Zurück! …ohne Wasser :(

Nach der Abholtour des Fahrrades ging es am nächste Tag zurück auf die Elbe, ich sass genug in Dresden und wollte Lysann und auch Dresden verlassen – die Gedanken müssen auch mal wieder anderswo schweifen ; -)

Es gab nicht viel Wasser, und gefühlt war es ggf auch nen ticken weniger als auf der Hinfahrt, jedoch schätze ich das würde schon gehen und so kam ich auch an der ersten Untiefe in Meissen gut durch, wunderte mich wieder über die manchmal „Zuschüttversuche“ der Elbe und kam Abends irgendwo an – jedenfalls, wo anders als auf der Hinfahrt ; -)

Ich glaube es war in Mühlberg wo ich folgenden Sonnenuntergang geniessen durfte! Ne ruhige Ecke dort und nen bischen tricky beim Anlegen. Zu Erst landete ich an nem Stammliegerplatz auf dem Ende des Stegen was dann mit einer Tür verschlossen war. Mit einem Lieger dort (ein älteres Herr, der sehr bemüht war) fanden wir dann aber einen Platz den ich selbst nicht angesteuert hätte aber perfekt war – Aussen bei den Fahrgastschiffen ; -)

Der hafenmeister war dann per Telefon zu erreichen und kam vom naheliegenden Campingplatz herüber. Ich fuhr am Abend noch eine kleine Fahrradrunde und genoss später den perfekten Sonnenuntergang :

Es wurde jetzt schon wieder kühler am Abend, man merkte echt das der September angebrochen war!

Am Nächsten Tag dann ging es mit beschlagenden Scheiben weiter nach Torgau zu den Bären. ich wollte noch mal nen Schnack mit Ihnen halten, und ausserdem gefiel mir der kleine Steg dort. Auch ist der Aldi dort in Fussnähe und ich musste für ein paar Tage Nahrungsmittel bunkern. Also hin da!

Die Bären waren gut drauf, wenn auch gelangweilt ; -) und zwischendurch musste ich tatsächlich einen Regenschauer abwettern der aber nur von kurzer Dauer war. Danach wieder Sonnenschein und ich vertrieb mir den Nachmittag mit Spaziergang und ich denke ich war zweimal bei den Bären ; -)

Nützt ja nix, den nächsten Tag musste ich weiter, bis nach Lutherstadt in das flache Hafenbecken, wo ich schon bei der Einfahrt dacht: „Ahauahau, ob ich hier morgen wieder rauskomme …“, naja und ich kam nicht! Ich lag sofort im und auf dem Schlick und richtete mich dort auf eine längere Zeit ein. Das Wasser war einfach anderweitig beschäftigt und so vertrieb ich mir die Tage mit Spazierengehen, Fahrradtour und was man sonst noch gelangweilt anstellt. Wenigstens kannte ich die Stadt auf der anderen Seite schon ein bisschen und war die Entfernungen gewohnt – ich wusste wie ich an nen Aldi komme und an etwas zu Essen ; -) Und Sonnenuntergänge hatten die da auch!

Nur Strom gab es da ja leider nicht und nach drei Tagen ohne lief ich da quasi auf Reststrom und war besorgt darüber das ich in den nächsten Stunden keinen mehr haben werde. Ich versuchte den alten Stromkasten dort am Steg doch nada, da kam kein Strom heraus. Ich fragte an der Rezeption, doch auch da war die Mithilfe eher mau. „Man hat uns das Kabel mal geklaut …“ Ja und das ist nun nen Grund für kein Strom? Naja .. kurzerhand packte ich meine Batterie dann in den Handwagen und zog meine Batterie über den Campingplatz, hin zur Dusche, und lud sie dort ; -) Wenn der Hund nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg eben zum Hund – oder, wie auch immer ; -)

In Lutherstadt war so viel Zeit das ich am Wochendene dann eine Fahrradtour mit Übernachtung in den Kopf und später auch in die Beine bekam. Das neue Fahrrad musste ja Fahren!

Also ging es am Samstag knappe 100km Richtung Nord/West die Elbe runter zum Campingplatz Prödeler See (https://www.xn--campingplatz-prdlersee-8hc.de/). Wie immer eine schöne Tour an der Elbe mit so vielen Biebern un Co, das man sich manchmal echt wie in einem Biosphärenreservat vorkam – ok, es war ja auch das Biosphärenreservat Mittelelbe ; -)

Tatsächlich fuhr ich irgendwann zwischen den Tieren auch an alten Gemäuern vorbei, die doch sehr stark an eine andere Zeit erinnerten die schon lange vor meinem leben zu Ende war …

https://www.google.de/maps/search/campingplatz/@51.8498921,12.423618,543m/data=!3m1!1e3?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDMwNC4xIKXMDSoASAFQAw%3D%3D

Da standen eine Gemäuer rum, angelegte Plätze und Wege, alles sehr spannend und ich sah mich genötigt abzusteigen und mein Rad in der Walachei stehen zu lassen und zu Fuss auf Erkundungstour zu gehen. Das dritte Foto oben zeigt eines der Gemäuer!

