MukTi/one: Innerein

Auch Kuddel mag Innerein ja nur gebraten – also veredelt. So roh sind sie nicht viel Wert. Mit unseren Komponenten im MukTi/one ist es ähnlich: Einzelnd nich viel Wert doch mit der Liebe, der Mokelei und den Händen des Semmannes alias Sven wird dann etwas feines draus.

Trotzdem hier sind sie, die schnörkellosen Innerein des MukTi/one:

Bei Fragen oder irgendwelchen benötigten Bauteile, bei denen man nicht auf die Lieferung aus China warten möchte: Einfach melden, ich hab einiges an Erfahrung un Bauteilen sammeln können und rumliegen ;-)

MukTi/one: Welcome

Ja, so muss ein Gerät angehen – so wie das MukTi/two!

Äh, was? Wir sind bei Eins – bei one. Bei MukTi/one, oder nicht? Ja stimmt und -naja- das geht auch schon ganz fein an ;)

Tatsächlich gefallen mir ein paar Dinge noch nicht, denn das Ding kennt noch nicht alleine die Uhrzeit. Man muss sie tatsächlich noch manuell zu Beginn einstellen und das ist wirklich Grütze. Klar, eingestellt behält die Kiste auch die Uhrzeit (zumindest solange noch Saft in der Knopfzelle ist), doch sollte ein solches Gerät die Uhrzeit selber kennen.

Ich probierte mit DFC77 Funkuhr rum, das war aber nix. Am Knackarsch der Welt ist dann doch weniger Empfang als man denkt. Danach kam rumprobieren mit GPS und das geht schon besser – aber auch da ein kleines Empfangsproblem bei kleinen Antennen, die das Design nicht einschränken. Der Kistenbau war einfach zu weit fortgeschritten um eine GPS Antenne vernünftig einzuplanen. Eine lose flatternde GPS Antenne kam nicht in Frage, also blieb es bei manueller Uhrzeit. Ein kleiner Wehrmutstropfen bei der Bedienung – dazu kommt nämlich auch, dass Zeitumstellungen manuell durchgeführt werden müssen : -(

Dafür ist das reine „Welcome“ ganz gut gelungen. Der MukTi/one begrüßt die Seemannsbraut – und wenn dies auch nur einmal ist – auspacken, und vom Gerät begrüßt werden, so soll es sein. Dank für die „Für mich?“ Grafik geht an @daskritzelt!

Um das ganze abzurunden überlegte ich lange, wie das „unboxing“ passieren sollte. Ist ja modern, dass Dinge teurer eingepackt sind als sie selbst wert sind. Das sollte beim MukTi/one auch so sein ;) – Obwohl das gar nicht geht: Fürs MukTi/one musste ich so viel Lehrgeld beim Material zahlen – teurer als das, kann man es nicht verpacken. Dachte ich.

So ein schoener Schaumstoffeinsatz – perfekt passend für die Kiste – schlägt Dreistellig zu buche. Nein, das ist zu viel und so landete ich am Ende nach vielen Überlegungen, schon  fast-Käufen bei der Wiederverwertung der Schaumstoffeinlage meines neuen Spielzeuges (dem 3D Druckers). Ich schnitt die Teile möglichst passend und ich finde es auch fein – ist gut geschützt und macht etwas her. Dazu noch die „Infobroschüre“, die man mait auspackt und fertig ist das feine Auspackgefühl. Ein „unboxing“ der feinen Art.

Irgendwie ja nen unboxing Video wert. Ich geb alles, das ich Eines bekomme ;)

 

MukTi/one: Das Holz

Das war schon immer eine besondere Freundschaft:  Das Holz & Sven. Man, ich bin dafür einfach nicht geschaffen. Man muss ordentlich sein und kann nicht einfach eine Zeile Code nach dem ausprobieren löschen und neu schreiben. Versaut ist versaut – da hilft nur neu Bauen. Und auf nochmal machen habe ich ja so richtig Lust, das schaffe ich noch nicht einmal, wenn geschriebene Texte verloren gehen, so grottig sie auch waren. Noch Mal machen ist die Hölle für mich. Gleich davor kommt „Unproduktiv ausprobieren“.

