Der letzte Nerv und erste Erfolge.

Mich plagt dieser Tage eine Mittelohrentzündung – Nach alter Maennermanier „Ich lass mir doch von einer Krankheit nicht vorschreiben wann ich krank bin“ habe ich das ganze die letzten Wochen etwas zu Gunsten meines Jobs verschleppt. Letzten Donnerstag musste ich dann aber den Notknopf drücken und liege seitdem herum. Ein Vorteil: Ich darf auf dem Boot rumliegen, und auch wenn ich den größten Teil des Tages schlafe bekomme ich doch ein paar neue Vorzüge der Beberich mit: Kann endlich mal die neuen Instrumente anschnuppern, die Heizung testen und auch die Schiffe um mich rum geniessen – also mach ich mich mal auf die verschwommenen Erlebnisse der letzten Tage niederzuschreiben. Es sei bemerkt – ein Genuss ist das Zwischzeitlich gar nicht, diese Schmerzen im Ohr rauben einem den letzten Nerv und auch wenn der Tigermode für was anderes gedacht ist – der funktioniert auch bei Schmerzen: man rennt hin und her und weiss nicht was man machen soll, hat schon diverse Drogen im Blut und nichts nützt – einfach grauenhaft und ich wünsche es niemandem!


Die Beberich jetzt immer im Blick, lies mehr unten im Text.



Nasszelle; ich nenne es Bad.
Hat sich jemand schon mal über eine neue Toilette gefreut? Ich machs. Sie ist einfach Geruchsverschliessender ;) und dichter als das alte. Verschliesst (wenn man es denn richtig bedient) das Wasserventil vernuenftig – uuuund ist irgendwie besser gebaut und gemütlicher ;)
Danach geniesst man das Händewaschen am neuen Einhebelmischer – nach meinem Hinweis von Maik jetzt auch richtig angbaut – Heiss kommt wenn heiss kommen soll ;)
Das Duschen mit dem neuen Duschkopf konnte ich noch nicht probieren – aber der Duschwasserstrahl ist mal eine ganz andere Ansage als der alte Tröpfelhahn.

Die Heizung; mein liebster Freund dieser Tage.

Man merkt es immer zügig wenn der Sven krank ist – er fängt an zu frieren, was er sonst nie tut. Im November bei Sonne im T-Shirt an Deck ist die normale Sicht auf diesen Mann. Und nun? Er sitzt da vor seinem Thermostat, dreht die Heizung auf und lässt die Beberich im Nuh‘ aufwärmen. Ich musste erst die Scheu vor dem Dieselverbrauch verlieren, doch jetzt lass ich den elekrischen Heisslüfter backbord liegen. Die Wärme der Dieselheizung ist einfach schöner, wohliger und gleichmäßiger. Ich geniess es.

AIS; ich sehe wo du bist.
Eine kleine gelbe Box und eine neue Antenne auf dem Mast (die muss da noch hin ;) und schon haben wir den Einbrechern einen kleine Gefallen getan: Man sieht fast immer wo die Beberich ist ;) Aber shiet drupp; was sind die Deppen von Einbrechern gegen meine Mama und Papa – die möchten gerne sehen wo ihr Junge mit der Beberich ist; also bitteschön, dann sollen sie das auch! Die letzten Jahre hatten wir ja schon einige Testläufe, doch war mir das ganze nicht automatisiert genug. Manchmal vergass ich dann doch im Hafen meine Meldung abzusetzten, dauerhafte Meldungen ueber UMTS waren einfach zu teuer. Heuer gehts anders – die Beberich benutzt nun AIS (das Automatischen identifikations System).
Schon heute könnt ihr einfach zB auf folgende Seite gehen und nach der Beberich suchen (siehe Foto oben):

http://www.digital-seas.com/?id=78

Die Jungs von Digital Seas sind die Tage echt zuvorkommend zu mir gewesen, so das ich gerade verhandel wie das ganze in meine Seite eingebaut werden kann, so dass Mama und Papa und auch alle anderen die gerne möchten immer – und auf einen Blick – sehen können wo sich die Beberich befindet. Da wird sich noch einiges tun, und sicherlich bevor es richtig Heiss wird und es zum Sommertripp nach Schweden geht. Klar; auch dsieses System hat eine Einschränkung, es sendet über UKW mit 2Watt, das ist nicht bannig viel – die Berufsschiffahrt darf da einiges mehr. Man wird die Beberich ca. im 12sm Umkreis vom Festland sehen können – dafür aber automatisiert. Kein zutun mehr von der vergesslichen Besatzung und alle 3min gibt es ungefähr eine neue Positionsmeldung. Also besser gehts nun wirklich nicht! Natürlich sehe ich durch das System auch die anderen Schiffe die ein solches AIS System haben – das sind zu dieser Zeit meisst nur große Schiffe, wenige Yachten in meiner Größe sind dort zu sehen. Das tut derm System keinen Abbruch, denn so kann ich in der Förde, im Fehmarnsund und ueberall sehen welches große Schiff da gerade wie schnell kommt. Ob und wie das Schiff auf mich zu kommt errechnet das System selbständig und gibt auch einen entsprechenden Alam aus. Das ganze wird mir dann über meinen Plotter am Steuerstand mitgeilt – also nicht nur eine Hilfe für Mama & Papas Nerven; sondern auch für meine.

