Zelt: Hilleberg Nallo 4GT und 3GT

Hilleberg Nallo 3GT (2002) und Nallo 4GT (2019)

Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin Zelte ich gerne. Aus diesem Grund habe ich schon immer eben ein Solches dabei. Am Anfang war es für ein paar Nächte ein 1Mann-Zelt: Man muss ja Gewicht sparen.

Schnell wurde es damals das Nallo 3GT von Hilleberg, welches mich seit über 17 Jahren erfolgreich begleitet. Meist bin ich allein unterwegs so das dieses Zelt wirklich ausreichend Platz bietet. Zur Not kann das Fahrrad mit in die Apside (ist etwas fummelig und dann ist sie quasi voll), man kann all sein Gepäck mit ins Innenzelt nehmen oder bei Regen auch einfach mal genießen nicht sofort Nass zu werden, wenn man das Innenzelt verlässt.

Ich war immer sehr zufrieden, ich wurde nie nass und mit gut 2,6kg auch nicht eines der schwersten Zelte.

Das Nallo 3GT – immer ein zuverlässiger Partner!

Das Zelt ist nun älter als früher – genauso, wie ich ; ) und hält immer noch gut durch – etwas besser als ich ; -) Es würde und wird mich wahrscheinlich noch überleben. Aus rein funktionaler Sicht gibt es keinen Grund das Zelt zu tauschen. Auch das neue Liegedreirad passt schön in die Apside – sogar besser als das „Up“ und man kann mit dem abgebauten Sitz (wie schon im Tourbericht geschrieben) noch im Vorzelt sitzen.

Sobald aber zwei Leute im Zelt nächtigen wird mir das zu eng. Der Platzkomfort schmilzt schnell zusammen so das man auf meinem hohen Meckerniveau mehr haben möchte ; -) Ganz klar: Auch zu Zweit reicht das 3GT, aber da ist eben nicht mehr dieser schöne Platz überall ; )

Das neue 4GT, nicht mehr in Grün, denn das ist bei Hilleberg nun fast Schwarz …

Ich habe dann mal nach neuen Zelten geschaut, etwas größer, doch bitte nicht viel schwerer – und was soll ich sagen: Ich bin wieder beim Nallo gelandet, aber beim 4GT: genauso lang aber eben schön Groß und vor allen Dingen Breit! Schön viel Platz, und vor allen Dingen schön BREIT (falls jemand dieses Filmzitat versteht ;)

Aber nicht nur die Größe bietet mehr Komfort, auch die Lüftung und Flexibilität der Eingänge in die Apside wurden über die Jahre weiterentwickelt und verbessert. Zwar vermisse ich meinen super Reisverschlussflexibiliät des einen Ausgangs aber dafür hat man nun eben zwei Aus/Eingänge und man kann sogar die vordere Apsidenseite vollständig öffnen. Dieses gilt natürlich auch für das neue 3GT!

Nallo 3GT: Mit Schlafeutensilien für zwei Personen.
Nallo 4GT: Mit Schlafeutensilien für zwei Personen.

Der Platz ist schier unendlich. Im Innenzelt kann ich quer schlafen und ich habe noch genügend Platz mich neben der Schlafmatte umzuziehen und vom Gepäck wollen wir nicht reden – das liegt irgendwo, manchmal komme ich schon nicht mehr ran ohne mich zu strecken ; -)

Im Vorzelt kann selbst das Up auf eine Seite gelegt werden und man hat genügend Platz noch mit Gepäck zu sitzen. Ich denke (irgendwann wird es getestet) zwei gefaltete Liegedreiräder gehen einwandfrei rein. Zumindest für das Up hat der Größengewinn dazu geführt, das ich das Rad jetzt jede Nacht mit rein nehme, es ist einfach kein Gefummel mehr es rein und wieder raus zu bekommen.

Das Ganze kostet etwa 600-700 Gramm Mehrgewicht. Der ist es mir wehrt. Auch wenn es auf dem Campingplatz etwas grosskotzig aussieht wenn man alleine mit dem Rad ein solches Zelt auspackt – aber letztens in Otterndorf waren die Igluzeltkollegen (ohne Apside) dann doch morgens sehr neidisch als ich da bequem beim Kaffeekochen saß und später mein trockenes Rad aus der Garage rollte *grins* ; -)

Ja, braucht man nicht wirklich – aber macht MEIN Leben feiner und bei einer Neuanschaffung würde ich die „Nummer Größer“ mal überlegen. Finanziell macht das ca 100 Euro aus … und eben die 700 Gramm …

Nallo 4GT komplett offen mit Hundeschlafmatte, rechts das ältere Nallo 3GT

PS: Nö, ich hab nix von Hilleb… bekommen, ich hab einfach nur von meinem alten und neuen Zelt berichtet.

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