Ordnung für die Maulschlüssel

Unter meinem neuen Schubladenschrank befand sich noch eine „Hassschublade“, aus der ich häufiger etwas benötige. Immer wenn ich diese öffnete ärgerte ich mich da sie randvoll mit Schraubendrehern, Maulschlüsseln, Bits und Knarren inkl Zuebhör war. Oben druff noch ein paar Zangen und ein vernünfiges Öffnen und Schliessen dieser Schubalde war eher dem Zufall überlassen als das ein System dahinter steckte – Grrrr.

Abhängen in der Sonne … und vor der winterlichen Fischfreier-Gartenstuhl-Schutz-Konstruktion.

Zuerst dachte ich, ich sortiere alles in meine noch leere fünfte Schublade ein, doch ich muss ja in der Werkstatt mit Platz haushalten, drum fiel mir nach etwas überlegen für die Maulschlüssel ein weiterer geeigneter Platz auf: Im Fenstersims, quasi schräg unter meinem Kleberollenregal und direkt vorm Fenster.

Da mir die Möglichkeit bei den Bohrern sehr gefällt, dass ich mehrere Bohrer einer Größe in einem Sortierfach habe, wollte ich das auch bei den Maulschlüsseln machen. Also einfach eine Latte, dort Löcher rein und in diese Rundstäbe: Fertig ist der Mehrfachhalter pro Maulschlüsselgröße.

Ich erinnerete mich an meine Fuscherei bei meinem ersten Bohrerständer, bei dem ich auch mehrere Löcher gleichmäßig auf eine kleine Latte verteilen musste …. naja, ihr könnt es euch denken, für sowas bin ich nicht geschaffen …. gleichmäßig -lach- ;-)

Die Reihe. Schön, nich wahr?

Also muss die CNC herhalten. Eben schnell eine Lochreihe „konstruiert“ mit zwei Lochgrößen (6mm & 10mm Rundstab) und gestaffelten Lochabständen (ca in 5er Schritten wird der Abstand etwas größer). Dann schnell die Latte auf den Tisch gespannt und … ähhh moment. Ich würd die Rundstäbe nachher ja gerne ein büschn schräg nach unten haben, damit die Maulschlüssel nicht einfach runterrutschen und ähhh schräg fräsen is ohne 4. Achse nicht .. grrr … neue Fräse kaufen ;-) …. neeeee, ich kann ja fuschen ;)

Von der Seite ein Restbuchestück drunter und auf der Opferplatte verschrubt.

Kurzerhand hab ich einfach ein Stück Restplatte (6mm) genommen und eine lange Kannte der Latte druaf gelegt – so das eben die Latte nicht komplett plan auf dem Tisch aufliegt, sondern eben in dem Winkel, wie ich die Rundstäbe und somit die Löcher haben möchte. Dann noch schnell eine Halterkonstruktion aus Lattenrest und Unterlegholz gebaut um die Latte auf der Opferplatte auf dem Tisch zu verschrauben. Ich konnte die Latte nicht direkt mit der Opferplatte verschruaben, da die spätere Lattenlänge über den Frästisch hinausragt – der Frästisch ist ca 85cm lang, die Latte musste nachher aber 101cm sein un dich wollte nachher natürlich keine blöden Löcher vom Festschrauben sehen. Also diese Klemmvorrischtung gefuscht und sie funktionierte besser als gedacht – da ruckelte beim Fräsen nichts.

Von der anderen Seite nix drunter – die Latte schräg + der Fräser fräst wie immer = schräge Löcher.

Lochreihe fertig, schnell Rundstäbe mit der Tischkreissäge und dem Schiebeschlitten auf gewünschtes Mass geschnitten, Latte geschliffen, kurz noch ne Stunde an den Schreibtisch um über den Löchern sinnlose Größenbeschriftung anzulasern (sieht man wirklich super, wenn der Rundstab dann schräg nach oben geht und nen Mauschlüssel drauf hängt ;-) und dann nen Tropfen Holzleim in die Löcher, Rundstäbe rein und fertig.

Einfach, praktisch …

Damit die Latte zwischen den Wänden am Fenster hält habe ich auf der Tischkreissäge und dem Schiebeschlitten schnell zwei kleine Halter gebastelt in der die Latte von oben einfach eingeschoben werden kann. Das ging fixer als die Dinger erst am rechner zu zeichnen und dann auszufräsen. Ich sagte ja schon mal, ich mag es beide varianten der Holzbearbeitung zu verbinden – was Sinn auf der CNC macht: Rauf damit. Was ich anders schneller/besser/praktischer kann eben von Hand und/oder mit anderen Maschinen.

… und fein.

Die einzelnen Maulschlüssel habe ich dann von Hand klar beschriftet – das schafft mein China-Gadget-Laser leider nicht ;) – So erkenne ich die Dinger auf Anhieb und ich muss nicht mehr verärgert in die Schublade luken und minutenlang suchen. Doppelte Schlüssel habe ich aussortiert und werde sie erstmal in einer Kiste sammeln bevor ich sie in 9 Monaten, vier Tagen und sieben Stunden dann beim nächsten Aufräumwahn wegschmeissen werde. Warum nicht jetzt? Ja, hallo! Da ist das Gute doch noch nicht von ab! ;-)

Der Rest der Schublade wird ebenso entsprechenden Sortierphysiken oder der entsprechenden Kiste zugeführt, könnte ihr hier sicherlich lesen. Mal gucken was für die Schublade übrig bleibt – der Plan ist ja: Die Schraubendreher & Zangen.


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