Die Instrumente; (T)raumschiff Beberich.
Der Wahnsinn! Der Kompass ist noch nicht richtig kompensiert aber ansonsten macht es einen Wahnsinnseindruck. Einmal durfte ich ja schon damit segeln und bin sehr zufrieden. Nun ist auch das GPS angeschlossen und das ganze System selbst kommuniziert mit meinem Mac und macht Spass. Zusammen mit dem neuen AIS macht es einfach riesig Spass das eine USB Kabel an den Mac anzuschliessen – und BAM! – alle Daten der Instrumente und des AIS auf meinem Rechner. Das birgt sehr viel zukünfigtes Spielpotenzial .. da werde ich noch einiges mit anstellen ;-) Da gibt es noch einige Ideen bei mir im Köpfchen ;-)

Das Deck; Die Beberich ist Ausgehfein.
Ein paar Restarbeiten fehlen noch, war ja klar – denn ich hab ja immer was zu meckern ;-) Dennoch, die Beberich sieht gut aus. Das Deck sieht sauber und fein aus, die Holzteile strahlen und nur einige alte Leinen verdriessen das Bild. Diese werden dieser Tage aber noch ausgetauscht. Nur der dreck vom am Rumpf runterrinnenden Wasser macht mich echt kirre. Schon zwei Wochen nach dem polieren des Rumpfes sieht es so aus alsob die beberich nie geputzt wird; das ist gemein und da sind wir noch nicht am Ende, da wird weiter nach einer Lösung gesucht. Das Cockpi braucht noch ein bisschen Pfelege, die Putzkollonne war noch nicht da und trotzdem siehts schon besser aus als zuvor. Durch die Aussenlautsprecher und den Wegfall der alten (verrotteten) Instrumente hat es einiges gewonnen. Und ha! Gestern Abend gab es eine Idee zur Sitzheizung im Cockpit … also wartet ab, wir sind noch laaaaaange nicht am Ende mit den Featureideen für die Beberich!

Strom; eine eigenes Atomkraftwerk?
Jau, könnte man fast meinen, denn wie um alles in der Welt sollen diese ganzen Features betrieben werden? Ja mit Strom, ist klar – aber das ist ne Menge liebe Leute. Wer sich selbst was bieten möchte auf seinem Boot ;) der muss Strom haben. Und da ein kabel unpraktisch ist sind sie schon auf der Beberich: Dicke, fette Batterien die mehr als 2x Sven wiegen! Insgesamt knappe 700Ah anstatt vorher 140Ah. Dazu neue Laderegler für Landstrom und den Motor. Gerechnet sollte das genug Strom abliefern, ich bin gespannt ob das so wird, denn die neue Infrastruktur ist kurz vorm Anschluss.

Segeln; jepp – das kann die Beberich auch noch.

Es sit schon fast wie bei diesen neumodischen Telefonen. Man fragt sich ob die denn bei den tollen Features auch noch telefonieren koennen – das kann die Beberich natürlich auch: telefonieren .. ähh ja aber neee das meinte ich nicht: Segeln! Jepp Segel! Geht – ha! Die neuen Fallenstopper sind grandios: Keine Angst mehr das sie sich lösen, nachrutschen oder was auch immer. Alles lüppt. Ein paar Arbeiten fehlen noch, hier noch eine Umlenkrolle, da noch ein neues Fall – das passiert die nächsten Wochen – und wer dann noch sagt, die Beberich sei kein großartiges Segelboot … der soll ruhig regen, der hat eben keine Ahnung.

So, und von der neuen Seereling, den an viele Stellen ausgebessertem GFK, der neuen Decksbeleuchtung, der neuen LED Beleuchtung im Mast, den beiden USB Anschluessen an Deck, der aufgeräumten Naviecke, dem neuen Bettzeug und vielemmehr sag ich mal nichts.

Willkommen auf der neuen Beberich … und ich glaub … ich seh sie lächeln.

Ein Gedanke zu „Der letzte Nerv und erste Erfolge.“

  1. Wir werden sehen, ob auch ich lächle ;-) Freue mich aber schon sehr, eine kleine Segeltour mit der Beberich zu machen. Auf jeden Fall in diesem Jahr, versprochen!

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