Mäusekäfig bauen (2/2)

Der Mäusekäfig, Kuddel findet ihn klasse ;-)

Nu steht er da – der neue Mäusekäfig für unsere beiden Zugelaufenden. Bis auf ein kleines Detail ist er fertig und auch schon im Einsatz. Die ersten Tage zeigen, dass sich die Mäuse sichtlich wohl fühlen.

Doch hier, der Bericht über den Bau des Sprossenfensters, der Tür und der Verschlüsse von Deckel & Tür. Wieder mal kräftig gefuscht – aber selbst die Froo bestätigt: Das Ding darf in der Wohnstube stehen bleiben, und ggf. sogar so natur. Geplant war eigentlich ShabbyWeiss, damit man noch ein paar Ecken verstecken kann ;-)… muss man aber gar nicht, auch wenn das Sprossenfester eine wirkliche Herausforderung war!

Laut Froo-Wunsch sollte das Ding nicht nur rund sein, es sollte sich natürlich der Optik unserer Sprossenfenster am Haus anpassen – also ein ganz spezielles Rundungsverältnis – und natürlich KEIN Kreis. Also war nix mit Fräszirkel und ich musste aus dem ausgerechneten Massen irgendwie eine Vorlage bauen, damit ich später an dieser entlang fräsen kann. Ein Desaster! Eine Vorlage aus OSB ist murks – oder ich zu unfähig ;-) Und auch mit irgendwann geschaffener und ausgebesserter Vorlage brauchte ich drei Versuche bis ich annaehernd zufrieden war.

Das sind noch nicht genügend Zwingen!

Wichtig beim Fräsen: Festklemmen, festklemmen, festklemmen und verdammt noch mal festklemmen! Nein, noch mehr festklemmen! Da ich mit einem Bündigfräser an meiner Vorlage entlang fräsen wollte gab es drei Lagen Holz auf dem Werktisch: Als erstes Restestücke als Unterlage mit einem möglichst freien Fräsweg, dann das spätere Original und oben druff die Vorlage. Drei Lagen die nicht verrutschen dürfen – ist mir zweimal passiert und zack: Brett wegschmeissen.

Die geraden Strecken habe ich an einem Lineal als Anschlag gefräst, damit diese auch wirklich gerade sind (ich erwähnte meine Murksvorlage ;) und die Rundungen dann an der Vorlage – das schwierigste war dabei durch das mehrfach angesetzte Lineal und der Vorlage das passend zueinander zu bekommen. Nächstes mal werde ich eine bessere Vorlage bauen um an dieser komplett entlang zu fahren – und ist die Vorlage nicht perfekt, wird diese eher ein zweites mal hergestellt, als nachher diesen Ärger beim original zu haben – zweitweise hab ich echt gedacht, selbst ich würde das mit der Stichsäge besser hinbekommen,… aber ich wollte fräsen & lernen – und das hab ich.

Sprossenfenster mit Falz & Nuten für Gitter

Als das Sprossenfester fertig war habe ich das runde, geschlossene Hinterteil tatsächlich nur mit der Stichsäge gesägt ;) – Vernünftig geschliffen und passte auch – bei den Innensprossen hätte das aber sicher nicht solch feine abgerundete Innenecken gegeben, drum war der Fräsereinsatz schon gerechtfertigt und wird nächstes mal auch besser: ich hab mir nen Kurvenfix gegönnt. Ich werde berichten.

In den Bogen gab es dann in beiden Teilen einen Falz um das Gitter zu befestigen. Hier nicht komplett mit Nut, da ich keinen passenden Nutfräser an der Hand hatte. So kommt das Gitter an der kurzen geraden Stelle aus der Nut und wird dann einfach auf der Falz verschraubt. Das sah natürlich nicht so fein aus und so hab ich es mit einer kleinen gebogenen Leiste abgedeckt – so sind nur drei Schrauben sichtbar und man hat tasächlich einen feinen Abschluss. Beim nächsten mal würde ich noch drauf Achten, das ich eine solche Blende am Anfang und Ende auch in einer Nut verschwinden lasse. Dieses mal war ich mir aber unsicher ob das die Leiste nicht beschädigen würde – ich war sowieso schon begeistert, das man eine solch 5mm dicke Leiste einfach so schön biegen kann!

Gut das ich zwischendurch mal versucht hatte einen Fräsfehler mit Sägespähne und Kleister auszubessern, da hatte ich nämlich einfach mal mit Zwingen eine solche Leisteüber den Bogen gespannt – das Ausbessern war zwar totaler Murks ;) – aber es blieb die Idee mit der Leiste als spätere Blende. Also, denkt dran: Vermeindliche Fehler führen manchmal auch zu ganz neuen Lösungen! Ist mir beim Mäusestall einige Male passiert!