Wie sagte Oma mal: „Sven macht erst etwas, wenn er es kann“ – das natürlich Blödsinn, ich kann  ja fast nix (richtig), aber das Wahre ist: Ich mach es erst, wenn dahinter ein (wenigstens für mich) Zweck steht. Ich bau eine Kiste, wenn ich eine Kiste brauche. – Ich baue keine Testkiste um auszuprobieren, wie man ne Kiste baut.

Das musste sich hier nun ändern. Ich baute Teststücke und Testkanten um die Fräse und auch einen Bezug mit Polyesterharz auszubrobieren. Ich probierte zu schleifen und fluchte, baute die nächste Ecke und fluchte weiter und zwischendurch kaufte ich neues Material. Das Kantenfräsen bekam ich relativ zügig in den Griff als ich endlich konzentriert einen kleinen Frästisch baute – war ich auch schon häufiger angegangen, aber wie immer: Bisher fehlte der Endantrieb, da ich es nicht wirklich brauchte.

Das mit dem Harz funktionierte aber nicht so, dass ich es erstmal wieder verwarf. Ich baute einen Holz-Prototypen ohne weiter auf das Finish zu achten. Ich wollte endlich mal sehen ob das mit dem Display und auch dem Sound irgendwie hinhaut wie ich mir das vorstellte.

Dem war natürlich nicht so. Das mit dem Display klappte schon irgendwie, das würde was werden. Das mit dem Design und dem Sound war eher ein Totalreinfall. Also weiter nachgedacht und gemokelt bis ich mich zu einer radikalen Designänderung entschied …

MukTi/one: Sound

Der MukTi/one sollte Krach machen, den ich beim Betreten der Brücke auch ertragen kann. Ziel erreicht.

Bis dahin war es ein langer Weg, insbesondere wenn man den Bluetoothteil dazu zählt. Vernünftige Bluethooth-Audio-Adapter gibt es nicht, und damit meine ich Adapter die einfach bedient werden können oder nicht mit Lautstarken Meldungen wie „Reeeaaaadyyyyyyii toooo paaaaiiirrr deviiiiice“ von sich Reden machen wollen.

Ist schön, wie die Asiaten sich Mühe geben, doch Mühe allein langt nicht. Entweder diese nervigen Meldungen, die man nicht deaktivieren kann – ja natürlich, entschuldigt haben sie sich mehrfach sehr freundlich – oder Geräte die nur im Akkubetrieb laufen und währenddessen nicht aufgeladen werden können. Oder wie wäre es mit Devices die weniger Abgeschirmt sind als ich ohne T-Shirt im Regen? Ja, vielleicht noch ein Button hier und 7sek drücken dort. Also echt, wenn ich auf eines keine Lust mehr habe, dann sind das Bluetoothempfänger. Ich hoffe auf den letzten Drücker habe ich noch etwas passendes gefunden – gekostet hat das nicht nur Nerven, sondern wahrscheinlich mehr als jeder Bluetoothlautsprecher den man hätte kaufen können ;-)

Doch weg vom Nervigen – hin zum enttäuschenden ;-)

Audioverstärker in Modulform. Kann man machen, kommt aber auch nix bei raus. Nicht nur mein erstes Gehäuse war nicht Audiphil ;), auch die Verstärkermodule waren/sind es nicht. Bis auf die besagte Ansage des Bluettoothempfängers kam da nix lautstarkes raus. Sicherlich noch ein Thema für die Zukunft zum probieren & mokeln. Material habe ich nun genug und kann noch diverse kleine Krachkomponenten bauen. Ob daraus irgendwie ein Sound kommt, den ich ertragen kann, da bin ich mir nicht sicher.

