei: Der Aufsatz soll nur 80cm breit in die Höhe gehen, da dies der Breite unser Mittelpfeilers im Haus entspricht und auch die „Deckoeinbuchtung“ in eben selbigem Pfeiler soll ausgenutzt werden. Das ganze soll sich natürlich der abgerundeten Sprossenfesteroptik des Hauses anpassen. – Wieder mal eine grandiose Idee der Froo – Eckig reicht ja nicht, muss rund mit Sprossenoptik sein; vielen Dank ;)

Nachdem die Leisten genutet, gefräst und watt weiss ich waren (siehe auch Beitrag „Ne MäuseApp ist ja schön und gut…„) ging es an den Zusammenbau meiner erdachten Konstruktion. Große Zeichnungen hatte ich bis auf die Grundform nicht angefertigt und so war ich gespannt ob alles wenigstens annähernd passt ;)

Die Holzleisten passten soweit gut zusammen. Interessant wurde es beim Zusammenführen von Nagergitter und den Fugen in den Leisten: Versucht es erst gar nicht ein Nagergitter, welches mit der Blechschere geschnitten wurde in eine 2,8mm (Breite meines Sägeblattes an der Tischkreissäge) breite Nut zu fummeln – das geht nicht ;)

Zwei Abende hab ich es versucht, geflucht und immer wieder aufgegeben. Die kleines abgeschnittenen Drähte verklemmen sich immer wieder im Holz. Man bekommt sie einfach nicht in den Griff, immer hakt es irgendwo und das Gitter will auch auf kleinen Strecken (zB 30cm) nicht in der Nut verschwinden.

Gaffa-/Panzertape ist der Geheimtrick!

Irgendwann fragte ich mich ob Panzertape ggf. helfen würde? Und es hilft! Nur noch mit Panzertape, nie mehr ohne! Einfach ein schmales Tape um die geschnittene Kante kleben – hiermit bekommt man nicht nur die kleinen Drähte in den Griff und kann sie „glätten“, man bekommt auch Stabilität in das sich ewig aufrollende und verbiegende Drahtgeflecht. Das geht so gut, das man ganz entspannt auch auf über einem Meter den Draht in die Nut einfädeln kann!

Also, wer Nagerdraht in eine Holznut bekommen möchte, der umklebt die Kanten mit Tape, welches in den Nuten verschwindet und nicht sichtbar ist. An manchen Ecken überstehendes Tape hab ich mit einem Kuttermesser einfach später entfernt.

Man muss bei der ganzen Konstruktion darauf achten, wann man Holzteile zusammenleimt. Ich habe erst den unteren und oberen Rahmen verleimt, dann auf dem Unteren die vertikalen Leisten gesteckt, dann die Gitter eingefädelt und erst dann verleimt. Am Ende hab ich dann die Gitter noch in den Nuten verschraubt, da ich Angst habe, das man es an mancher Stelle ggf wieder herausbiegen kann, wenn man als grosse Maus nur lange genug rödelt – Wahrscheinlich unbegründet, die Angst, aber was solls – so hilt das Gitter auch bei der Gesamtstabilität der Konstruktion.

Leider kann ich die Schrauben nicht tief genug versenken um Diese unter Holzrundstäben zu verstecken – das ging nur an einer Leiste, wo ich meine Nut nicht mittig gesetzt habe. Bei mittiger Nut in 34mm breiten Leisten bleibt einfach nicht genügend Tiefe um das vernünftig zu machen (zumindest für mich nicht ;) – So sieht man nun zur Gittersicherung doch Schrauben. Nicht geplant, aber nicht schlim – am Ende wird es ja noch weiss gestrichen. Nächstes Mal kommen die Nuten nicht mittig.

Detail Achtern mit Klappe.