Probestücke – immer wieder Probestücke. Hier das Einlassen der Scharniere.

Die letzte Aufregung gab es dann bei der Tür – passt sie, oder passt sie nicht. ich wollte das sie genau passt. Keine grosse Lücke zwischen Rahmen und Tür, aber doch genug damit sie nicht schleift. Sven und Millimeterarbeit … ;-) Doch die Sorgen waren unbegründet. Die grösste Ungenauigkeit barg das Holz selbst – man man man, wie krumm und schief Holz sein kann … Sven, willkommen im Club der „Ich guck mir die Latten im Baumarkt ganz genau an“ – Kollegen und fabriziere nun auch son scheiss Ausschusshaufen auf den Holzstapeln. Geht ja aber auch nicht anders, da macht eine 34x24mm Latte mal eben 2cm! Bogen auf einen Meter, das kann man natürlich nicht brauchen – da flutscht jede Maus zwischen her. Drum: Augen auf beim Lattenkauf!

Und wieder zeigt sich, was ich seit einigen Projekten beherzige: Nur mässige Vorplanung (ich erwähnte es). Zwar Vorausdenken und auch Arbeiten, aber nicht zu weit. Früher hätte ich den Türrahmen wahrscheinlich zu Beginn aus theoretischen Massen gleich mit abgelängt, doch das tue ich heute nicht mehr. Erst den Rahmen bauen und dann noch mal messen – auch, wenn ich ziemlich über annähernd „theoretische“ Zahlen überrascht war *griemgrinsStolzsei* – nen Millimeter war drin, und den konnte ich beim Rahmenbau beachten.

Der Türrahmen wurde wieder auf Gehrung und mit Nut fürs Gitter versehen. Ich verwendete etwas schmalere Latten für den Türrahmen als für den Grundrahmen. Ist Optisch viel gefälliger, da der Türrahmen nicht so wuchtig erscheint. Dieses mal gab ich etwas mehr Tolleranz bei der Nuttiefe, damit das Gitter auch wirklich weit genug versinken kann – die Ecken des Rahmen sollten die Türmasse bestimmen und nicht das Gitter ;) – Das hat fast perfekt geklappt, ein kleine Welle ist nach dem Rahmen leimen übrig geblieben, aber die ist zu verschmerzen.

Eingesetztes Scharnier & man kann den dünneren Türrahmen erkennen.

Für die Scharniere hatte ich mich für Messing entschieden. Diese müssen in Tür- und Grundrahmen versenkt werden. Der erste filligrane Einsatz von Stechbeitel und Hammer stand bevor! Da ich langsam gelernt habe von jedem „Scheiss“, bei dem man sich nicht 100% sicher ist, oder wo man noch nicht gaaanz genau weiss, dass das Mass oder die Art und Weise passt, einen Prototyp zu bauen – baute ich auch hier erstmal einen Prototyp. Man kann es auch Teststück nennen, egal: Früher hab ich den Aufwand gescheut, denn es ist ja doppelte Arbeit, doch heute weiss ich das man auf diese Weise viel bessere Ergebnisse & Optimierungen schaffen kann!

Also ran an den Stechbeitel, Probestück gefertig, Optimierung entdeckt und dann rann an den Grund- und Türrahmen. Am Ende war eine Ausspahrung am Grundrahmen tatsächlich nicht perfekt (nicht passend auf nen 10tel), aber lange schön genug um mich zufrieden zu stellen.

Und – die Tür passt! So gut hab ich es mir vorher nicht vorstellen können – ich weiss, was für nicht-passende Türen ich in meinem leben schon produziert habe ;-) Der kleine Trick um das Spaltmass beim anschrauben der Tür perfekt hinzubekommen ist normales Kopierpapier. Ein Blatt Papier ist ca 0,1mm dick. Ich wollte 0,2mm Spalt und legte darum 2 Blätter übereinander auf den unteren Rahmen beim Einbau und vorher schon beim testen ohne Scharnier. So konnte ich den Türrahmen auf das perfekte Mass an der Oberkannte schleifen – da sieht keiner ob 0,2mm fehlen oder nicht – aber einen zu grossen Spalt würden alle schnell merken: Die Müse wären weg ;)

Zum Schluss habe ich noch Magnete in beide Rahmen versenkt. So hält die Tür auch oben und unten fein obwohl es nur eine mittige Verrieglung gibt. Auch bei den Verrieglungen aus einem Rundstab habe ich mit Magneten gearbeitet. ist noch nicht so, wie ich möchte – die Dinger können ruhig stärker sein, aber es geht. 1cm Durchmesser und 2mm Dick sind sie – beim nächsten mal probier ich welche die 5-6mm Dick sind.