Ich bin am Ende bei einem kleinen Verstärker fürs Auto gelandet – auch nicht beim ersten den ich besorgte, aber wenigstens nur beim Zweiten ;) Da kommt 2x 45 Watt + 1x65Watt für den Subwoofer raus. Das ganze ist ganz gut zu ertragen und im Zusammenspiel mit dem neuen Gehäuse, den Schallwandlern und entsprechender Dämmung klingt das ganz satt und fein. Nach den vielen Versuchen und Enttäuschengen bin ich am Ende doch sehr zufrieden.

Leider konnte ich noch nicht testen, wie der MukTi/one an seinem Bestimmungsplatz klingt, doch ich denke das wird schon. Die Brücke und er werden sich gut verstehen – und ich werde nicht genervt sein, wenn ich mal vorbei Schaue.

 

MukTi/one: Feinarbeiten

Alle bitte zurücktreten: Hier kommt Sven und macht Feinarbeiten. Es wird sicherlich etwas laut und dreckig, denn so Feinarbeiten haben es ja in sich! Werkzeug für Feinarbeiten? Ja, klar – brauche ich: Dickste Schleifmaschine, Säge, Fräse, viel Malerfolie und ca Sechsundachzig Pinsel. Dabei produiziere ich so viel Spachtelmasseabfall, das andere nen ganzes Haus damit bauen können. Ich verklecker so viel Farbe & Lack das man ne perfekte Schnüffelparty veranstallten könnte und saue so viele T-Shirts und Hosen ein, das sich die Klamottenindustrie jedes Mal freut, wenn Sven zu den Feinarbeiten gelangt!

Ja, man merkt – DAS IST MEINE BERUFUNG! – Darin gehe ich auf und das macht mich glücklich. Ja, ob ihr es glaubt oder nicht: Macht es, auch wenn ich da bezüglich Ruhe und perfektion noch nicht mal am Anfang gelandet bin. Eher im Monat Minus fünf, oder so. Doch es beruhigt, Vieles gilt es zu optimieren, insbesondere macht mir der wenige Platz und dadurch relative Unordnung in der Werkstatt zu schaffen (das liegt aber eher an mir und meiner Unorganisiertheit und der vielschichtigen Nutzung unserer Werkstatt). Fluche gab es auch, doch irgendwie war mehr Ruhe als Fluch zu spüren. Über Tage und Wochen immer mal wieder hinhuschen und lackieren oder doch wieder Spachteln und Schleifen.

Gerlent hab ich: Der two wird komplett gespachtelt, das verwendete Holz hat einfach eine zu grobe Struktur als das mir das Finish nachher gefällt. Weiterhin ist absolute Staubreiheit einfach pflicht und da muss auch eine irgendwie geartete Trennung von Schleifen und Lackieren her – an einem Platz, gleich hintereinander ist einfach Suboptimal.

Dazu brauch ich einen Platz, wo ich VERNUENFTIG etwas festklemmen kann, einfach so nebenbei, an der Ecke der alten Kuechenzeile geht das nicht. Beim Fräsen ist mir andauernd alles verrutscht – man sieht was herausgekommen ist. Wenigstens hat es beim Einlass für meine bestellte Aluplatte dann ganz gut hingehauen und es musste nur ein halber Kubikmeter Spachtel verbraucht werden. Man man man.

Der alte Sven und die Feinarbeit – ein Grund vielleicht 120 zu werden, denn da gibt es tatsächlich nicht nur Optimierungspotenzial, sondern erstmal den Willen etwas zu lernen. MuktTi/two, du wirst mich kennenlernen!

MukTi/one: Design

Nach meinem Prototypen und der Einsicht, dass mir das Ding erstmal nicht gefällt und dazu auch noch mies klingt, musste ich einiges Überdenken.