Einfacher als gedacht stellte sich die Konstruktion für die abgerundete Dekolücke heraus – Erst die kleine Gitterkonstruktion als selbsttragendes Teil gebaut – diesmal mit Rückplatte und vorderem Rundbogen und dann auf die vorgesehene Querleiste geschraubt und das Gitter der grossen Box drumherumgebaut. Insgesamt gilt hier wie bei allem: Etwas vordenken und dann einfach machen, zwischendurch wieder innehalten, etwas denken – auch ein paar Schritte voraus – und weitermachen. So habe ich mich auch beim zurechtschneiden der Gitter und beim vernuten immer herangetastet. Wichtig ist das „ETWAS voraus Denken“ – Nicht „gar nicht“ Denken und auch nicht versuchen alles voraus zu denken – halt wie im richtgen Leben. Hab ich ja meine Probleme mit, weil ich immer ALLES bedenken will ;)

Gitterverlobung

Das Werkzeug, welches ich bei dieser Konstruktion übrigens lieben gelernt habe sind die Stechbeitel (auch bei der Nothilfe für den Schrank) – Hab ich manches doch schneller mit dem Beitel ausgestemmt als den Multimaster aus der Box geholt.

Bevor es nun an den Sprossenfensterbogen oben geht versogte ich die links offen stehenden 20cm noch mit einem Deckel. Vorher schön gefalzt (etwas vorgedacht ;-) und nun einfach ein kleines Brett fein gesägt – Schubladengriff dran schwups passt es sich perfekt der Falz an ;-).

Der eckige Teil steht nun geschliffen da. Über Tür, Separierungswände, Sprossenfenster und Verschlüsse von Deckel & Tür berichte ich im nächsten Teil … erstmal muss ich weiter fuschen … ;)

PS: Der Nachbar war heute zufällig da. Der war früher Tischler und ist bald 80. Mit einem zustimmenden Nicken in meine Richtung sagte er: „Das hätte ich nicht von Dir gedacht, Sven, Respekt .- wer hat Dir Schwalbenverbindungen gezeigt?“ – Da bin ich scho a bisserl Stolz drauf, wenn der mit seinen Fingern über die Holzverbindung streicht und sowas sagt – Ja, auch wenn mir bewusst ist, das er sicher keinen Tischlerstandard bei der Beurteilung anlegt, sondern den „Zwei linke Hände-IT-ler Standard“ ;-)


Nothilfe für den Schrank

Vor der Schiffsbrücke kam an anderer Stelle der Hecke ein alter Küchenschrank in unseren Vorgarten. Das Dieser nicht lange halten wird war klar & nun sah er nach zwei jahren auch aus als ob der in den nächsten Minuten zusammenfallen würde: Die Mittlere Platte aus Pressholz war aufgequollen und löste sich auch ohne Mäusehilfe langsam aber sicher auf.

Nicht nur die Nachbarn haben angst um die schöne Keramik im Schrank.

Bei Sonnenschein unterbrach ich für heute den Mäusekäfigbau (demnächst mehr hier) und machte mich an die Nothilfe für den Schrank. Wenigstens noch einen Winter soll er halten, so der Wunsch der Froo.

Operation am offenen Schrank.

Oberteil abgeschraubt und dabei auch gleich die Rueckwand von Selbigem in der Hand gehabt. Dann die Pressholzplatte runtergebröckelt und weitere Schäden entdeckt: Die Seitenecken des Unterschranks waren auch schon so auseinander gequollen, das diese diverse Stützen und Winkel aus der Resteholzkiste bekamen. Zusätzlich musste vorne am Unterschrank noch eine neue Leiste zugesägt werden, da durch das Verziehen das Schrankes diverse Lücken offen standen.

Nachdem der Unterschrank wieder stabil schien kam die neue Platte aus Leimholz auf den Unterschrank. Danach die Rückwand mit diversen Restholzstücken wieder stabil an den Oberschrank und Selbigen wieder auf den Unterschrank. An meinem Bodenpfeiler (hinter dem Schrank, mit Bodenhülse fest verankert) wieder festgeschraubt und die neue Platte und diverse „Stellen“ etwas mit Farbe versorgt.

Nicht neu, aber der Unterschrank hält wieder.

Gute vier Stunden später sieht er wieder so aus, als ob er diesen Winter noch überstehen würde … wir werden sehen.

Ne MäuseApp ist ja schön und gut …

Vor drei Tagen kamen die Mäuse und nun muss alles Wissen für das Mausparadies herhalten, denn das „mal eben schnell“-gekaufte Aquarium kann ja nicht alles sein. Egal ob nun für zwei Wochen oder zwei Jahre.