Türknauf aus dem alten Handtuchhalter von Mama & Papa ;)

Am Ende habe ich noch einen Mama & Papa Erinnerungsknauf an beide Verschlüsse (Deckel und Tür) gebastelt ;-) Vor kurzem erzählte ich meinen Eltern, das alles was sie an Vollholz unter die Hände bekommen zu mir soll – zack hatte ich ihre alte Handtuchhalterstange aus Teak in der Hand – Kleine Stücke davon wurden mit einem Loch versehen und auf die Verschlussrundstäbe gesteckt/geklebt. Fertig ist das Designelement ;)

Damit die kleinen Racker auch mehrere Ebenen bekommen und auch wirklich etwas vom hohen Käfig haben, baute ich aus den Negativstücken des Rundbogens kleine Plattformen: Vernünftig Kanten rund gefräst und geschliffen. Kleine Holzwinkel gesägt und gefräst und eingeleimt (zum Schnellfixieren habe ich an einer Stelle keinen Leim, sondern Sekundenkleber verwendet). Die „Stockwerke“ wurden dann mit einer Schraube auf einem Winkel fixiert – so können sie später mal leicht ausgetauscht werden und fest ist es trotzdem.

Was noch fehlt ist die kleine verschliessbare Trennwand im Aquarium – der Einbau folgt, aber nicht heute. Ich muss los Geld verdienen und bin irgendwie doppelt stolz, dass ich den Rundbogen und den Rest an einem Wochenende mit etwas Zeitdruck geschafft habe. letzteres ist ja gar nicht meins bei Dingen, die ich noch nicht im Schlaf beherrsche … und drum: Morgens noch Holzfuschen und Nachmittags im Zug noch immer mit der Arbeit zufrieden sein. Das ist fein.

Wirklich wieder nen Sack voll Themen gelernt, danke.



Mäusekäfig bauen (1/2)

Der eckige Teil, noch ohne Tür.

Für ein 100cm x 40cm x 40cm Aquarium soll ein aufsteckbarer Mäusekäfig für unsere zwei „zufällig“ zu uns gestossenen Mäuse entstehen. Besonderheit dabei: Der Aufsatz soll nur 80cm breit in die Höhe gehen, da dies der Breite unser Mittelpfeilers im Haus entspricht und auch die „Deckoeinbuchtung“ in eben selbigem Pfeiler soll ausgenutzt werden. Das ganze soll sich natürlich der abgerundeten Sprossenfesteroptik des Hauses anpassen. – Wieder mal eine grandiose Idee der Froo – Eckig reicht ja nicht, muss rund mit Sprossenoptik sein; vielen Dank ;)

Nachdem die Leisten genutet, gefräst und watt weiss ich waren (siehe auch Beitrag „Ne MäuseApp ist ja schön und gut…„) ging es an den Zusammenbau meiner erdachten Konstruktion. Große Zeichnungen hatte ich bis auf die Grundform nicht angefertigt und so war ich gespannt ob alles wenigstens annähernd passt ;)

Die Holzleisten passten soweit gut zusammen. Interessant wurde es beim Zusammenführen von Nagergitter und den Fugen in den Leisten: Versucht es erst gar nicht ein Nagergitter, welches mit der Blechschere geschnitten wurde in eine 2,8mm (Breite meines Sägeblattes an der Tischkreissäge) breite Nut zu fummeln – das geht nicht ;)

Zwei Abende hab ich es versucht, geflucht und immer wieder aufgegeben. Die kleines abgeschnittenen Drähte verklemmen sich immer wieder im Holz. Man bekommt sie einfach nicht in den Griff, immer hakt es irgendwo und das Gitter will auch auf kleinen Strecken (zB 30cm) nicht in der Nut verschwinden.

Gaffa-/Panzertape ist der Geheimtrick!

Irgendwann fragte ich mich ob Panzertape ggf. helfen würde? Und es hilft! Nur noch mit Panzertape, nie mehr ohne! Einfach ein schmales Tape um die geschnittene Kante kleben – hiermit bekommt man nicht nur die kleinen Drähte in den Griff und kann sie „glätten“, man bekommt auch Stabilität in das sich ewig aufrollende und verbiegende Drahtgeflecht. Das geht so gut, das man ganz entspannt auch auf über einem Meter den Draht in die Nut einfädeln kann!

Also, wer Nagerdraht in eine Holznut bekommen möchte, der umklebt die Kanten mit Tape, welches in den Nuten verschwindet und nicht sichtbar ist. An manchen Ecken überstehendes Tape hab ich mit einem Kuttermesser einfach später entfernt.