Ich sammelte Ideen bei Lautsprecherbastlern aus dem Netz, schaute mir Bose und Co an und begann einen Neuversuch das Gehäuse anders zu gestallten.

Neues Holz und neue Designideen, gepaart mit einer klitzekleinen Vorstellung was den Sound ggf. positiv beeinflussen könnte. Von Frequenzberechnungen (wie die Jungenz im Netz) hielt ich mich mal fern, ich versuchte es mit praktischer Umsetzung der Beobachtungen bei deren Lautsprecherbau. Grundprinzip war: Gettoblaster. Die 80er waren nicht schlecht also lass ich sie in meinem Design wieder auferstehen. Natürlich nicht in schwarz, sondern eher hell.

Ich machte mich also wieder an Bretter sägen, fluchen, zusammenleimen und schrauben. Ich dachte darüber nach, wie ich nach dem Zusammenbau überhaupt noch Kompoenenten einbauen kann – denn Lackieren mit eingebauten Komponenten geht ja nicht – und kam auf die jetzige Bauweise mit „Deckel“ auf der Unterseite. Das stellte sich auch als machbar raus. Alle Teile konnten nach dem Lackieren ohne größere Probleme eingebaut werden.

Es mussten Löcher für die Lautsprecher  werden: Ein rundes Loch sägen, welches zu klein für die Vorrichtung an der Fräse ist und zu groß für einen Lochbohrer? Man, rund mit der Stichsäge – auch so ein Kapitel für Sven.

Danach der eckige Ausschnitt für das Display – mit großem Maschineneinsatz ist es dann wenigstens doch ein Loch geworden. Immer schön mit dem Gedanken: Ach, passt schon, da kommt ja noch Verblendung drauf.

Solange es um keine Details geht bin ich ja gut dabei – ne schiefe Kiste mit Löchern, die irgendwie durchs Holz gehen, ist kein Problem. Eine Herausforderung wird es für mich bei Feinarbeiten …

MukTi/one: Die GUI

Die Benutzermaske, das User Interface, dat GUI – Graphical User Interface. Irgendwie muss es aussehen und irgendwie wuchs sie mit der Produktentwicklung ;-)

Am Anfang dachte ich über eine Darstellung der Tide mit LEDs nach, wer schon mal in Leherheide in Bremerhaven weiss, was ich meine: Eina Anzeige bei der mehr LEDs leuchten, wenn mehr Wasser da ist ;-). Zwischenzeitlich (und ür die Zukunft noch nicht ganz vergessen) war ich auch bei Anzeige mit tatsächlichem Wasser, dies birgt aber noch ganz andere Herausforderungen und passt auch nicht ganz zu einem Lautsprecher. Schnell landete ich bei einem Display und einem Joystick als Eingabemedium. Die Kauflust neuer Komponenten brachte mich dann zu einem etwas größerem Touchdisplay und so wurde alles entsprechend migriert, alles GUI gebastelte weggeschmissen und eine Oberfläche für das Touchdisplay entwickelt.

Zwischenzeitlich war ich versucht vorgefertigte Libraries einzusetzen, verwarf das Ganze aber schnell wieder, da das Einlesen in die komplexen – für alle Zwecke vorgesehenen – Libraries viel länger dauerte als ein kleines Menü und Eingabemasken selber zu programmieren. Außerem wollte ich ja spielen und frickeln, also ran und Uhrzeiteinstellungsmenü & Hochwasseralarm Einstellung inklusive Menü selbst entwickelt.

Dazu entstanden Textmasken für Fehelermeldungen und ganz besonders die Bildschirme die einfach nur beim ersten Mal einschalten angezeigt werden. Manchmal viel Aufwand die Elemente auf dem Display richtig zu positionieren (denn dazu muss immer wieder die Software kompiliert & auf die Hardware geladen werden) und das für wenige Sekunden Lebenszeit ;-)

Und man bedenke: Es ist nicht so, wie die Meissten vom PC kennen – ich drücke die Backspace Taste und der alte Text verschwindet einfach und ich kann meinen neuen text tippern. Alles muss manuell programmiert werden, von Bildschirmleeeren hin zu jedem Pixel und den Schriftarten. Um das Seemannsbrautlogo anzuzeigen muss man sich mit dem BMP Format beschäftigen und auch wenn man vieles zusammensuchen kann – um Beschäftigung mit dem Thema kommt man nicht rum. Zwischendurch grafische Anpassungen der Logos und was sonst alles so anfällt.