Das kurzfristig eingerichtete „Maushausen“.

Die Idee ist einen Käfigaufsatz für das Aquarium zu bauen. Ca drei Stockwerke „oben druff“. Der Standplatz wird noch mal gewechselt und aus diesem Grund geht es dann auch nicht die ganze Aquarienbreite in die Höhe, sondern nur 80cm (anstatt der 100cm Breite).

Das ist Pasta; Pasta frisst nur Pasta. (B/P)asta.

„Mal eben schnell fuschen“, dachte ich. Tja, das war wohl nix. Nun sind zwei Tage vergangen und ich sehe langsam Land. Die Phantasie brodelt ja quasi bei solch Ideen und nur „das Nötigste“ war schnell komplex: Es musste eine Möglichkeit gefunden werden, wie man einen Teil des Aquariums reinigen kann ohne das die Mäuse wieder in der Speiseschublade verschwinden ;). „Wir bauen ne Mausklappe, so das wir eine Hälfte des Aquariums absperren können, und die andere Hälfte können wir dann reinigen“, war meine Idee. Die Froo erwiederte „… aber mit App Steuerung!“.

Ja, kein Problem, hatte ich an dem Abend zügig fertig: Wemos D1 spricht Steppermotor an, welcher über eine Webseite gesteuert wird ;-) … aber Praktikabel war das nicht *lach* … aber es geht und auch nach einer dicken Sommerpause brauchte ich nur ca 2 Stunden bis alle Elektronik und Holzprototyparbeiten abgeschlossen waren – die nächste Nacht träumte ich dann von einer mechanischen Handlösung ;) – Und die setze ich auch gerade um.

Prototyp der Mauseklappe – Natürlich mit WebApp.
Rudimentäre Webseitensteuerung ;)

Alles in Allem nur ein paar Balken mit seeeeeehr vielen Sägeschnitten, Falzen, Nuten, Löchern & Gehrungen. Wieder viele Schritte auf dem Weg zum Obermokler ;). Wieder die Grenzen meines Könnens und meiner Werkvorrichtungen kennenlernen, nebenbei mal eine neue Bauen und lernen das auch Diese verbesserungswürdig ist. Details folgen – nur Eines vorweg: Ich muss an meiner Effizienz & Organisation arbeiten … man glaubt es kaum, aber es ist so!

Ungeschliffen aber mit ein paar Nuten versehen.

Datt Lager

Erst war es ein Scherz in meinem Kopf: „Ich sollte mal langsam Inventur machen“ und dann wurde es eine Notwendigkeit. Ich hab da mal Inventur gemacht und aufgeschrieben, was da in meinem Lager alles Lungert. Weniger um das Freunden zur Verfügung zu stellen, sondern damit ich selbst noch weiss, was genau denn alles so da sein müsste, damit ich den Anderen auch noch was in China lasse ;-)

Faszinierend ist ja auch: Lagerhaltung kann ich besser als das Basteln selbst ;-) Aber egal, macht Spass und ggf. sollte ich auch mal von meinem Kinderspielzeug, meinem Lego, mal ne Lagerliste erstellen …. wer hat Lust zum Steinezählen vorbei zu schauen? ;-)

Die Liste: teile_inventar

Ladet euch die Liste runter und macht nen ‚grep -i‘ drauf. So findet ihr schnell, was da ist und wer etwas schneller als Chinalieferzeiten benötigt gibt ne Mail oder ein Laut von sich. Dies ist keine offizielle Verkaufsliste, dieses ist eine „Wenn jemand was im Freundes- oder Ortschaftskreis schnell mal benötigt“ Liste.