Man muss bei der ganzen Konstruktion darauf achten, wann man Holzteile zusammenleimt. Ich habe erst den unteren und oberen Rahmen verleimt, dann auf dem Unteren die vertikalen Leisten gesteckt, dann die Gitter eingefädelt und erst dann verleimt. Am Ende hab ich dann die Gitter noch in den Nuten verschraubt, da ich Angst habe, das man es an mancher Stelle ggf wieder herausbiegen kann, wenn man als grosse Maus nur lange genug rödelt – Wahrscheinlich unbegründet, die Angst, aber was solls – so hilt das Gitter auch bei der Gesamtstabilität der Konstruktion.

Leider kann ich die Schrauben nicht tief genug versenken um Diese unter Holzrundstäben zu verstecken – das ging nur an einer Leiste, wo ich meine Nut nicht mittig gesetzt habe. Bei mittiger Nut in 34mm breiten Leisten bleibt einfach nicht genügend Tiefe um das vernünftig zu machen (zumindest für mich nicht ;) – So sieht man nun zur Gittersicherung doch Schrauben. Nicht geplant, aber nicht schlim – am Ende wird es ja noch weiss gestrichen. Nächstes Mal kommen die Nuten nicht mittig.

Detail Achtern mit Klappe.

Einfacher als gedacht stellte sich die Konstruktion für die abgerundete Dekolücke heraus – Erst die kleine Gitterkonstruktion als selbsttragendes Teil gebaut – diesmal mit Rückplatte und vorderem Rundbogen und dann auf die vorgesehene Querleiste geschraubt und das Gitter der grossen Box drumherumgebaut. Insgesamt gilt hier wie bei allem: Etwas vordenken und dann einfach machen, zwischendurch wieder innehalten, etwas denken – auch ein paar Schritte voraus – und weitermachen. So habe ich mich auch beim zurechtschneiden der Gitter und beim vernuten immer herangetastet. Wichtig ist das „ETWAS voraus Denken“ – Nicht „gar nicht“ Denken und auch nicht versuchen alles voraus zu denken – halt wie im richtgen Leben. Hab ich ja meine Probleme mit, weil ich immer ALLES bedenken will ;)

Gitterverlobung

Das Werkzeug, welches ich bei dieser Konstruktion übrigens lieben gelernt habe sind die Stechbeitel (auch bei der Nothilfe für den Schrank) – Hab ich manches doch schneller mit dem Beitel ausgestemmt als den Multimaster aus der Box geholt.

Bevor es nun an den Sprossenfensterbogen oben geht versogte ich die links offen stehenden 20cm noch mit einem Deckel. Vorher schön gefalzt (etwas vorgedacht ;-) und nun einfach ein kleines Brett fein gesägt – Schubladengriff dran schwups passt es sich perfekt der Falz an ;-).

Der eckige Teil steht nun geschliffen da. Über Tür, Separierungswände, Sprossenfenster und Verschlüsse von Deckel & Tür berichte ich im nächsten Teil … erstmal muss ich weiter fuschen … ;)

PS: Der Nachbar war heute zufällig da. Der war früher Tischler und ist bald 80. Mit einem zustimmenden Nicken in meine Richtung sagte er: „Das hätte ich nicht von Dir gedacht, Sven, Respekt .- wer hat Dir Schwalbenverbindungen gezeigt?“ – Da bin ich scho a bisserl Stolz drauf, wenn der mit seinen Fingern über die Holzverbindung streicht und sowas sagt – Ja, auch wenn mir bewusst ist, das er sicher keinen Tischlerstandard bei der Beurteilung anlegt, sondern den „Zwei linke Hände-IT-ler Standard“ ;-)


Nothilfe für den Schrank

Vor der Schiffsbrücke kam an anderer Stelle der Hecke ein alter Küchenschrank in unseren Vorgarten. Das Dieser nicht lange halten wird war klar & nun sah er nach zwei jahren auch aus als ob der in den nächsten Minuten zusammenfallen würde: Die Mittlere Platte aus Pressholz war aufgequollen und löste sich auch ohne Mäusehilfe langsam aber sicher auf.

Nicht nur die Nachbarn haben angst um die schöne Keramik im Schrank.

Bei Sonnenschein unterbrach ich für heute den Mäusekäfigbau (demnächst mehr hier) und machte mich an die Nothilfe für den Schrank. Wenigstens noch einen Winter soll er halten, so der Wunsch der Froo.

Operation am offenen Schrank.

Oberteil abgeschraubt und dabei auch gleich die Rueckwand von Selbigem in der Hand gehabt. Dann die Pressholzplatte runtergebröckelt und weitere Schäden entdeckt: Die Seitenecken des Unterschranks waren auch schon so auseinander gequollen, das diese diverse Stützen und Winkel aus der Resteholzkiste bekamen. Zusätzlich musste vorne am Unterschrank noch eine neue Leiste zugesägt werden, da durch das Verziehen das Schrankes diverse Lücken offen standen.