Am Ende hab ich eine GUI die mir bis auf das „Einstigsmenü“ sehr gefällt. Der Hochwasseralarm ist mein „Stolz“, der ist echt fein und funktioniert ganz passabel und ist schon durch die ersten Dauertests durch. man mag gar nicht glauben, was beim bedienen für grafische Sinderfälle auftreten können, die bei einem konzentrierten Einzeltest gar nicht zum Vorschein kommen. Hier noch ein stehenbleibendes Pixel und da noch ein Problem mit der Tastenreaktion.

Viel Aufwand und viel Spass! Für Zukunftsexperimente fühlte ich mich dennoch genötigt mal neue Hardware zu bestellen: Ein Display mit eingebauter GUI, die man über eine Software layouten kann – diese wird dann vom Arduino einfach nur noch aufgerufen und man muss für die GUI nix programmieren. Bestimmt gefällt mir die GUI dann nicht und ich bastel doch wieder selber rum … ;-)

 

MukTi/one: Es geht los.

Bis zur ersten Tide gab es einiges zu tun. Klar ich bastelte schon zwei Winter immer mal wieder mit Arduino & Co rum, aber der Großteil meiner Konzentration im Leben verwende ich dann doch für andere Dinge. So war jeder Schritt ein neuer Schritt. Wenigstens wusste ich schon, wo ich gucken muss, hatte das Grundprinzip verstanden und mag in meinem leben ja eh eher awk & sed anstatt irgend ein grafisches Tool. Aus diesem Grund bekam ich es dann Schritt für Schritt hin.

Neben Displaysteuerung und Eingabeverarbeitung vom Joystick ging es daran mit der SD Karte umzugehen und von dort aus Daten einzulesen. Designvorgabe war ja: Kein Internetaschluss. Der MukTi/one muss sein Wissen intus haben. Darüber hinaus mussten natürlich auch Tidendaten her! Das ist das schwierigste von Allem wie ich schon bei der Titenanzeige auf padingbuettel.de lernen durfte.

Alle Quellen halten lang vorrausberechnete Daten irgendwie unter Verschluss. Beim BSH kosten sie Geld und sowieso – zwei oder drei Tage im Voraus ist kein Problem. Fuer Jahre im Voraus habe ich nur eine brauchbare Quelle gefunden: http://gezeiten-kalender.de:9099/locations/3292.html und mir hierfuer mit meinem geliebten awk & sed ;-) ein paar Skripte gebastelt um die Daten in lesbare Form zu bekommen. Hierzu half mir meine Vorarbeit bez. padingbuettel.de und ich musste nur noch anpassen, anstatt neu zu entwickeln. Ich benutze überigens nicht die exakten Zeiten, sondrern habe die Daten an die tatsächliche Tide vor Padingbüttel angepasst.

Schnell wurde klar, dass es Performancethemen gibt: Mal eben ein Jahr Tidendaten von SD durchzusuchen um die nächste Tide zu finden kommt nicht in Frage, das dauert Minuten. Alle Daten mussten also in Monatsscheiben gepackt werden und warfen gleich das nächste Thema auf: Monats und auch Jahreswechsel. Mit meinem eingeschränkten Verständnis fand ich nach viel Gebastel wirklich eine Methode die nächste Tide zu bestimmen. Sicherlich nicht die eleganteste, aber die perfekteste: Nämlich meine.