Nach der schönen und auch interessanten Fahrt kam ich auf dem kleinen Campinplatz an, es war Samstag Nachmittag und ich bemerkte das ich mal wieder kein Ladegerät für die Uhr mit hatte. Kurzes Hin- und her in meinem Kopf und dann etwas gestresst wieder aufs Fahrrad um ins ca 25km entfernte Barby zu fahren. Meine Entscheidung fiel auf dieses Dorf, da da ja die Elbe war über die ich hinüber musste ; -) Auf dieser Seite sah es auf Google nicht so aus als ob da irgendwas wäre. Also flitze ich die 25km so schnell wie ich konnte und versuchte nicht in Stress zu verfallen. Da wird es doch so etwas geben, oder? Ich hatte mir einen Netto herausgesucht, der so etwas ggf haben könnte, es war ein kleiner Laden darum setze ich auf „Gut-Sortiert“. Ich erreichte den laden rechtzeitig doch war „erfolglos“, der Laden hatte so etwas natürlich nicht, aber eine Kassierin die mir weiterhelfen konnte und so fand ich mich Miuten später beim Sonderpostenmarkt Wressmann wieder. (https://www.aktionshaus-wreesmann.de/) Was soll ich sagen, ein wenig im „Samstag Nachmittag, die machen alle Zu“ – Stress, ab er die beiden Angestellten waren lieb und weisten mich zum richtigen Regal“ Und da waren sie, die Ladegeräte und USB Kabel zu einem günstigeren Preis als ich es mir vorgestellt hatte! So ging es entspannt und voller Freude wieder zurück und ich konnte die Brücke über die Elbe wirklich geniessen – wahrscheinlich konnte ich die ganze Tour geniessen, denn es war schönes Wetter!

Als ich wieder auf dem Campingplatz ankam hatte ein älterer Reiseradler einer der Hütten bezogen, die der Campingplatz anbot. Er schien an seinem Fahrrad zu schrauben und so ging ich zu ihm rüber und frage ob er Hilfe benötigte. Es kam zu einem etwas längeren Gespräch über sein Rad, Fahrradfahren allgemein und Sonstwas … Es war ein E-Fahrrad welches nicht so wollte, wie er und quasi hatte er ein ähnliches Problem wie ich zuvor mit dem alten Fahrrad. Er konnte nur noch auf sehr grosser Übersetzung fahren und auf dem Weg hier war war er mit viel Strampeln und wenig Geschwindigkeit unterwegs , ich konnte ihm da nicht helfen, notierte mir in meinem Kopf aber das ich wieder Unterlegscheiben und Co mitnehmen muss. Der alte Erstatzeil-durch-die-Gegend-Fahrer. Selber nichts benötigen aber immer alles dabei haben wollen ; -)

Ich fiel dann früh ins Bett. Nicht nur weil ich müde war, sondern auch die Temperaturen liessen sich zu Abend sehr fallen. Macht nix, am nächsten Tag musste ich ja zurück ; -)

Auf der Rücktour genoss ich bei ca. der Hälfte etwas zu Essen an einem der Fähre nahegelegenem Gasthaus/Italiener/Imbiss (Steakhaus Paradiso). Ich weiss nicht mehr was ich da hatte, jedoch konnten sie mir mit Strom für die Uhr aushelfen! Die war aus irgend einem Grund schon wieder runter … keine Ahnung warum, ggf lag sie die nacht nicht richtig drauf oder ich habe ganz vergessen sie auf das Ladekabel zu legen ; -) Ich bin und bleibe halt in manchen Dingen ein Trottel! Aber an manchen Tagen halt auch ein entspannter Trottel und so genoss ich die Rückfahrt ganz besonders. Vorbei am Dessauer hafen, wo ich gleich Ausschau nach „meinem“ Liegeplatz hielt …

Wieder in Lutherstadt angekommen nährte mich die Hoffnung den nächsten Tag weiter zu kommen und so war es dann auch. Am darauf folgenden Tag ging es weiter nach Dessau, wo ich mich auf Strom und kleinere Grösse des Platzes freute! Dort setze ich mich Abends an einen Tisch und Stuhl der dort an der Elbe stand und hatte noch eine schöne Zusmmenkunft mit einem älteren Paar und einem noch älteren Herren der von den Beiden hierher ausgeführt wurde. Ein sehr entspannendes Gespräch bei leckerm Essen für die Drei! Das war Mama Seelenverwandte ; -) Alles selbst gemacht, viele verschiedene Dinge, alles in Tuppertöpfe für den alten Herren aus ihrem Altersheim (sie war dort nur angestellt). Voll lieb, „sonst kommt der ja nicht mehr raus …“, sagte Sie ; -)

Ab dann wurden die Tage kühler und man merkte das der Herbst kam. Esging weiter über Magdeburg nach Rogätz, Magdeburg war ohne Streit und ich genoss die Dusche dort, in Rogätz verweilte ich dieses mal am Aussensteg und landete einen Tag später in Tangermünde, tatsächlich ziemlich Unspektakulär und mit einigen Aussichten auf dem Wasser!