Nachdem der Unterschrank wieder stabil schien kam die neue Platte aus Leimholz auf den Unterschrank. Danach die Rückwand mit diversen Restholzstücken wieder stabil an den Oberschrank und Selbigen wieder auf den Unterschrank. An meinem Bodenpfeiler (hinter dem Schrank, mit Bodenhülse fest verankert) wieder festgeschraubt und die neue Platte und diverse „Stellen“ etwas mit Farbe versorgt.

Nicht neu, aber der Unterschrank hält wieder.

Gute vier Stunden später sieht er wieder so aus, als ob er diesen Winter noch überstehen würde … wir werden sehen.

Ne MäuseApp ist ja schön und gut …

Vor drei Tagen kamen die Mäuse und nun muss alles Wissen für das Mausparadies herhalten, denn das „mal eben schnell“-gekaufte Aquarium kann ja nicht alles sein. Egal ob nun für zwei Wochen oder zwei Jahre.

Das kurzfristig eingerichtete „Maushausen“.

Die Idee ist einen Käfigaufsatz für das Aquarium zu bauen. Ca drei Stockwerke „oben druff“. Der Standplatz wird noch mal gewechselt und aus diesem Grund geht es dann auch nicht die ganze Aquarienbreite in die Höhe, sondern nur 80cm (anstatt der 100cm Breite).

Das ist Pasta; Pasta frisst nur Pasta. (B/P)asta.

„Mal eben schnell fuschen“, dachte ich. Tja, das war wohl nix. Nun sind zwei Tage vergangen und ich sehe langsam Land. Die Phantasie brodelt ja quasi bei solch Ideen und nur „das Nötigste“ war schnell komplex: Es musste eine Möglichkeit gefunden werden, wie man einen Teil des Aquariums reinigen kann ohne das die Mäuse wieder in der Speiseschublade verschwinden ;). „Wir bauen ne Mausklappe, so das wir eine Hälfte des Aquariums absperren können, und die andere Hälfte können wir dann reinigen“, war meine Idee. Die Froo erwiederte „… aber mit App Steuerung!“.

Ja, kein Problem, hatte ich an dem Abend zügig fertig: Wemos D1 spricht Steppermotor an, welcher über eine Webseite gesteuert wird ;-) … aber Praktikabel war das nicht *lach* … aber es geht und auch nach einer dicken Sommerpause brauchte ich nur ca 2 Stunden bis alle Elektronik und Holzprototyparbeiten abgeschlossen waren – die nächste Nacht träumte ich dann von einer mechanischen Handlösung ;) – Und die setze ich auch gerade um.

Prototyp der Mauseklappe – Natürlich mit WebApp.
Rudimentäre Webseitensteuerung ;)

Alles in Allem nur ein paar Balken mit seeeeeehr vielen Sägeschnitten, Falzen, Nuten, Löchern & Gehrungen. Wieder viele Schritte auf dem Weg zum Obermokler ;). Wieder die Grenzen meines Könnens und meiner Werkvorrichtungen kennenlernen, nebenbei mal eine neue Bauen und lernen das auch Diese verbesserungswürdig ist. Details folgen – nur Eines vorweg: Ich muss an meiner Effizienz & Organisation arbeiten … man glaubt es kaum, aber es ist so!

Ungeschliffen aber mit ein paar Nuten versehen.

Der Herbst ist da.

Nach einem Sommer der Seinesgleichen sucht hat es sich die Beberich wieder an Land gemütlich gemacht und genießt die Winterpause. Kaum ist das Abplanen durchgeführt und der Sonnenbrandt etwas abgeklungen geht es auch schon wieder los mit dem Fuschen an Holz & Elektronik:

Zum Geburtstag gab es eine Tischkreissäge – Endlich! Ich haderte schon sehr lange, und wie bei allem Werkzeug schwankte ich zwischen „brauchste nicht, machst ja eh nich wirklich was“ und „ich beutze das Fehlen zu häufig als Ausrede, Dinge nicht zun tun – die Ausrede muss weg ;-)“. Letzteres gewann und nun steht sie da – jetzt schon weit mehr genutzt als die Tauchsäge in den letzten Jahren, dabei steht sie erst wenige Wochen in der Hütte.