Dazu kamen dann Themen rund um die Sommerzeit – wann ist die denn bitte immer im Jahr? Tidendaten sind in UTC verfügbar, nicht in lokaler Zeit … aber hey: „Check! Tidendata“.

Beim two werde ich einiges optimieren, doch auch der one weiss nun bis 2036 über Tiden und 2031 über die Sommerzeit bescheid. Ohne Netz und doppelten Boden, geht doch.

 

MukTi/one: Was das nu schon wieder?

Min Froo, die Seemannsbraut wünschte sich für die Schiffsbrücke einen Bluetoothlautsprecher. Zwar hört sie gerne Hans Albers von Schallplatte, doch darf es manchmal auch etwas moderneres vom Smartphone sein was da in ihre Ohren dueddelt.

Etwas Teures wollte sie nicht koofen, gegen was Billiges war ich. Ich muss den „Klang“ ja auch ertragen, wenn ich denn die Brücke mal betrete. Also, wie man so schön sagt: „Tschällänge Äkzäptäät (Challenge accepted)“.

Mein Hirn machte sich also ran zu überlegen welche Features eine solche Kiste denn haben muss: Tide! Es muss die Tide anzeigen können, da Kuddel und die Seemannsbraut immer zu Hochwasser loszuckeln. Und unsere einzige Tidenuhr hängt im Wohnzimmer – ist ja auch unpraktisch, dort immer hinlaufen zu müssen. Die Kiste muß also eine Tidenanzeige haben.

Und nein, WLAN bekommt sie nicht. Ich hab eine Abneigung dagegen jedes kleine Kistchen mit Netzanbindung zu versorgen – das muss auch ohne gehen dachte ich mir. Gesagt getan: Mukke & Tide – MukTi/one. Eine Herausforderung in diversen Akten:

  • HW Basteile auf Basis Arduino
  • Unterschiedliche Eingabemedien bis hin zum TFT
  • Programmierung des ganzen Geraffels
  • Gehäusebau und Lautsprecherdesign
  • Spachteln & Lackieren
  • Bluetoothkomponenten (was eine Farce!)
  • Audioverstärker, Abschirmung & Stromversorgung
  • Designdenke: Featurereduzierung
  • Produktdenke: Fertig werden, Verzicht dafür
  • Verpackung / „Auspack und Inbetriebnahme-Erlebnis“
  • Webseite & Dokumentation

Zur Verwirklichung reichten meine bisherigen Kenntnisse in verschiedenen Bereichen nicht aus, also eine gute Gelegenheit viel Neues auszuprobieren, denn ich wollte ein „Produkt“, nicht eine Bastelei, die auf halber Strecke verreckt, wie meine Plattenwaschmaschine ;-)

Es war nicht einfach, aber lest selber in den nächsten Artikeln wie es lief und was dabei herausgekommen ist – und dazu natürlich: http://www.muktione.de (wie sollte es anders sein ;-)

Alles in allem: Ich bin zufrieden. Es ist etwas draus geworden und es bleibt Luft nach oben für den two. Das Ding funktioniert und man kann es sich hinstellen und der Krach ist meines Erachtens auch zu ertragen – ich freu mich drauf die Brücke zu betreten ;-) Dazu hoffentlich eine Freude für die Seemmansbraut der ich nur für die Herausforderungen danken kann! Zwei Monate Basteln, Mokeln & Fuschen. Hat Spass gemacht.

Und warum? Weil es geht.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH
ZUM GEBURTSTAG MIN FROO!

 

CR-10S: Probleme & Lösungen

Die ersten Drucke verliefen bei mir ja sehr fein – ich weiss ehrlich gesagt auch nicht warum ;-) Ich hatte etwas gelesen, verstanden das ich das Druckbett „leveln“ muss und tat dies. Danach eine heruntergeladene Datei in den Slic3r, ab auf die SD Karte und losgedruckt. Selbiges zwei Modelle später auch über den Octoprint.