Es gab Durchfahrt-Verboten Schilder, wo gar kein Wasser war, Schiffe am Rand die schon lange kein Wasser mehr unter ihrem Kiel gesehen hatten und Tonnen die gar keine Tonnen waren, sondern Landzeichen für den Wasserweg ; -)

Darüber hinaus gab es auf dem Plotter eine merkwürdige Anzeige das es hier eine eingeschränkte Wassertiefe geben solle … merkwürdig ; -)

Naja am Ende landete ich bei noch weniger Wasser in Tangermünde:

Da war wirklich nicht mehr viel Wasser aber es war Jahrmarkt! Jipiajäh, das ist ja so richtig was für mich … nein.

Tatsächlich sah man dort ein paar Liegeplätze weiter den Schlick und die Blumen spriessen ; -) Egal, Bootsfahrer waren keine mehr da und irgendwann kam auch Strom aus dem Stromkasten vorne am Steg, auch wenn es dazu drei Männer gebraucht hat die alle rumprobierten, und ich glaube es sind vier 50 Cent Stücke dabei drauf gegangen die ich am Ende aber alle wiederbekam. Zu allem Überfluss legte ich mich dann auf dem Zugang zum Steg (der Gangway) ganz fies hin, ich rutsche auf der Metallplatte aus die unten am Ende ist und fiel voll auf den Hinterkörper –

den Kopf konnte ich gerade noch halten, aber danach war mir echt schlecht von der Erschütterung. Das hat ganz schön gerumpst! Meine Herren, ich glaube so war ich noch nie auf die Nase/Rücken gefallen und überlegte es mir auch dreimal ob ich abends echt noch mal ne Runde gehen sollte. Der Spaziergang war dadurch etwas gelangweilt und gehemmt ,aber schön durchs Grüne und am Abend gab es dann Riesenrad im Farbenspiel des Lichts. Es war nur bitterkalt, as always am Abend!

Am nächsten tag durfte ich wieder mit beschlagenen Scheiben weiter. Die Scheiben waren von innen so nass, das kaum was zu sehen war – aber naja man musste ja auch eher unter dem Boot aufpassen als oben drüber, so machte das nix. Es führte mich wieder nach Wittenberg, den hafen den es nicht mehr lange geben würde und wo man so bequem Tanken konnte obwohl die Tankstelle gesperrt ist.

Der letzte entspannte Tag, wie ich den Nächsten erleben würde! Ab da war Wasser einfach aus. Nada ; -) Wasser gabs es nicht mehr ; -) Kannste in 0,5Liter Flaschen koofen, aber nicht in der Natur, der Elbe – sag mal was erwartest Du? Warum soll ich als Elbe Wasser haben? ; -) Und so stand ich irgendwann genau in dieser Elbe! *grins*

Es ist tatsächlich etwas ungewohnt mitten auf nem Fluss auszusteigen und das Boot anzuschieben ; -) Aber irgendwer sei Dank, das ganze bei Wetter, welches man ertragen kann und so zog ich halt meine Hose aus und watete durchs Wasser! Ich gebe zu da vielleicht nicht ganz auf die Tonnen geachtet zu haben, oder besser gesagt, hatte ich eine Übersehen und so landete ich in nem Sandbankgebiet und brauchte über eine Stunde um das Boot da wieder raus zu ziehen, mit zwischendurch aufgeben, mit den Füssen graben und watt weiss ich noch :-) Naja es sollte nicht das einzige Mal an diesem Tag bleiben, kaum 5 Minuten nachdem ich wieder frei war, rammte ich so stark auf ne Sandbank am Rand des Fahrwassers das ich das Boot nicht mehr alleine runter bekam. Auf der einen Seite konnte ich fast nicht stehen, auf der anderen Seite waren die Füsse kaum nass ; -)

Es dauerte da nicht so lange, aber ich war weitaus verzweifelter dort. Nach ein paar Minuten sah ich einen Segler der mir entgegen kam! Ich signalisierte ihm das ich Hilfe benötigte, doch er hatte die Lage schon umrissen und segelte Schnurstracks gewollt auf ne Sandbank, holte sein Segel ein, zog die Hose aus und machte sich zu Fuss auf den Weg zu mir und dem Boot – watt geil! Ernsthaft, so belanglos habe ich noch nie Hilfe bekommen! Der kam, wir schoben, ich konnte wieder fahren und er watete zurück zu seinem Boot! DANKE DAFÜR!

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