Die Tischkreissäge auf dem damit gefuschten Unterschrank.
Werktischgestell noch ungeschliffen ;)

Ich bin ja ein Fuscher,- das weiss hier jeder! Egal, es macht mir Spass mal zu sehen, was man geschaffen hat – auch wenn man es krum & schief geschaffen hat ;) – Der ehlende Job, bei dem man nichts physisches schafft, schafft einen ganz schön ;) – Und drum: Ich hab Spass beim mokeln und kann schon selber Fortschritte sehen:

Nach dem Unterschrank kam ein Werktisch und die Säge musste sogleich für diverse Verblattungen herhalten, einfach drauf los und irgendwie haute es auch hin. Noch lange nicht gut bis sehr gut aber immer Stueck fuer Stueck. Natürlich lernte ich erst nach dem Tisch, wie man gute & passgenaue Verblattungen und Verbindungen hinbekommt *lach* … aber das ist ja echt das feine, ich habe hier viel Spielraum zum lernen und merke wie etwas besser wird und wieviel Arbeit und Erfahrung dazugehört. – Ehrlich; bei dem was ich da jeden Tag für Geld mache habe ich das nicht, ja da bin ich am Zenith – war ich schon immer ;-) (Gut das das hier eh keiner liesst ;-)

Aber ganz ehrlich: Endlich habe ich mal die alte Oma-Weisheit durchbrochen: „Sven macht erst etwas, wenn er es schon kann.“, sagte meine Oma mal. Nein, so ist es nicht Oma: „Ich lerne, und ich kann es noch nicht.“ – Aber pssssst, wie ich schon schrieb: Schiet drup, macht bannig Laune.

Werkstatt mit Werktisch und Säge und diversem anderen Kram.

Der Tisch ist quasi noch nicht ganz fertig (die Arbeitsplatte ist noch nicht fest), da kommt die Froo um die Ecke und meint: „Wir haben Mäuse in der Küche!“ – Nunja, an so einer Maus ist nix dran, und lecker scheinen die auch nicht zu sein. Aus diesem Grund kam die gefangene Maus nicht in die Pfanne, sondern ist das überstürzt gekaufte Aquarium. Kaum war sie eingezogen kam die Zweite hinterher: „Struvelpeter“ und „Pasta“ – sie ernähren sich fast ausschliesslich von Dreifarbnudeln aus unserem Vorratsschrank.

Hundertsechzig Liter sind ja etwas wenig Raum für die Beiden, drum gleich wieder los und Holz für einen Aufsteckkäfig besorgt. Nebenbei: Es ist so cool Erwachsen zu sein; muss ja nicht jedes Mal ne Schiffsbrücke im Vorgarten sein ;-)

Datt Lager

Erst war es ein Scherz in meinem Kopf: „Ich sollte mal langsam Inventur machen“ und dann wurde es eine Notwendigkeit. Ich hab da mal Inventur gemacht und aufgeschrieben, was da in meinem Lager alles Lungert. Weniger um das Freunden zur Verfügung zu stellen, sondern damit ich selbst noch weiss, was genau denn alles so da sein müsste, damit ich den Anderen auch noch was in China lasse ;-)

Faszinierend ist ja auch: Lagerhaltung kann ich besser als das Basteln selbst ;-) Aber egal, macht Spass und ggf. sollte ich auch mal von meinem Kinderspielzeug, meinem Lego, mal ne Lagerliste erstellen …. wer hat Lust zum Steinezählen vorbei zu schauen? ;-)

Die Liste: teile_inventar

Ladet euch die Liste runter und macht nen ‚grep -i‘ drauf. So findet ihr schnell, was da ist und wer etwas schneller als Chinalieferzeiten benötigt gibt ne Mail oder ein Laut von sich. Dies ist keine offizielle Verkaufsliste, dieses ist eine „Wenn jemand was im Freundes- oder Ortschaftskreis schnell mal benötigt“ Liste.

Ich werde sie hier aktuell halten (Wochen/Veränderungsbasis) und noch meinen anderen irgendwie IT relevanten Kram hinzufügen, der im Nachbarlager schlummert ;) – Dann hört ggf. endlich das „Ach hättste man was gesagt, hab ich noch liegen“ Gejammer auf ;-)

Wer ist eig. mein Erbe? Der/Die sollte sich langsam schon mal freuen – so ein inventarisiertes und aufgeräumtes Erbe hat sicherlich noch keiner angetreten *lach* .. ähh Moooment .. ich brauch noch etwas .. bin noch nicht fertig mit sortieren! Dauert noch! ;)

 

Netzteil für ESP, Arduino & Co

Damit ich nicht immer ein passendes Netzteil suchen muss, wenn ich mal wieder einer meiner Bastelein auch ohne USB Anschluss auf meinem Schreibtisch ausprobieren will, habe ich mir ein kleines Netzteil gebastelt.

Basierend auf einem DP20V2A* und zwei LM2596* hab ich nun ein Netzteil, welches mir 3,3V, 5V, 12V direkt ausgibt. Dazu noch einen variablen Ausgang vom DP20V2A. So bekomme ich fast alles, was ich zwischen nix und 12V, 2A benötigen könnte.