Schlauchzerlegung

Pünktlich zum Umbau in die Abstellkammer lief dann aber erstmal nichts mehr: Das Filament wollte nicht mehr am Druckbett haften und das Filament wickelte sich um das Hot End (die Auslassdüse). Das Ganze artete so aus, dass ich erstmal selbiges zerlegen musste um wieder klar Schiff zu machen. Zwar war nicht zu sehen, das sich irgendwas zugesetzt hatte, doch bewegte sich das Filament im Schutzschlauch keinen Millimeter mehr her- und hin. Also alles zerlegt (dieses Video half mir sehr – sieht komplexer aus, als es ist), inkl Schutzschlauch vom Extruder zum Hotende und glücklich darüber, das die Chinesen alles an Ersatzteilen beigekapckt hatten um dieses Problem zu lösen. Es gab das Werkzeug, neue Düse, ein Nippel für den Schutzschlauch von Extruder zum Hotend und eben genug vom Schlauch. Wirklich fein, Danke!

Und das Hot End zerlege ich auch ;-)

Klar, das ich nun wieder ein paar Bestellungen losgetreten habe um auch für den nächsten Fall – der kommen wird – vorbereitet zu sein. Schint nix unübliches zu sein, das sich das Filament mal festsetzt oder duie Düse verstopft.

Zwischendurch brachte mich das natürlich etwas zum Verzweifeln – erst so fein und nun nützt alles nix, was ich mache. Einstellungen im Slic3r, das Einstellen des Druckbettes – nix. Gut das ich da ja die Woche über im Hotel Zeit habe zu gucken & lesen ;)

Wieder zu Hause gleich das erste Ausprobiert, was ich bis jetzt für etwas abwegig hielt: Pr*t-Stift. ich hatte es schon beiläufig gehört aber erst jetzt in einem Video artikulierte sich jemand die Drucke niemals ohne zu machen. Also probierte ich es auch – Etwas weissen Kleber auf dem blauen Tape verteilt und oh Wunder – das Filment und somit die erste Schicht hält. Faszinierend. Und darüber hinaus: Nach dem Druck lassen sich die Teile auch noch leichter lösen! Wow. Ich werde das weiter beobachten und erstmal Einstellrädchen fürs Druckbett drucken, ist mit den Original-Kleinen etwas fusselich.

Ein paar neue Testdrucke. Wanddicke mit 100,105 & 107% PLA Fluss,  Würfel & Katze.

Hier in Kurz meine neudeutsch „Learnings“:

  1. Druckbett so einstellen, dass ein 80gr Papier gerade noch zwischen Düse und Bett passt – das muss „kratzen“ (siehe zB hier wird das schön erklärt – inkl Testdruck & Bewertung Selbigem: https://www.youtube.com/watch?v=MvaqixoxPLU)
  2. Für PLA 200 Grad Hot End und 60 Grad Bett, den PLA Fluss etwas erhöhen auf 105-107%
  3. Ich verwende blaues Sc*tch Tape auf der Glasplatte und versorge dies wenn das Bett aufgeheizt ist und das Hot End heizt mit Kleber vom Klebestift. Diesen glätte ich mit dem Spachtel
Es klebt wieder ;-) Das weisse Zeug auf dem blauen Tape ist der Kleber vom Klebestift.

Und dann, wie „alle sagen“ ausprobieren, rumtüdeln und reflektieren. Wie eben im „richtigen“ Leben. Und es erwähnen auch viele: Für den Einen funktinoert dies, für den Anderen funktioniert Das. Es mag tatsächlich auch mit Umgebungstemperatur usw zusammenhängen – und weahrscheinlich mit der Erdstrahlung … wer weiss das schon so genau.

Min Froo erklärte folgendes, als sie hörte dass das Teil wieder machte, was sollte: „Puh, Glück gehabt, das hätte ja nen ‚tolles‘ Wochenende werden können, wenn das Ding nicht läuft!“