Ich werde sie hier aktuell halten (Wochen/Veränderungsbasis) und noch meinen anderen irgendwie IT relevanten Kram hinzufügen, der im Nachbarlager schlummert ;) – Dann hört ggf. endlich das „Ach hättste man was gesagt, hab ich noch liegen“ Gejammer auf ;-)

Wer ist eig. mein Erbe? Der/Die sollte sich langsam schon mal freuen – so ein inventarisiertes und aufgeräumtes Erbe hat sicherlich noch keiner angetreten *lach* .. ähh Moooment .. ich brauch noch etwas .. bin noch nicht fertig mit sortieren! Dauert noch! ;)

 

Es artet aus – wie immer ;-)

Tja, kaum ist das Wochenende da rumpelt es wieder in der Kiste. An zwöf Ecken wird gleichzeitig geschraubt und ich hoffe jedes mal nicht den Überblick zu verlieren. Nachdem die ersten Sensoren in mein Dashboar intergriert waren (ich erwähnte: Grafana) ging es daran auch die anderen Infrastrukturkomponenten dort sichtbar zu machen – zumindest das „sinnvolle“ ;-)

Der Überblick: Temperaturen. „Sinnvoll“ tatsächlich für das Fleisch in den Gefriertruhen und für die Überwachung des Keramik-Brennofens der Froo.

Als erstes wollte ich meinen DSL Leitungszustand sehen – letzte Woche waren wir tatsächlich ein paar Tage mit geringerer Bandbreite angebunden als bezahlt und ich merkte das erst subjektiv. Drum gesucht und nicht wirklich gefunden: Aus diesem Grund aus Codeschnippseln im Netz mal ein kleines Komandozeilentool gebastelt um verschiedene Dinge der Fritzbox abzufragen (ja, kommt online – doch Schritt für Schritt ;-). und ein Zweites um diese Infos dann zum MQTT Server zu geben.

Nebenbei kam ich beim python-phao-mqtt weiter und ich hab meinen ersten rudimentären Überwachungsclient für Linux & macOS der auf den Servern laufen kann. Dieser sendet nicht nur den Onlinestatus – und eben Offline per MQTT Last-Will, sondern auch die laufenden Services ganz einfach per aktueller Prozessliste minus meiner Ausschlussliste, was ich nicht sehen will = dynamische Prozessliste die ich übermittelt bekomme.

Der mehr technische Blick: Was läuft, was lief wann nicht und Personenerkennung über WLAN Signalstärke der Sensoren ;-)

Läuft alles noch nicht so rund, wie ich möchte. Insbesondere die Sensoren melden sich für meinen geschmack noch zu häufig beim MQTT Broker ab und an – ggf liegt das am WLAN, welches ich nebenbei ja auch umgebaut habe. Nicht nur für die Froo, sondern auch für die Sensoren ;) gibt es jetzt ein ziemlich flächendeckendes Mesh aus drei Asus Routern – willkommen in der neuen Welt ;)

Ich mag WLAN ja nicht so, kennt ihr ja – aber was solls – wenns Daten bringt ‚;-) Schon echt faszinierend, was ich aus meinen Popeldaten für Rückschlüsse bez Anwesenheit von Personen und ähnlich schliessen kann. Bringt mich nicht auf die glücklichere Seite des Lebens – rein Welt-Gesamtbetrachtungstechnisch, aber wenigstens weiss ich nun ob es dem Fleisch in der Truhe auch gut geht, das ist wichtig!

PS: Wer in Bremerhaven / Cuxhaven und Umzu irgendein Kleinteil bez. Arduino, ESP8266 und Zubehör, wie Sensoren, Kabel, Ersatzteile für den Creality CR10-S benötigt, der gebe Bescheid: Ich mach den Arduino Späti.

Ich kann zwar für keine Verfügbarkeit garantieren – aber der Postboote meint: Chinas Lager müssten nun leer sein und er wundert sich jeden Tag, das er noch was bringen kann … es ist ja echt fein: Wenn man vor monaten mal angefangen hat was in China zu bestellen, dann trudelt das ja zeitlich sehr variant ein und jeder Tag ist eine Überraschung. Was kommt heute,? „Brauche“ ich das vor anderem Zeug oder leg ich das nur noch auf Halde, weil ich auf Grund der langen Lieferzeit schon vergessen habe, was das überhaupt ist?! ;) Haben ist ja bekanntlich besser als brauchen – und irgendwie nervt es halt, wenn man ne Idee hat und mn dann auf ein Teil wochenlang warten muss – die Wahrscheinlichkeit der Teileverfügbarkeit muss steigen ;) … manchmal klappt es schon sehr gut: Idee & einfach dafür in die Kisten greifen. Sehr fein. Ist halt Lego für „Erwachsende“ … und schon da half nur Quanti- & Diversität ;-)