Noch nicht eingebaut, da noch nicht geliefert: USB Anschlüsse für 3,3V und 5V.

Man nehme die besagten Teile und packe noch 5 Stück 5.5×2.1 Buchsen* für die Anschlüsse drauf, dazu noch 4 x M3 Schrauben um den Deckel fest mit dem Gehäuse zu verschrauben, ein paar Kabel und den Lötkolben und schon kann man das ausgedruckte Gehäuse mit den Komponenten versorgen.  Natürlich benötigt man noch eine Stromversorgung – Ein Netzteil für das Netzteil ;-) Ich verwende ein ausgedientes 12V, 2A Steckernetzteil mit entsprechendem 5.5×2.1 Anschluss.

Wie fast überall bei meinen Gehäusen können die LM2596 einfach „eingeklickt“ werden, Schrauben benötigt man wirklich nur für den Deckel, denn auch wenn der gut sitzt – durch das An- und Abstecken der Anschlusskabel hab ich es dann doch lieber wirklich fest.

Man könnte sich noch überlegen einen Stein reinzukleben, damit es etwas schwerer wird. Die Bedienung würde damit sicherlich noch etwas einfacher werden, da es dann nicht so schnell verrutscht. Ich werde mal gucken ob/wie sich das realisieren lässt.

Die Druckdatein findet ihr auf thingiverse.com: https://www.thingiverse.com/thing:2809082

Für die Anschlusskabel benutze ich die erwähnten 5.5×2.1 Anschlüssen auf der Seite des Netzteils und auf der anderen Seite, was ich eben benötige. Bei mir sind dies meisst Pins für ein Breadboard. Durch die verwendeten Anschlüsse am Netzteil kann hier alles angeschossen werden, was man benötigt, man muss sich halt nur ein paar Anschlusskabel basteln.

*) Die Links entsprechen KEINER Kaufempfehlung, sie dienen nur der Erklärung was ich verwendet habe.

UPDATE 02/03:
Ein paar Tage später nun auch mit USB Anschlüssen. Meine Löcher waren einen Ticken zu groß, Heisskleber half hier – Ich denke man sollte die eh ankleben um sie nicht irgendwann in der Hand zu haben:

Gehäuse für den Forumslader

Zum Ende der letzte Saison gönnte ich mir endlich den Forumslader inkl IQ-X Scheinwerfer fürs Fahrrad. Eine Ladeelektronik inkl Akku, die an den Dynamo angeschlossen wird und über zwei USB Schnittstellen entsprechend Strom zur Vefügung stellt. Das Ding hat sich bei den Touren als hervorragend herausgestellt und ich wollte endlich mein Gehäuse-Workaround loswerden: Da nichts anderes da war, war es die Zeit über in einem alten Plastikgehäuse eines Auto-Cockpit-Pflegetuches – gesichert mit Socken ;-)

Das neue Gehäuse inkl zwei Deckelversuchen ;)

Nun ist ja aber der 3D Drucker da und sowas wird nu konstruiert. 3D Modelierer würden mich wahrscheinlich für meine Modelle erschlagen, aber was solls – das geringe Wissen über Blender führte zum Ziel. Der Forumslader wurde ausgemessen, ein kleines Teststück ausgedruckt, angepasst und über Nacht komplett gedruckt. Beim Deckel (an der Unterseite) brauchte ich drei Ausdrucke bis es passte – weniger war es die Passgenauigkeit, die stimmte auf Anhieb – es waren die „Nüpsel“, die den Deckel über Kopf sicher am Gehäuse halten sollen. Ich musste etwas rumprobieren, bis ich die richtige Form und Ausdrucksweise (Füllung 100%) gefunden hatte damit sie hart & flexibel genug sind um zu halten und auch wieder lösbar zu sein.

Passt. Ohne weiteres Zutun sitzt der Forumslader perfekt im Gehäuse.

Die entsprechenden STL Datein zum Druck findet ihr auf thingiverse.com:

https://www.thingiverse.com/thing:2803283

Am Rad. Die Möglichkeit für Kabelbinder erweist sich als sehr flexibel.

 

 

 

Ich bin sehr zufrieden mit dem Gehäuse und werde vom Alltagstest berichten, der die nächsten Tage wieder starten wird. Zwar hab ich mit meinen Winterbastelein noch genug auf dem Zettel, doch muss ich langsam auch wieder raus aufs Rad und ab zum Boot!

Es artet aus – wie immer ;-)

Tja, kaum ist das Wochenende da rumpelt es wieder in der Kiste. An zwöf Ecken wird gleichzeitig geschraubt und ich hoffe jedes mal nicht den Überblick zu verlieren. Nachdem die ersten Sensoren in mein Dashboar intergriert waren (ich erwähnte: Grafana) ging es daran auch die anderen Infrastrukturkomponenten dort sichtbar zu machen – zumindest das „sinnvolle“ ;-)

Der Überblick: Temperaturen. „Sinnvoll“ tatsächlich für das Fleisch in den Gefriertruhen und für die Überwachung des Keramik-Brennofens der Froo.

Als erstes wollte ich meinen DSL Leitungszustand sehen – letzte Woche waren wir tatsächlich ein paar Tage mit geringerer Bandbreite angebunden als bezahlt und ich merkte das erst subjektiv. Drum gesucht und nicht wirklich gefunden: Aus diesem Grund aus Codeschnippseln im Netz mal ein kleines Komandozeilentool gebastelt um verschiedene Dinge der Fritzbox abzufragen (ja, kommt online – doch Schritt für Schritt ;-). und ein Zweites um diese Infos dann zum MQTT Server zu geben.

Nebenbei kam ich beim python-phao-mqtt weiter und ich hab meinen ersten rudimentären Überwachungsclient für Linux & macOS der auf den Servern laufen kann. Dieser sendet nicht nur den Onlinestatus – und eben Offline per MQTT Last-Will, sondern auch die laufenden Services ganz einfach per aktueller Prozessliste minus meiner Ausschlussliste, was ich nicht sehen will = dynamische Prozessliste die ich übermittelt bekomme.

Der mehr technische Blick: Was läuft, was lief wann nicht und Personenerkennung über WLAN Signalstärke der Sensoren ;-)

Läuft alles noch nicht so rund, wie ich möchte. Insbesondere die Sensoren melden sich für meinen geschmack noch zu häufig beim MQTT Broker ab und an – ggf liegt das am WLAN, welches ich nebenbei ja auch umgebaut habe. Nicht nur für die Froo, sondern auch für die Sensoren ;) gibt es jetzt ein ziemlich flächendeckendes Mesh aus drei Asus Routern – willkommen in der neuen Welt ;)

Ich mag WLAN ja nicht so, kennt ihr ja – aber was solls – wenns Daten bringt ‚;-) Schon echt faszinierend, was ich aus meinen Popeldaten für Rückschlüsse bez Anwesenheit von Personen und ähnlich schliessen kann. Bringt mich nicht auf die glücklichere Seite des Lebens – rein Welt-Gesamtbetrachtungstechnisch, aber wenigstens weiss ich nun ob es dem Fleisch in der Truhe auch gut geht, das ist wichtig!

PS: Wer in Bremerhaven / Cuxhaven und Umzu irgendein Kleinteil bez. Arduino, ESP8266 und Zubehör, wie Sensoren, Kabel, Ersatzteile für den Creality CR10-S benötigt, der gebe Bescheid: Ich mach den Arduino Späti.

Ich kann zwar für keine Verfügbarkeit garantieren – aber der Postboote meint: Chinas Lager müssten nun leer sein und er wundert sich jeden Tag, das er noch was bringen kann … es ist ja echt fein: Wenn man vor monaten mal angefangen hat was in China zu bestellen, dann trudelt das ja zeitlich sehr variant ein und jeder Tag ist eine Überraschung. Was kommt heute,? „Brauche“ ich das vor anderem Zeug oder leg ich das nur noch auf Halde, weil ich auf Grund der langen Lieferzeit schon vergessen habe, was das überhaupt ist?! ;) Haben ist ja bekanntlich besser als brauchen – und irgendwie nervt es halt, wenn man ne Idee hat und mn dann auf ein Teil wochenlang warten muss – die Wahrscheinlichkeit der Teileverfügbarkeit muss steigen ;) … manchmal klappt es schon sehr gut: Idee & einfach dafür in die Kisten greifen. Sehr fein. Ist halt Lego für „Erwachsende“ … und schon da half nur Quanti- & Diversität ;-)

 

MukTi/one: In freier Wildbahn.

Watt cool: Ich entdeckte den MukTi/one auf der Schiffsbrücke in freier Wildbahn. Er wird täglich benutzt und macht der Froo spass!

Zwar sind schon zwei Themen aufgefallen, die demnächst mal einen Servicetermin rechtfertigen, aber die trüben den MukTi/one Spass keinesfalls.

Soweit ich das beurteilen kann mehr Mukke für die Froo als Tide für den Kuddel, denn eines der Themen ist: Ich hab vergessen das die Tidenanzeige direkt nach dem anschalten aktiviert wird. Bisher landet man im Menü … und das kennen wir alle: Ein Tastendruck ist zu viel, da hätte ich auch nicht jeden Tag bock auf (meine ich ernst).